Premier-League-Vorschau: Arsenal will Druck im Titelrennen erhöhen – Spurs zittern

Arsenal macht das Titelrennen in der Premier League bis zum Schluss spannend.
Arsenal macht das Titelrennen in der Premier League bis zum Schluss spannend.REUTERS/Violeta Santos Moura

An diesem Wochenende bietet sich für Arsenal die große Chance, den Druck im Titelkampf zu maximieren und die Tabellenführung in der Premier League weiter auszubauen. Während an der Spitze taktiert wird, geht es am anderen Ende der Tabelle ums Überleben: West Ham trifft auf Brentford, und Tottenham muss im Abstiegskampf bei Aston Villa bestehen. Flashscore beleuchtet drei zentrale Brennpunkte des kommenden Spieltags.

Mit einem Sieg gegen Fulham am Samstag könnten die Gunners ihren Vorsprung auf die formstarke Konkurrenz vorübergehend auf sechs Punkte vergrößern – zwei Tage bevor Manchester City vor einer unbequemen Auswärtsaufgabe bei Everton steht. 

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In einer Saison, in der kleinste Details den Ausschlag geben könnten, präsentierte sich die Chancenverwertung zuletzt als Sorgenkind: Seit Mitte März gelang dem Team kein Sieg mit mehr als einem Tor Unterschied. Vor dem Erfolg gegen Newcastle am letzten Wochenende waren die beiden Top-Clubs sogar punkt- und torgleich.

Arsenal ist sich bewusst, dass selbst vier Siege aus den verbleibenden Spielen nicht reichen könnten, da City noch eine Nachholpartie in der Hinterhand hat und sich derzeit in bestechender Torlaune zeigt.

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Der Ex-Nationalspieler Gary Neville glaubt daher nicht an einen lockeren Endspurt: "Sie werden über die Ziellinie geschleppt werden müssen. Ein plötzlicher Formanstieg ist in dieser Phase kaum zu erwarten; es wird ein harter Abnutzungskampf bis zum Schluss."

Bittere Verletzungssorgen bei den Spurs

Kaum keimte bei Tottenham unter dem neuen Trainer Roberto De Zerbi Hoffnung auf, wird der Klub erneut vom Verletzungspech ausgebremst. Nach dem knappen 1:0-Sieg gegen die bereits abgestiegenen Wolves wiegt der Ausfall von Xavi Simons (schwere Knieverletzung) schwer. Zudem droht Dominic Solanke aufgrund einer Oberschenkelblessur für den Rest der Saison auszufallen.

Die Lazarett-Liste der Spurs liest sich wie ein „Who is Who“ des Kaders: Neben Langzeitverletzten wie Dejan Kulusevski, James Maddison und Mohammed Kudus fehlt nun auch Kapitän Cristian Romero. "Wir brauchen Spieler, um Spiele zu gewinnen, nicht nur Trainer", gab sich De Zerbi kämpferisch, aber realistisch. Trotz des jüngsten Erfolgs rangiert Tottenham weiterhin zwei Punkte hinter West Ham auf einem Abstiegsplatz und steht vor einer hohen Hürde bei Aston Villa.

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Findet Chelsea den Weg aus der Krise?

Nach einer desaströsen Serie von fünf Niederlagen, die Liam Rosenior den Job kostete, hofft Chelsea auf einen versöhnlichen Saisonabschluss. Unter Interimstrainer Calum McFarlane stabilisierte sich die Mannschaft zuletzt und sicherte sich durch ein 1:0 gegen Leeds den Einzug ins FA-Cup-Finale gegen Manchester City.

In der Liga steht Chelsea zwar nur auf Platz acht, doch ein Fünkchen Hoffnung auf die Champions League bleibt bestehen. Die Konstellation ist komplex: Sollte Aston Villa die Saison auf Rang fünf beenden und gleichzeitig die Europa League gewinnen, würde ihr dadurch erworbener Königsklassen-Startplatz an den Tabellensechsten der Premier League fallen.

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Aktuell würde davon Brighton profitieren. Da die Seagulls jedoch nur knapp vor einer Gruppe aus Bournemouth, Chelsea, Brentford und Fulham liegen, ist das Rennen um Europa noch völlig offen – selbst Everton und Sunderland haben noch theoretische Chancen.