Raskin verlangt darin eine Liste "von allem, was einen Wert hat – einschließlich Geldtransfers, Geschenken, Preisen, Auszeichnungen oder öffentlichen Auftritten", die Trump, Mitgliedern seiner Administration oder deren Familienangehörigen gewährt wurden.
Besonders kritisch sieht Raskin die Anmietung von Büroräumen im Trump Tower durch den Weltverband, die laut Schreiben "markttypisch 600.000 Dollar pro Jahr kosten" würden. Er wirft der FIFA vor, diese Maßnahmen seien "darauf ausgelegt, Präsident Trump und seine Administration dazu zu bewegen, Entscheidungen zugunsten der FIFA zu treffen". Als Beispiel nennt er die Verleihung des "FIFA-Friedenspreises" an Trump im Dezember 2025, die Raskin als "urkomisch" bezeichnet.
Raskin: "Dreiste Kampagne der FIFA"
Zudem fordert der 63-Jährige Aufklärung über die umstrittene Ticketpolitik der FIFA während der Weltmeisterschaft. "Die FIFA hat ihren neu gewonnenen Status als Favorit der Trump-Administration offenbar als Freibrief verstanden, ihre Kunden abzuzocken – insbesondere durch illegales Preistreiben und betrügerische Verkaufstaktiken."
Raskin verwies auch auf die Einstellung von Korruptionsermittlungen gegen die FIFA durch das US-Justizministerium unter Trump: "Das rätselhafte Nachgeben des Justizministeriums ergibt viel mehr Sinn, wenn wir über die dreiste Kampagne der FIFA nachdenken, die sich seit Trumps Wiederwahl einzuschmeicheln versucht."
Sollten die Demokraten bei den Zwischenwahlen im November 2026 die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern, könnte Raskin als Ausschussvorsitzender Vorladungen ausstellen.
"Kein anderer Präsident in der Geschichte hätte die historische Leistung vollbringen können, die Präsident Trump für das amerikanische Volk und die Welt erbracht hat", sagte hingegen Davis Ingle, Sprecher des Weißen Hauses.
