Der LASK darf durch ein 2:1 nach Verlängerung gegen Ried weiter vom ersten Cup-Titel seit 1965 träumen. Es sind allerdings die Gastgeber aus dem Innviertel, die in der ausverkauften BWT Oberösterreichische Arena einen ambitionierten Start hinlegen, aggressiv in die Zweikämpfe gehen und schnell in die Offensivbewegung schalten.
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Nikki Havenaar köpft nach einer von Yusuf Maart getretenen Ecke knapp am Tor vorbei (5.). Vor Kingstone Mutandwa klärt Andrés Andrade (10.). Philipp Pomer verzieht bei einem Versuch knapp hinter der Strafraumgrenze (14.). Der LASK ist bemüht, Zugriff zu finden, doch im Passspiel schleichen sich immer wieder Ungenauigkeiten ein. Chancen der Linzer lassen auf sich warten.
In der 20. Minute wird dann Sasa Kalajdzic erstmals gefährlich im Strafraum verdient, sein Volley aus leicht spitzem Winkel geht aber vorbei. Auf der Gegenseite fällt ein Distanzschuss von Martin Rasner zu zentral aus (22.).
Rassiger Cup-Fight
Die Rieder haben auch in weiterer Folge mehr Spielanteile, können sich im letzten Drittel immer wieder gut in Szene setzen. Nach einem weiten Ball hat Antonio Van Wyk nur noch Lukas Jungwirth vor sich, doch der Torwart verkürzt den Winkel gut und pariert (25.).
Kurz darauf hat der LASK die Topchance. Samuel Adeniran dringt über die linke Seite in den Strafraum ein, zieht ansatzlos ab und scheitert an der rechten Innenstange (28.). Dann wird auch Sasa Kalajdzic brandgefährlich, er bringt den Ball unter Bedrängnis aber nicht an Andreas Leitner vorbei (30.).
Die Begegnung wird weiter mit viel Tempo geführt, hat einen großen Unterhaltungswert. Nach einem Flankenversuch von Rieds Fabian Rossdorfer zappelt der Ball auf einmal im Netz der Linzer, es wird allerdings auf Foul von Nikki Havenaar entschieden, der sich an Andres Andrade aufstützt (34.). Ein Schuss von Kingstone Mutandwa rauscht an der kurzen Ecke vorbei (37.). Vor der Pause sollte kein Treffer mehr fallen.

Eine Minute, zwei Tore
Nach dem Seitenwechsel sind es wieder Rieder, die den ersten Nadelstich setzen. Philipp Pomer kommt in vielversprechender Position zum Abschluss, sein Versuch wird aber abgeblockt (46.). Wenige später dürfen die Innviertler dann jubeln. Nikki Havenaar köpft den Ball nach einer Ecke zur Mitte, Sasa Kalajdzic kann knapp vor der Linie nur kurz klären und Fabian Rossdorfer trifft wuchtig aus zentraler Position im Strafraum - 1:0 (49.).
Doch der LASK hat postwendend die passende Antwort parat. Nach dem Anstoß leitet Sasa Kalajdzic mit dem Außenrist in die Tiefe auf Samuel Adeniran weiter und der Stürmer schiebt eiskalt zum 1:1 ein (50.).
Auf der Gegenseite wird ein weiter Einwurf von Nikki Havenaar verlängert, Michael Sollbauer steigt mit dem Kopf hoch und der LASK wird von der Latte gerettet (68.). Das Cup-Halbfinale in der BWT Oberösterreichische Arena bleibt ein echter Krimi, wird in der Schlussphase aber etwas zerfahrener. Gute Gelegenheiten lassen auf sich warten.
Bei einer scharfen Hereingabe von Moses Usor ist Andreas Leitner auf seinem Posten (84.). Ried zieht sich etwas zurück, der LASK taucht nun zwar häufiger im gegnerischen Drittel auf, wird aber nicht zwingend. In der 89. Mitte fällt die vermeintliche Entscheidung zugunsten von Ried. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld verlängert Nikki Havenaar und Oliver Steurer köpft über Lukas Jungwirth ein. Der Vorlagengeber steht aber knapp im Abseits, nach einem VAR-Check wir der Treffer nicht gegeben. Verlängerung!
LASK-Joker sticht
In der 108. Minute schlägt dann der LASK durch Hilfe des Gegners zu. Moses Usor bringt eine Flanke zur Mitte, der eingewechselte Lukas Kačavenda geht in leichter Rücklage zum Kopfball, doch ausgerechnet der stark agierende Nikki Havennaar ist als Letzter dran und befördert das Spielgerät zum 2:1 aus Sicht der Linzer ins eigene Tor.
Ried wirft noch einmal alles in die Waagschale, findet gegen den tiefstehenden Gegner aber kein Durchkommen. Weil ein Volley von Jonas Mayer knapp drüber geht, bleibt ein Elfmeterschießen aus.
