Auf der Pressekonferenz am Samstag vor dem UEFA-Nations-League-Spiel gegen Serbien machte Denzel Dumfries seinen Unmut deutlich: "Ich bin kein Fan dieses Formats, weil man extrem lange von seinem Verein getrennt ist", erklärte der Rechtsverteidiger von Real Madrid auf dem KNVB-Campus. "Ich würde das alte Modell mit zwei Spielen bevorzugen. Dennoch müssen wir den vorgegebenen Spielplan vorerst akzeptieren."
Auch Bondscoach Xavi stützte die Bedenken seines Abwehrspielers und plädierte dringend für Anpassungen: "Wir müssen die Gesundheit der Spieler schützen, aber der Kalender ist schlicht überladen", betonte der katalanische Fußballlehrer. "Wir sehen aktuell extrem viele Verletzungen in den Nationalteams. Vier Spiele hintereinander plus die vielen Reisen – das ist einfach zu viel. Sinnvoller wären Blöcke mit zwei oder höchstens drei Partien. Das käme sowohl den Vereinen als auch den Nationalmannschaften zugute."
Niederlande kämpft mit DFB-Elf ums Weiterkommen
Gleichzeitig räumte Xavi ein, wie schwer reformerische Schritte im Weltfußball durchzusetzen sind. Um etwas zu bewegen, brauche es eine geschlossene Haltung: "Vielleicht erreichen wir etwas, wenn alle gemeinsam Druck ausüben. Allerdings befürchte ich, dass sich im kommenden Jahr erst einmal nichts ändern wird."
Sportlich stehen die Niederlande in der Gruppe 2 der UEFA Nations League derzeit mit fünf Punkten aus drei Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz – zwei Zähler hinter Spitzenreiter Griechenland.
