Das Toptalent des FC Barcelona reihte sich mit seinem umjubelten Treffer ein in eine Riege mit den Legenden Pelé (1958) und Lionel Messi (2006), die auch erst 18 Jahre oder jünger waren, als sie bei einer WM erstmals trafen. Doch eines, dies machte er zuvor schon deutlich, will Yamal bei allem Hype nicht: Mit den ganz Großen verglichen werden.
Zum Match-Center: Spanien vs. Saudi-Arabien
Sein Antrieb sei nicht, "zu denken, dass Mbappé oder Messi ein Tor geschossen haben und ich deswegen auch eins schießen will. Das ist mir egal, weil sie alle zehn Jahre vor mir sind", betonte er und ergänzte: "Mein Spielstil ist, Spaß zu haben."
Yamal nun noch "hungriger"
Und das hatte Yamal gegen Saudi-Arabien. Erstmals stand er bei einem WM-Spiel in der Startelf - und krönte dies mit einem furiosen Start: In der 10. Minute grätschte er den Ball zur Führung über die Linie. Besser hätte der Abend in Atlanta für den Künstler gar nicht laufen können. Über das 0:0 gegen Kap Verde aus dem ersten Turnierauftritt, bei dem Yamal erst nach 71 Minuten von der Bank gekommen war, sprach niemand mehr.
Sein Megatalent, um dessen Fitness nach einer Oberschenkelverletzung wochenlang gebangt worden war, sei nun in "perfekter Verfassung", betonte Trainer Luis de la Fuente. Dennoch waren 45 Minuten erst einmal genug für den dribbelstarken Offensivspieler. Dadurch sei Yamal nur noch "hungriger", so sein Coach, "auf mehr". Mehr heißt bei Europameister Spanien: der WM-Titel! Deshalb sei der Erfolg "ein wichtiger Schritt für das gewesen", ergänzte de la Fuente vor dem Gruppenfinale am Samstag (2.00 Uhr/MagentaTV) gegen Uruguay, "was vor uns liegt".
Dafür braucht die Furia Roja Lamine Yamal umso mehr. "Hier ist Yamal, hier ist Spanien", titelte AS. Und natürlich blieben auch die Vergleiche mit einem der Größten nicht aus. "Ich könnte mir tatsächlich vorstellen, wenn er gesund und mit den Füßen auf dem Boden bleibt, dass er sich auch irgendwann auf einem ähnlichen Niveau befinden könnte, auf dem sich Lionel Messi befindet", sagte Österreichs Trainer Ralf Rangnick.
Auch aus der Mannschaft kam viel Lob. "Mit ihm versteht man sich als Spieler sehr leicht", sagte Dani Olmo: "Es ist immer ein Vergnügen."
