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Monthly Tennis Recap: ÖTV-Stars mit starken September-Highlights

Monthly Tennis Recap: ÖTV-Stars mit starken September-Highlights
Monthly Tennis Recap: ÖTV-Stars mit starken September-HighlightsMathias Schulz / Zuma Press / Profimedia

Der September hatte für Österreichs Tennisprofis einiges zu bieten. Julia Grabher feierte einen Titel, Anastasia Potapova überzeugte bei den US Open und Jurij Rodionov führte das Davis-Cup-Team ins Final 8. Für Sebastian Ofner endete die Saison hingegen vorzeitig.

Lilli Tagger

Für Lilli Tagger begann der September auf der ganz großen Bühne. Nachdem die 18-Jährige Ende August Tamara Korpatsch in der ersten Runde der US Open mit 6:0, 7:6 bezwungen hatte, wartete mit Amanda Anisimova die Nummer zehn der Setzliste. Tagger hielt lange stark dagegen, holte den zweiten Satz und musste sich erst nach drei Durchgängen mit 3:6, 6:3, 1:6 geschlagen geben. Damit erreichte sie bei ihrem ersten US-Open-Hauptfeld auf Anhieb die zweite Runde.

 

Lilli Tagger bei ihrem ersten Auftritt im US-Open-Hauptfeld
Lilli Tagger bei ihrem ersten Auftritt im US-Open-HauptfeldČTK / imago sportfotodienst / Juergen Hasenkopf

 

Danach legte Tagger eine rund dreiwöchige Turnierpause ein. Ihr Comeback folgte am letzten Septembertag beim WTA-1000-Turnier in Peking. Gegen Elena-Gabriela Ruse war allerdings bereits zum Auftakt Endstation. Die Rumänin gewann mit 6:4, 6:2.

Sinja Kraus

Sinja Kraus brauchte etwas Anlauf, beendete den Monat aber mit mehreren Erfolgserlebnissen. Beim WTA-125-Turnier in Caldas da Rainha unterlag die Wienerin zum Auftakt Mia Pohankova deutlich mit 1:6, 1:6. Eine Woche später präsentierte sie sich in Porto deutlich stärker.

Als Nummer zwei gesetzt, besiegte Kraus Lizette Cabrera und Matilde Jorge jeweils in zwei Sätzen. Im Viertelfinale kämpfte sie Elena Malygina nach verlorenem ersten Satz mit 6:7, 6:3, 6:4 nieder. Erst im Halbfinale stoppte Qualifikantin Reese Brantmeier den Lauf der Österreicherin.

Zum Monatsabschluss gelang Kraus zudem ein Achtungserfolg in Peking. Gegen die um 20 Weltranglistenplätze besser klassierte Maya Joint gewann sie 6:3, 3:6, 7:5 und zog beim WTA-1000-Turnier in die zweite Runde ein. Im WTA-Ranking beendete sie den Monat auf Position 95.

Julia Grabher

Das vielleicht größte österreichische Erfolgserlebnis auf der regulären Tour lieferte Julia Grabher. Nachdem sie bei den US Open noch in der ersten Runde an Sorana Cirstea gescheitert war, kehrte die Vorarlbergerin auf Sand zurück und war beim WTA-125-Turnier in Tolentino nicht zu stoppen.

Grabher gewann fünf Matches in Folge. Auf dem Weg ins Finale setzte sie sich unter anderem gegen Oksana Selekhmeteva durch. Im Endspiel bezwang sie Guiomar Maristany mit 7:6, 6:2. Für Grabher war es nach Bari 2022 und Florianopolis 2025 der dritte WTA-125-Titel ihrer Karriere. Der Erfolg brachte ihr 125 Weltranglistenpunkte und die Rückkehr in die Top 100.

 

 

Anastasia Potapova

Auch Anastasia Potapova überzeugte beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Österreichs Nummer eins bezwang zunächst Darja Semenistaja und Leolia Jeanjean. In der dritten Runde folgte eines ihrer besten Matches des Jahres. Gegen die Weltranglistenzehnte Anisimova setzte sich Potapova mit 6:2, 7:5 durch und feierte ihren dritten Sieg gegen eine Top-10-Spielerin in dieser Saison. Erstmals in ihrer Karriere erreichte sie damit das Achtelfinale der US Open.

Dort fehlte nicht viel zum nächsten Coup. Potapova gewann gegen French-Open-Siegerin Mirra Andreeva den ersten Satz, unterlag nach 2:27 Stunden aber mit 7:5, 4:6, 3:6. Bitter: Im letzten Game überstreckte sie ihr linkes Knie und musste behandelt werden. Ende September lag Potapova weiterhin auf Rang 25 der Weltrangliste.

