Mavropanos bot gegen die deutsche Offensive eine dominante Vorstellung. Der Profi von West Ham United entschied sämtliche seiner zehn Zweikämpfe für sich – darunter jeweils fünf Duelle am Boden und in der Luft. Auch seine drei Tacklings saß blitzsauber. Über die gesamten 90 Minuten hinweg beging er kein einziges Foul und ließ sich nicht ein einziges Mal ausspielen.
Sein herausragendes Spielverständnis und seine Stellungsspiel waren entscheidend für den Zu-Null-Erfolg der Griechen. Im eigenen Strafraum befreite er gleich zwölfmal klärend, vereitelte als letzter Mann eine brenzlige Situation, blockte einen Torschuss und fing einen gefährlichen Pass ab.
Stark im Zweikampf und gefährlich bei Standards
Neben seinen defensiven Qualitäten überzeugte Mavropanos auch im Spielaufbau: Bei 48 Ballkontakten erzielte er eine Passquote von 88 Prozent (21 von 24 angekommenen Pässen). Selbst unter Druck blieb er präzise, brachte vier von fünf Pässen im letzten Drittel an den Mitspieler und schlug einen gefährlichen Ball direkt in den deutschen Strafraum.

Auch bei eigenen Standardsituationen setzte der frühere Abwehrspieler des VfB Stuttgart und von Arsenal London Akzente. Durch seine körperliche Präsenz erarbeitete er sich nach Eckbällen zwei Kopfballchancen (Gesamt-xG von 0,13) und zog zudem ein Foul im gegnerischen Strafraum.
Während im deutschen Fußball nach dem verhaltenen Start der Ära Klopp erste Debatten entbrennen, feiert Griechenland einen historischen Triumph – maßgeblich geprägt von Konstantinos Mavropanos, der den eigenen Strafraum zur absoluten Verbotszone erklärte.
