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Süper Lig Weekly: Galatasaray und Besiktas marschieren – Fenerbahce im Chaos

Baris Alper Yilmaz (l.) jubelt mit Rafael Leao nach Galatasarays Sieg
Baris Alper Yilmaz (l.) jubelt mit Rafael Leao nach Galatasarays SiegAA/ABACA / Abaca Press / Profimedia / Flashscore

Zwei Verfolger enteilen, zwei Titelfavoriten straucheln, zwei Aufsteiger begeistern: Der fünfte Spieltag der Süper Lig hatte alles – inklusive eines Trainer-Rücktritts, der keiner war, und einem 5:0-Kantersieg eines Debütanten. In unserem wöchentlichen Feature Süper Lig Weekly fassen wir die Ereignisse aus der Türkei wie gewohnt kompakt zusammen.

Besiktas ohne Vlahovic – und trotzdem souverän

Besiktas empfing am Freitagabend Erzurumspor und musste dabei auf Stürmer Dusan Vlahovic verzichten, der nach einem Vorfall im Derby der Vorwoche gesperrt war. Besiktas präsentierte sich in Bestform, Leandro Trossard erzielte seinen ersten Treffer für den Klub – abgerundet wurde der 3:0-Erfolg durch ein Kopfballtor von Emirhan Topcu und einem Eigentor.

Besiktas glänzt in dieser Saison als geschlossene Einheit in allen Mannschaftsteilen: Die wenigsten Gegentore der Liga (4), die zweitmeisten Treffer (12) – und im Verein herrscht große Zuversicht, nachdem mit der Verpflichtung von Vincenzo Italiano die Wunschlösung auf dem Trainerposten gefunden wurde. Unter der Woche wartet in der Europa League das Heimspiel gegen Marseille.

 

Galatasaray gewinnt knapp – Neuzugänge zeigen sich

Der zuletzt vierfache Champion Galatasaray traf am Samstagabend auf Kocaelispor, trainiert von Klublegende Selçuk İnan. Ohne den verletzten Victor Osimhen rückten Deniz Gül und Rafael Leao erstmals in die Startelf – Gül im Sturmzentrum, Leao auf dem Flügel.

 

Ein Distanzschuss von Kapitän Abdulkerim Bardakci reichte am Ende für ein 1:0, das ungefährdeter war, als das Ergebnis vermuten lässt. Gül traf zudem den Pfosten und erzielte ein aberkanntes Tor, Leão zeigte sich spritzig, wirkte aber noch nicht bei voller Fitness. Auch die Joker Lesley Ugochukwu und Aleksey Batrakov setzten positive Akzente. Als nächstes wartet ein schweres Auswärtsspiel bei Trabzonspor.

Salah und Co. enttäuschen – Reis vor Engagement?

Während die Spitzenteams lieferten, leistete sich Trabzonspor eine blamable Niederlage: Für den bis dato punktlosen Tabellenletzten Konyaspor reichte ein Tor von Rajmund Toth in der zweiten Minute zum 1:0Mohamed Salah und seine Mitspieler blieben dagegen über 90 Minuten harmlos.

Trabzon fehlt es aktuell an Identität und Führung – die Trennung von Trainer Fatih Tekke hinterließ eine Lücke, die noch nicht geschlossen ist. Berichten zufolge soll Thomas Reis, aktuell noch bei Ludogorets Razgrad, die Nachfolge antreten. Der Deutsche hatte zuvor bei Samsunspor überzeugt und dort eine schwer zu schlagende Einheit geformt.

Fenerbahce: Rücktritt, Rückkehr, Remis

Noch dramatischer verlief die Woche bei Fenerbahce. Nach dem 0:0 im ersten Champions-League-Spiel seit 18 Jahren gegen die AS Roma reichte Trainer Ismail Kartal überraschend seinen Rücktritt ein – er gab an, nach einem Flaschenwurf aus dem Publikum verletzt worden zu sein. Der Verein lehnte ab, nach einem Tag voller Überzeugungsarbeit war Kartal zurück. Was folgte: ein enttäuschendes 0:0 bei Gaziantep, das dritte Pflichtspiel in Folge ohne Sieg.

Das Muster erinnert fatal an den Fall Fatih Tekke bei Trabzonspor – der ebenfalls zurücktrat, blieb, verlor und am Ende doch gehen musste. Ohne Marco Asensio fehlt dem Team zudem jede Durchschlagskraft. Der Rückstand auf Spitzenreiter Galatasaray beträgt bereits sechs Punkte – zu früh für Panik, aber zu viel für Komfort.

 

Aufsteiger-Wahnsinn: Amedspor und Corum begeistern

Das Highlight des Wochenendes lieferten zwei Aufsteiger. Corum fegte Samsunspor mit 5:1 vom Platz und steht nach fünf Spielen bei sieben Punkten – mit Youssoufa Moukoko, Cengiz Ünder und Caglar Söyüncü im Kader ist das kein Zufall. Der Ex-Dortmunder wurde in der 68. Minute eingewechselt, hatte aber keinen Impact und beendete das Spiel mit der Flashscore-Note 6,8.

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Noch spektakulärer war Amedspor 5:0 gegen Istanbul Basaksehir, das den Klub auf Rang drei katapultierte. Gift Orban erzielte einen Dreierpack und führt die Torjägerliste nun mit sechs Treffern gemeinsam mit Osimhen an – der einst bei Gent und Lyon hoch gehandelte Nigerianer hat in der Türkei zu alter Stärke zurückgefunden.

 

Mannschaft der Woche

Orban ist demnach auch der Flashscore-Spieler der Woche. Mit ihm in der Auswahl stehen seine Teamkollegen Ermal Krasniqi und Rayan Raveloson, außerdem Galatasarays Abdulkerim und Ex-Freiburger Roland Sallai sowie Trossard und Emirhan von Besiktas.

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