NOVEMBER 2018
Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, Manchester City habe versucht, die Financial-Fair-Play-Regeln (FFP) der UEFA zu umgehen, indem Sponsoren aus Abu Dhabi nachträgliche Geldzahlungen vorgenommen hätten. City wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Informationen stammten aus einem "illegalen Hackerangriff". Die Veröffentlichung interner Vereins-E-Mails sei Teil eines "organisierten und eindeutigen Versuchs", den Ruf des Vereins zu beschädigen.
MÄRZ 2019
Auf Grundlage der veröffentlichten Vorwürfe leiten sowohl die Europäische Fußball-Union (UEFA) als auch die Premier League Untersuchungen wegen möglicher Verstöße gegen die FFP-Regeln ein.
MAI 2019
City wird der erste englische Verein, der das nationale Triple aus Premier League, FA Cup und League Cup gewinnt.
FEBRUAR 2020
Die UEFA schließt City für zwei Spielzeiten von europäischen Wettbewerben aus und verhängt eine Geldstrafe von 30 Millionen Euro, da der Klub "schwerwiegende Verstöße" gegen die FFP-Regeln begangen haben soll. Eine unabhängige Untersuchungskommission stellt fest, dass City seine Sponsoring-Einnahmen in den gegenüber der UEFA eingereichten Bilanzen für den Zeitraum von 2012 bis 2016 zu hoch angegeben hatte. Der Verein kündigt umgehend an, beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) Berufung einlegen zu wollen.
JULI 2020
City kann den zweijährigen Ausschluss erfolgreich aufheben lassen; außerdem wird die Geldstrafe auf zehn Millionen Euro reduziert. Der CAS stellt fest, dass die meisten der vorgeworfenen Verstöße entweder nicht nachgewiesen werden konnten oder bereits verjährt waren. Eine erhebliche Geldstrafe bleibt jedoch bestehen, weil City bei der Untersuchung nicht ausreichend kooperiert hatte.
FEBRUAR 2023
Nach einer vierjährigen Untersuchung verweist die Premier League den Fall wegen mehr als 100 mutmaßlicher Verstöße gegen die Finanzregeln an eine unabhängige Kommission. Zu den Vorwürfen gehören unter anderem die Nichtbereitstellung korrekter Finanzinformationen, Verstöße gegen die FFP-Regeln, Verstöße gegen die Regeln zur Rentabilität und finanziellen Nachhaltigkeit sowie die mangelnde Kooperation bei Untersuchungen und Vorschriften.
Der Verein weist jegliches Fehlverhalten zurück und erklärt, über eine "umfassende Sammlung unwiderlegbarer Beweise" zu verfügen. Der damalige Coach Pep Guardiola sagt, der Verein sei bereits "verurteilt" worden, verspricht jedoch, bei City zu bleiben, während der Klub darum kämpft, seinen Namen reinzuwaschen.
JUNI 2023
City wird erst der zweite englische Verein überhaupt, der das Triple aus Premier League, FA Cup und Champions League gewinnt. Nach einem 1:0-Sieg gegen Inter Mailand im Finale von Istanbul gewinnt der Klub erstmals in seiner Geschichte die begehrte europäische Trophäe.
NOVEMBER 2023
Everton wird der erste Premier-League-Verein, dem wegen eines Verstoßes gegen die Regeln zur Rentabilität und finanziellen Nachhaltigkeit (PSR) Punkte abgezogen werden. Zunächst werden dem Klub aus Liverpool zehn Punkte abgezogen; nach einem Einspruch wird die Strafe auf sechs Punkte reduziert.
Everton erhält wegen eines weiteren Verstoßes in der Saison 2022/23 zusätzlich zwei Punkte Abzug, während Nottingham Forest in derselben Saison wegen eines Regelverstoßes vier Punkte verliert.
MAI 2024
City wird der erste Verein überhaupt, der vier Premier-League-Titel in Folge gewinnt.
SEPTEMBER 2024
Die Anhörung vor einer unabhängigen Kommission in London beginnt. Die Verhandlung endet im Dezember. Die Kommissionsmitglieder ziehen sich zurück, um über ihr Urteil zu beraten.
MAI 2026
Pep Guardiola tritt nach zehn Jahren und 20 gewonnenen Trophäen als Trainer zurück. Sein ehemaliger Assistent Enzo Maresca kommt als Nachfolger.
SEPTEMBER 2026
Das Urteil soll Medienberichten zufolge ergeben haben, dass City in 114 von 115 Anklagepunkten für schuldig befunden wurde. Vier Tage später bestätigt die Premier League den Schuldspruch. Die Skyblues seien in allen Anklagepunkten im Zusammenhang mit den Finanzregeln schuldig, dazu in der Mehrheit in Bezug auf die mangelnde Kooperation bei den Ermittlungen, heißt es.
Ligachef Richard Masters spricht von der "bedeutendsten Entscheidung" in der Geschichte der Premier League. In einer Stellungnahme kündigt ManCity an, die zur Verfügung stehenden Rechtsmittel auszuschöpfen. Mögliche Sanktionen bleiben offen.
