Gerrard verließ Liverpool im Sommer 2015 nach 17 Jahren beim Klub und wechselte zu LA Galaxy. Nur wenige Monate später übernahm Klopp das Traineramt an der Anfield Road und begann damit, den Verein Schritt für Schritt wieder an die Spitze des englischen und europäischen Fußballs zu führen.
Nach lediglich einer Saison in der MLS beendete Gerrard im Alter von 36 Jahren seine aktive Karriere. Anschließend schlug der ehemalige englische Nationalspieler selbst die Trainerlaufbahn ein. Im Rückblick hätte er seine Entscheidung allerdings möglicherweise anders getroffen. "Ich hätte beruflich und privat auf vieles verzichtet, um die Möglichkeit zu bekommen, für Klopp zu spielen", sagte Gerrard vor Publikum.
"Wenn ich gewusst hätte, dass Jürgen kommt, wäre ich geblieben"
Gerrard hatte von Liverpool zwar ein Angebot für eine weitere Saison erhalten, die sportliche Perspektive überzeugte ihn jedoch nicht. "Gegen Ende meiner Liverpool-Karriere wurde mir ein Vertrag für ein weiteres Jahr angeboten. Doch ich führte Gespräche mit dem damaligen Liverpool-Trainerteam. Dabei hieß es eher, dass ich künftig nur noch Ergänzungsspieler wäre, weniger Spielzeit bekäme und nicht mehr so aktiv sein würde, wie ich es mir gewünscht hätte", erklärte der frühere Kapitän.
Dass Klopp wenige Monate später tatsächlich nach Liverpool kam, wusste Gerrard zu diesem Zeitpunkt nicht. "Leider entschied ich mich für einen Wechsel. Wenn ich gewusst hätte, dass Jürgen kommt, wäre ich das Risiko eingegangen und geblieben. Ich hätte versucht, Jürgen zu überzeugen und vielleicht gegen Ende meiner Karriere noch diese Chance zu bekommen."
Klopp führte Liverpool zurück auf den Thron
In Klopps ersten Saison belegten die Reds lediglich Rang acht in der Premier League und verloren zudem die Endspiele der Europa League und des EFL Cups.
In den folgenden Jahren entwickelte sich Liverpool unter Klopp jedoch zu einem der erfolgreichsten Teams Europas. Der deutsche Trainer gewann mit den Reds unter anderem die Champions League, die Premier League und den FA Cup und holte insgesamt acht große Titel. Gerrard hätte damit bei einem Verbleib möglicherweise noch weitere Trophäen zu seiner ohnehin beeindruckenden Sammlung hinzufügen können.
