Philipp Treu – SC Freiburg
Der Rechtsverteidiger des Bundesliga-Tabellenführers bezeichnet sich selbst als "kleine Arbeitsameise" und hatte mit Klopp bereits "ein cooles Gespräch" via Facetime. Der Bundestrainer habe ihm "seine Idee und seinen Plan" vorgestellt, berichtete der 26-Jährige. Ob Treu Teil dieses Plans ist? Rechts hinten könnte Klopp auf einen neuen Mann setzen, um Joshua Kimmich wieder ins Zentrum beordern zu können.

Hennes Behrens – FC Augsburg
"Was der da runterreißt", schwärmte FCA-Coach Manuel Baum über den Zugang aus Hoffenheim und dessen Rolle auf der linken Schiene, "ich bin mal gespannt, wo der in der Länderspielpause auftaucht." Bei Klopp? "Davon träumt jeder", sagte der 21-Jährige, "aber ich glaube, dass es jetzt noch bisschen zu früh wäre."

Finn Jeltsch – VfB Stuttgart
"Wir sind bei der U17 Welt- und Europameister geworden", sagte Klopp bei seiner Vorstellung: "Die müssten jetzt 20 sein. Jetzt, mit Führerschein, können wir sie gebrauchen." Auch Innenverteidiger Jeltsch? Der 20-Jährige erhielt 2025 die Fritz-Walter-Medaille in Gold (vor Said El Mala) und legte beim VfB laut Trainer Sebastian Hoeneß einen "Raketenstart" hin, der ihm einen Stammplatz brachte. Alternativen: Der Ex-Bremer Karim Coulibaly (19, Racing Straßburg) oder Noahkai Banks (19, Augsburg).

Soufiane El-Faouzi – Schalke 04
Der in Siegen geborene defensive Mittelfeldmann bestritt im Mai bereits ein Testspiel für Marokko, hat sich aber noch nicht "festgespielt". Kaum ein Bundesliga-Profi läuft so viel, sein Arbeitswille macht den 24-Jährigen zum perfekten Klopp-Schüler. "Jeder, der berechtigt ist, für das Nationalteam zu spielen, sollte sich anstrengen – denn ich werde gucken", sagte der Bundestrainer. Alternativen für die Zentrale: Merlin Röhl (24, FC Everton) oder Felix Keidel (23, SV Elversberg).

Brajan Gruda – RB Leipzig
Der 22-Jährige durfte unter Julian Nagelsmann (wie Rocco Reitz) vor der EM 2024 im Training aushelfen. Bei RB verlieh der Offensivspieler seiner in England ins Stocken geratenen Karriere wieder Schwung. Ein "Käfig-Kicker", technisch höchst versiert. "Ich versuche, auf dem Platz einfach Spaß zu haben, so wie früher auf dem Bolzplatz", sagte er. Auch Anton Kade (22, Augsburg) oder Maurice Krattenmacher (21, Elversberg) könnten die Offensive beleben.

Nicolò Tresoldi – Club Brügge
Der Ex-Hannoveraner war laut Nagelsmann "super nah" an einer WM-Teilnahme. Der Stürmer (22) verbuchte 23 Tore und neun Vorlagen in seiner Debüt-Saison in Belgien, traf in der Champions League gegen Barcelona, Atlético Madrid und jetzt gegen Aston Villa. Hat laut Nagelsmann einen "Riecher in der Box".

Younes Ebnoutalib – Eintracht Frankfurt
Empfohlen hatte sich der frühere Juniorennationalspieler Marokkos nicht zuletzt per Dreierpack beim Bundesliga-Start gegen Union Berlin. In Frankfurt stürmte zuletzt aber nicht der 23-Jährige, sondern Jonathan Burkardt (26). Auch der Ex-Mainzer (fünf Länderspiele) soll im XXL-Aufgebot sein, die jüngere Alternative hieße Dzenan Pejcinovic (21, VfB Stuttgart).

Paris Brunner – AS Monaco
Der 20-Jährige holte wie Jeltsch den EM- und WM-Titel mit der U17. Nach holprigen Jahren in Dortmund und Brügge zeigt er in Monaco sein großes Potenzial (fünf Tore in sechs Spielen), aber: Wegen einer Kopf-ab-Geste droht ihm eine Sperre. "Lass Taten sprechen", riet ihm BVB-Boss Lars Ricken: "Alle reden gerade über seine Erfolge, jetzt wird er sogar mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht. Ich glaube, darüber sollte er sich definieren. Nicht über solche Gesten."

