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Paukenschlag: Cristiano Ronaldo verlässt Portugals Nationalmannschaft

Aktualisiert
CR7 mit Kaffeebecher und Smartphone
CR7 mit Kaffeebecher und SmartphoneJOHAN NILSSON / TT NEWS AGENCY / TT NEWS AGENCY VIA AFP

Die Krise um Cristiano Ronaldo spitzt sich vor dem Auswärtsspiel in Dänemark zu. Portugals Superstar bestätigte am Mittwochabend, dass er den Kreis der Nationalmannschaft verlassen hat.

Cristiano Ronaldo habe sich nach der Pressekonferenz von Nationaltrainer Jorge Jesus und einem Gespräch mit dem Verbandspräsident Pedro Proenca "dazu entschlossen", das Trainingslager der portugiesischen Nationalmannschaft "zu verlassen".

Zu gegebener Zeit werde er den Menschen in seinem Heimat "die Wahrheit über die Gründe für meinen Abgang aus der Nationalmannschaft erzählen." 

Ikonische Bilder

Schon zuvor hatten aufschlussreiche Fotos die Fußball-Welt in Aufruhr gebracht. Ganz allein schlich Portugals Kapitän im Trainingsanzug über den Rasen im Stadion von Malmö. Abwechselnd spielte der Superstar am Dienstagnachmittag mit seinem Handy und nippte an seinem Kaffee.

Eine halbe Stunde später, als sich an gleicher Stelle die gesamte portugiesische Fußball-Nationalmannschaft auf das kommende Nations-League-Duell mit Dänemark vorbereitete, war der Altstar längst abgezischt.

Match-Center: Dänemark vs. Portugal

Weiterhin keine Einsatzgarantie

Bereits am Rande des Trainings musste Nationaltrainer Jorge Jesus sein Vorhaben bekräftigen, den schmollenden Nationalhelden wieder zu besänftigen. "Ich spreche jeden Tag, jede Minute mit Cristiano Ronaldo", sagte Jesus, der Ronaldo am Sonntag beim 2:1 gegen Norwegen 90 Minuten auf der Bank gelassen hatte.

Der Superstar höchstpersönlich
Der Superstar höchstpersönlichJOHAN NILSSON / TT NEWS AGENCY / TT NEWS AGENCY VIA AFP

"Es gab keinerlei Zwischenfall", bekräftigte Jesus auf der Pressekonferenz vor dem nächsten Spiel – auf seinen Altstar setzen wird er wohl trotzdem nicht: "Wenn ich ihn brauche, wird er eingewechselt. Wenn ich ihn nicht brauche, wird er nicht eingewechselt."

Jorge Jesus hat seinen eigenen Kopf
Jorge Jesus hat seinen eigenen KopfJOHAN NILSSON / TT NEWS AGENCY / TT NEWS AGENCY VIA AFP

Die Jagd nach dem 1000. Treffer

Selbst der kommende Nations-League-Gegner Dänemark, auf den der Titelverteidiger am Donnerstagabend (20:45 Uhr/DAZN) trifft, hatte bei der Besänftigung geholfen.

"Ich glaube, dass viele Menschen seine Bedeutung für die portugiesische Nationalmannschaft unterschätzen. Wenn er seine Karriere beendet, wird Portugal ein Problem haben", sagte Dänemarks Nationaltrainer Brian Riemer. Ronaldos Vorbildrolle, ungeachtet seiner Tore, sei nicht infrage zu stellen.

Portugals Spielplan
Portugals SpielplanFlashscore

Geht es nach Ronaldo, entscheidet ohnehin nur er selbst über seine Zukunft. "Wenn ich das Gefühl habe, dass ich dem Team nichts mehr bringe oder dass ich eine schlechte Stimmung schaffe, werde ich als Erster gehen", hatte er vor der Länderspielpause gesagt. 

Schließlich gibt es da ja noch die 1000-Tore-Marke. Sollte er diesen Meilenstein, für den er noch 21 Tore benötigt, ausgerechnet im Nationaltrikot knacken, wäre "das der krönende Abschluss einer wunderschönen Geschichte", sagte Ronaldo.

Doch vorerst deutet nichts auf einen versöhnlichen Abschied hin. 

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