Sebastian Ofner

Für Sebastian Ofner endete der September mit einer weniger erfreulichen Nachricht. Schon beim Challenger in Manacor musste der Steirer gegen Edas Butvilas beim Stand von 6:2, 0:6, 0:3 aufgeben. Grund waren erneut auftretende Schmerzen an der Ferse.

Kurz darauf kündigte Ofner an, nach einem letzten Turnier in Sevilla seine Saison vorzeitig zu beenden. Dort gelangen ihm noch einmal zwei Siege. Im Viertelfinale war gegen Facundo Diaz Acosta beim 5:7, 2:6 Schluss. Danach begann für den 30-Jährigen die geplante Verletzungspause.

 

Sebastian Ofner muss die nächste Zwangspause einlegen
Sebastian Ofner muss die nächste Zwangspause einlegenČTK / imago sportfotodienst / IMAGENSHOP AGENCIA FOTOGRAFICA

 

Filip Misolic

Für Filip Misolic stand der September im Zeichen des Comebacks. Nach rund sechsmonatiger Verletzungspause kehrte der Steirer bei den US Open auf die Tour zurück und unterlag Francisco Cerundolo in drei Sätzen.

Beim Challenger in Tulln gelang Misolic anschließend der erste Sieg seit Jänner. Gegen Henri Squire setzte er sich klar mit 6:4, 6:0 durch, ehe in Runde zwei gegen Mika Brunold Endstation war. Danach sammelte der 25-Jährige bei weiteren Challenger-Turnieren Matchpraxis, ohne einen größeren Lauf starten zu können.

Jurij Rodionov

Jurij Rodionov erlebte einen ereignisreichen September. Bei den US Open hatte sich der Niederösterreicher durch die Qualifikation gespielt und Giovanni Mpetshi Perricard in Runde eins bezwungen. In der zweiten Runde verlangte er auch Jakub Mensik einiges ab, verlor gegen den als Nummer 17 gesetzten Tschechen aber mit 3:6, 6:3, 2:6, 3:6. Beim anschließenden Challenger in Cassis kam Rodionov nicht über die zweite Runde hinaus.

Sein persönliches Highlight folgte im Davis Cup. Im Heimduell mit Belgien gewann Rodionov zunächst gegen Gauthier Onclin souverän 6:4, 6:1. Einen Tag später sorgte er mit einem 7:6, 6:3 gegen den Weltranglisten-38. Zizou Bergs für den entscheidenden dritten österreichischen Punkt. Österreich gewann 3:1 und qualifizierte sich zum zweiten Mal in Folge für das Final 8.

 

Die ÖTV-Asse jubelten über den Aufstieg
Die ÖTV-Asse jubelten über den AufstiegČTK / Belga Press / DAVID PINTENS

 

Lukas Neumayer

Auch Lukas Neumayer zeigte im September mehrfach gute Ansätze. Beim Heim-Challenger in Tulln erreichte der Salzburger nach Siegen gegen Svyatoslav Gulin und Juan Manuel La Serna das Viertelfinale. Dort unterlag er Joao Lucas Reis da Silva mit 6:7, 4:6.

Im Davis Cup bekam Neumayer anschließend die schwierige Aufgabe gegen Bergs. Der Österreicher startete ausgezeichnet, gewann den ersten Satz mit 6:2 und lag auch im zweiten Durchgang bereits mit Break vorne. Bergs drehte die Partie allerdings noch und setzte sich mit 2:6, 6:4, 6:2 durch.

Zum Monatsende folgte beim Challenger in Genua das nächste Viertelfinale. Nach Erfolgen gegen Stefano D'Agostino und Juan Cruz Martin Manzano verlor Neumayer gegen Luka Mikrut mit 3:6, 4:6. Damit stehen für ihn im September zwei Challenger-Viertelfinali zu Buche.

Joel Schwärzler

Nach seinem Challenger-Titel im August verlief der September für Joel Schwärzler etwas wechselhafter. In Manacor setzte sich der 20-Jährige zunächst in drei Sätzen gegen Max Basing durch, ehe Luca Potenza in Runde zwei beim 2:6, 2:6 deutlich zu stark war.

Besonders knapp verlief sein Auftaktmatch beim Challenger in Plovdiv. Schwärzler gewann gegen Maxime Chazal den ersten Satz, verlor aber schließlich mit 6:2, 4:6, 6:7. Zum Monatsende gelang ihm in Mouilleron-Le-Captif wieder ein Erfolg. Der Vorarlberger gewann gegen Alberto Barroso Campos mit 6:3, 7:5. Den September beendete Schwärzler auf ATP-Rang 185 – nur zwölf Positionen hinter seinem bisherigen Karrierehoch.

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