"Ich bin keiner, der wegläuft", ergänzte Julian Nagelsmann im ZDF. Zuvor hatte er auf Nachfrage noch einmal betont: "Ich möchte weitermachen, aber im Fußball hat man es nicht immer in der Hand. Wenn der DFB es möchte, dann bereite ich die Europameisterschaft vor und die Nations League."
Nagelsmann hat beim DFB einen Vertrag bis Sommer 2028. Ob er diesen erfüllen wird, ist unklar. Jürgen Klopp wurde bereits mehrfach als möglicher Nachfolger ins Spiel gebracht.

Unmittelbar nach der Pleite gegen Paraguay wollte der ehemalige Cheftrainer von Dortmund und Liverpool aber nichts davon wissen. "Ich verstehe, dass mein Name genannt wird, aber das ist nicht der Moment, darüber zu sprechen", so Klopp bei Magenta TV.
Zum Match-Center: Deutschland vs. Paraguay
"Deutschland gehört nicht mehr zur Weltspitze"
DFB-Coach Nagelsmann suchte unterdessen die Gründe für das frühzeitige Ausscheiden bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nicht nur bei sich. Er kenne "die Mechanismen des Fußballs", allerdings passiere es "seit längerer Zeit, dass wir solche Turniere abliefern. Es gibt ein paar Dinge, die man grundlegend verändern muss."
Nagelsmann nutzte die Gelegenheit, um schonungslos Kritik zu üben: "Wir haben seit zwölf Jahren gar nichts gerissen. Wenn du in der ersten K.o.-Runde ausscheidest, ist das deutlich zu wenig für den deutschen Fußball. Es wäre vermessen zu sagen, wir gehören noch zur Weltspitze. Das tun wir nicht."

Die Enttäuschung innerhalb der deutschen Nationalmannschaft sei "extrem groß", sagte Nagelsmann in einer Presserunde: "Es hat sich nicht abgezeichnet, dass wir heute ausscheiden."
"Kein Vorwurf" an die Elfmeterschützen
Den glücklosen Elfmeterschützen Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah wolle er "keinen Vorwurf" machen: "Das ist auch schon ganz anderen großen Spielern passiert."
Eher positiv bewertete er das Comeback von Manuel Neuer. Am 40-Jährigen "lag es nicht, dass wir ausgeschieden sind. Im Elfmeterschießen hat er uns zurückgeholt. Er hat uns das gebracht, was wir wollten. Es gab aber nicht die Momente, wo er sich hätte auszeichnen können."
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