
Schnabelholz als Trumpf
Zum Match-Center: SCR Altach vs. FK Austria Wien | Freitag, 23. Oktober, 19:30 Uhr | Stadion Schnabelholz
Für den SCR Altach ist das Schnabelholz in dieser Bundesliga-Saison bislang der einzige Ort, an dem es etwas zu feiern gab. Sechs Punkte und alle acht Tore gelangen den Vorarlbergern vor eigenem Publikum. Zuletzt sorgte ein 3:0 gegen den WAC für den höchsten Heimsieg seit April 2025.
Die Wiener Austria hat noch nicht richtig Fuß gefasst. Vier Punkte aus fünf Auswärtsspielen bedeuten eine deutlich schwächere Bilanz als in der Vorsaison. Hoffnung macht allerdings Johannes Eggestein. Der Stürmer beendete zuletzt mit zwei Treffern seine seit 16 Spielen andauernde Torflaute. Gegen Altach traf er in vier Bundesliga-Duellen bereits dreimal, darunter sein erster Doppelpack im November 2020 für den LASK.

Kainz vor historischem Jubiläum
Zum Match-Center: TSV Hartberg vs. Wolfsberger AC | Samstag, 24. Oktober, 17:00 Uhr | Profertil Arena Hartberg
In Hartberg könnte am Samstag Vereinsgeschichte geschrieben werden. Tobias Kainz steht vor seinem 250. Bundesliga-Einsatz für die Oststeirer und wäre damit der erste Spieler, der diese Marke im Hartberger Trikot erreicht. Der Mittelfeldspieler kam als Einziger in allen neun Bundesliga-Saisonen des Vereins zum Einsatz.
Sportlich läuft es für Hartberg zu Hause mittlerweile deutlich besser. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt blieb die Mannschaft dreimal ungeschlagen und erzielte dabei jeweils mindestens drei Tore. Auf das erste Spiel ohne Gegentor warten die Oststeirer allerdings weiterhin. Der Wolfsberger AC steckt hingegen in einer sportlichen Krise und steht am Tabellenende. Immerhin spricht die historische Bilanz für die Wolfsberger. Nur zwei ihrer bisherigen zehn Bundesliga-Gastspiele in Hartberg gingen verloren.

Lufthoheit am Tivoli
Zum Match-Center: WSG Tirol vs. Grazer AK | Samstag, 24. Oktober, 17:00 Uhr | Tivoli Stadion Tirol
Nach neun Runden hat die WSG Tirol bereits elf Punkte gesammelt und damit ihren bisherigen Vereinsrekord zu diesem Saisonzeitpunkt eingestellt. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor sind ruhende Bälle. Beim jüngsten 2:0 gegen den WAC fielen beide Treffer nach Standardsituationen, insgesamt stehen bereits neun Standardtore zu Buche. Gemeinsam mit Ried ist das Ligaspitze.
Mit dem Grazer AK kommt allerdings ein Gegner nach Innsbruck, der die letzten beiden direkten Duelle eindrucksvoll für sich entscheiden konnte. Auf ein 5:1 in Tirol folgte ein 4:0 in Graz. Eine besondere Stärke der Rotjacken liegt in der Luft. Sie bestritten ligaweit die meisten Kopf- und Luftduelle und gewannen davon 61 Prozent. Die WSG folgt mit einer Erfolgsquote von 54 Prozent auf Rang zwei.
Hütteldorfer Höhenflug
Zum Match-Center: SK Rapid vs. SC Austria Lustenau | Samstag, 24. Oktober, 19:30 Uhr | Allianz Stadion
Der SK Rapid spielt bislang eine Saison, die Erinnerungen an die Meisterschaft 1987/88 weckt. Damals hatten die Hütteldorfer nach neun Runden ebenfalls acht Siege gefeiert. Bemerkenswert ist auch der historische Vergleich. Alle vier Mannschaften, die in der Geschichte der Bundesliga nach neun Spielen mehr als 24 Punkte aufwiesen, holten am Saisonende den Meistertitel.
Austria Lustenau steht somit vor einer schwierigen Aufgabe. Die Vorarlberger sind seit elf Bundesliga-Auswärtsspielen sieglos und konnten seit Beginn der Saison 2023/24 nur eines von 20 Gastspielen gewinnen. Immerhin endeten die letzten beiden Auftritte im Allianz Stadion jeweils mit einem 1:1. Rapid ist gegen Lustenau zuhause allerdings noch nie als Verlierer vom Platz gegangen.

Die Grazer Festung
Zum Match-Center: SK Sturm Graz vs. SV Ried | Sonntag, 25. Oktober, 14:30 Uhr | Stadion Graz-Liebenau
Sturm Graz präsentiert sich in dieser Saison vor eigenem Publikum besonders stark. Mit zehn Punkten und zehn Toren aus den ersten vier Heimspielen haben die Grazer die beste Punkteausbeute seit der Saison 2017/18 erzielt. Seit 17 Bundesliga-Heimduellen gegen die SV Ried sind die Grazer ungeschlagen, die letzten sechs Begegnungen wurden allesamt gewonnen.
Die Innviertler haben sich zuletzt allerdings in hervorragender Verfassung gezeigt. Vier Spiele ohne Niederlage, darunter drei Siege in Folge, sprechen für sich. In sieben der ersten neun Saisonspiele geriet Ried in Rückstand, holte daraus aber noch acht Punkte. Kein anderes Team war nach Rückständen erfolgreicher. Ob diese Widerstandskraft auch in Graz reicht, wird sich am Sonntag zeigen.
Angriff auf die Unbesiegten
Zum Match-Center: LASK vs. FC Red Bull Salzburg | Sonntag, 25. Oktober, 17:00 Uhr | Raiffeisen Arena
Der LASK präsentiert sich derzeit in bestechender Offensivform. Eine derart hohe Torausbeute gelang den Linzern zu diesem Saisonzeitpunkt zuletzt in der Saison 2009/10. Gleichzeitig kassierten sie nur neun Gegentore. Die Tordifferenz von +14 ist damit die beste in der Bundesligageschichte des LASK nach neun Runden. Auch die jüngsten direkten Duelle gegen Salzburg machen Mut. In der vergangenen Saison gewannen die Linzer beide Spiele der Meistergruppe.
Die Bullen haben allerdings einen bemerkenswerten Saisonstart hingelegt. Sechs Siege, drei Unentschieden und noch keine Niederlage stehen nach neun Runden zu Buche. Erstmals seit 2021/22 ist Salzburg zu diesem Zeitpunkt ungeschlagen. Nun treffen zwei der erfolgreichsten Mannschaften der bisherigen Saison aufeinander. Ein Duell, das einen würdigen Schlusspunkt unter die 10. Bundesliga-Runde setzen könnte.
