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"Wäre gerne geblieben": Kapitän Kimmich geht schweren Herzens von Bord

Kapitän Joshua Kimmich konnte die Niederlage der DFB-Elf gegen Griechenland nicht verhindern.
Kapitän Joshua Kimmich konnte die Niederlage der DFB-Elf gegen Griechenland nicht verhindern.REUTERS/Kai Pfaffenbach

Kapitän Joshua Kimmich verließ das untergegangene Schiff schweren Herzens. "Ich hatte bis zuletzt ein bisschen gehofft, zu bleiben und wäre natürlich gerne geblieben", sagte der Mittelfeldchef nach dem bitteren 0:1 (0:0) der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland in Augsburg.

Doch Admiral Jürgen Klopp hat einen klaren Kurs vorgegeben - und da meutert auch Kimmich nicht. "Ich verstehe, dass der Trainer einfach auch andere Jungs kennenlernen möchte. Das war von vornherein so der Plan, dass wir einen großen Kader haben, dass wir einmal durchwechseln. Dementsprechend werde ich von zu Hause die Daumen drücken", sagte Kimmich tapfer.

Dass er dadurch sein Heimspiel in München am Donnerstag (20.45 Uhr/ZDF und Flashscore-Audioreportage) gegen Serbien verpassen wird, schmerzt den 31-Jährigen dennoch. Die Rückkehr auf die Kommandobrücke in der Zentrale hatte sich Kimmich schließlich anders vorgestellt. Er war in Amsterdam gegen die Niederlande (1:1) und auch gegen die Griechen zwar der Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, doch seinen Stempel drückte der "Quarterback" dem deutschen Spiel nicht nachhaltig auf. Das lag nicht zuletzt an seinen Mitspielern und am noch ungewohnten System.

Die letzten Spiele von Joshua Kimmich
Die letzten Spiele von Joshua KimmichFlashscore

"Generell", betonte der gewohnt selbstkritische Kimmich, "ist es von der Raumaufteilung her ein bisschen anders als wir es bei Bayern machen." Klopp lässt in der DFB-Auswahl in seinem 4-3-3 mit einer tieferen Sechs (Kimmich) und einem Achter (Felix Nmecha) spielen. In München bildet Kimmich mit dem inzwischen zur Nationalmannschaft angereisten Aleksandar Pavlovic eine Doppelsechs.

Zum Match-Center: Deutschland vs. Griechenland

Nmecha vernachlässigte in den ersten beiden Nations-League-Spielen aber seine Defensivaufgaben, dadurch sah auch Kimmich nicht immer gut aus. Der Dortmunder legte vor dem Siegtor der Griechen ein amateurhaftes Zweikampfverhalten an den Tag - dass Kimmich den goldenen Schuss von Dimitrios Kourbelis unglücklich abfälschte, passte ins traurige Bild.

Klopp vertraut Kimmich im Mittelfeld

"Natürlich ist es schon so, dass wir ein paar Dinge ausprobieren, dass wir zueinander finden müssen, dass es ein neuer Ansatz ist. Wir müssen uns darauf einlassen, das werden wir auch", versicherte Kimmich vor seiner nächtlichen Rückfahrt nach München.

Trotz der mageren Ausbeute von nur einem Punkt aus zwei Spielen darf er sich sicher sein, dass er bei seiner Rückkehr zum DFB-Team im November wieder auf seiner Lieblingsposition eingesetzt wird. "Wir sehen ihn als Mittelfeldspieler", hatte Klopp nach seiner Amtsübernahme betont: "Wir hatten nicht ein Gespräch, in dem wir von ihm als Rechtsverteidiger gesprochen haben."

Zudem haben sich für die Position hinten rechts in der Viererkette Alternativen aufgetan: Philipp Treu und Josha Vagnoman haben ihre Aufgabe dort gut bzw. ordentlich erfüllt.

Daher richtete Kimmich den Blick in den Katakomben der Augsburger Arena nach vorne. "Wir werden besser werden", versprach er. In den nächsten beiden Spielen muss dies aber ohne ihn gelingen.

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