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EXKLUSIV: Benfica-Talenteschmied Veríssimo über Prestianni, João Neves und Co.

Nélson Veríssimo trainiert momentan die B-Mannschaft von Benfica.
Nélson Veríssimo trainiert momentan die B-Mannschaft von Benfica.SL Benfica

Nélson Veríssimo sitzt an einem der besten Aussichtspunkte des portugiesischen Fußballs, um das Entstehen, Wachsen und Reifen kommender Spitzensportler zu beobachten. Erst als Co-Trainer, später als Cheftrainer der B-Mannschaft von Benfica Lissabon hat er ganze Generationen begleitet, Talente auf die höchste Ebene vorbereitet und sich dabei auch selbst als Coach kontinuierlich weiterentwickelt. Namen wie Gonçalo Ramos, João Neves, Tomás Araújo, Renato Sanches oder Rúben Dias sind nur ein paar Beispiele von Spielern, die er mitgeprägt hat.

Mit 49 Jahren sowie der Erfahrung aus zwei Etappen bei den Profis der "Adler" und einer Station bei Estoril räumt Veríssimo ein, dass er heute ein völlig anderer Trainer ist als zu Beginn seines Weges. In diesem Exklusivinterview spricht er über den Spagat zwischen Ausbildung und Ergebnisdruck, die Führung eines Kaders im ständigen Wandel, den Werdegang von Gianluca Prestianni, die Verbindung zu Cheftrainer Marco Silva und die Kunst, junge Spieler punktgenau auf ihre Chance vorzubereiten.

Zugleich blickt er auf seine eigene Reise zurück: Ohne seinen Ehrgeiz zu verbergen, eines Tages wieder auf die ganz große Bühne zurückzukehren, betont Veríssimo, viel stärker im Hier und Jetzt als in der Zukunft zu leben. Er erinnert an einen der schwersten Momente seines Lebens, verrät, was seine Schützlinge in zehn Jahren über ihn sagen sollen, und formuliert eine Liebeserklärung an seinen Sport: "Fußball ist mehr als Wissenschaft – er ist Kunst."

Nélson Veríssimo verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Organisation von Benfica
Nélson Veríssimo verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Organisation von BenficaSL Benfica

Sie begleiten das B-Team von Benfica fast seit der Neuausrichtung des Projekts – zunächst als Co-Trainer, später als Chefcoach. Wie fällt Ihre persönliche Bilanz aus und was hat dieser Weg für Ihre Entwicklung bedeutet?

Ehrlich gesagt verliert man mit der Zeit das Gefühl dafür, wie viele Jahre es schon sind. Ich weiß nur, dass ich großes Glück hatte. Nach einer aus meiner Sicht erfüllenden Profikarriere mit rund 200 Erstligaspielen durfte ich dem Fußball nahtlos verbunden bleiben. Ich erinnere mich noch genau an mein letztes Spiel für Mafra gegen Oriental. Am nächsten Tag endete meine Routine als Spieler. Glücklicherweise meldete sich direkt António Carraça, stellte mir das Projekt der Benfica B-Mannschaft vor und suchte jemanden mit meinem Profil als Co-Trainer.

Der Übergang verlief fließend, fühlte sich aber zunächst merkwürdig an. Mir wurde schnell klar, dass man das Spiel als Trainer völlig anders durchdenken muss als als Spieler. Ich hatte das Privileg, von Fachleuten wie Norton de Matos, Hélder Cristóvão und später Bruno Lage zu lernen. Sie alle gaben mir den Raum, zu beobachten und zu wachsen.

Meine Entwicklung begann allerdings schon vor der Zeit beim B-Team – durch mein Studium und die Trainerausbildung. Der Trainer, der ich heute bin, hat nichts mehr mit dem von damals zu tun. Vergleiche ich mich mit dem Co-Trainer der Anfangstage, ist das wie Tag und Nacht. Man muss Fehler machen dürfen, sich reflektieren und aus Erfahrungen lernen. Erst dann kann man eigene Ideen in die Philosophie von Benfica einbringen.

Ausbildung trifft Profi-Realität

Die B-Mannschaft misst sich im Herrenbereich, besteht aber überwiegend aus Nachwuchstalenten. Prägt die Arbeit mit so vielen jungen Spielern auch den Trainer selbst?

Absolut. Wir werden durch die Menschen und Erfahrungen geprägt, die unseren Weg kreuzen – privat wie beruflich. Die Arbeit mit jungen Spielern bringt eine eigene Dynamik mit sich. Sie kommen voller Träume, Qualität und Potenzial zu uns, haben aber noch einen weiten Weg vor sich. Heutzutage neigen junge Menschen dazu, zu sehr in der Zukunft zu leben, statt im Hier und Jetzt verankert zu sein. Das erfordert einen besonderen pädagogischen Zugang.

Gleichzeitig verändert einen auch die Arbeit mit erfahrenen Profis, die eine ganz andere Reife mitbringen. Das ist keine Einbahnstraße: Ich lerne von jedem Spieler und hoffe, dass sie umgekehrt auch von mir lernen. Eine Mannschaft entsteht durch die Verbindungen untereinander. Der Trainer muss die Individualität jedes Einzelnen verstehen und daraus ein funktionierendes Kollektiv formen. Was letztlich alles zusammenschweißt, sind Ergebnisse – der wöchentliche Wettkampf um Punkte ist der Motor.

Sie haben bereits die erste Mannschaft von Benfica betreut und Estoril in der Primeira Liga trainiert. Haben diese Stationen den Blick auf den Übergang vom Nachwuchs- in den Profibereich verändert?

Sie haben mir vor allem den Unterschied zwischen Theorie und Praxis vor Augen geführt. Ich konnte hautnah erleben, was ein junger Spieler braucht, um auf Topniveau zu bestehen – sei es bei Benfica oder bei anderen Erstligisten. In der B-Mannschaft stehen wir mit einem Bein in der Ausbildung und mit dem anderem im Profifußball. Hier gibt es noch eine gewisse Fehlertoleranz. Im A-Team oder in der 1. Liga zählt dagegen fast ausschließlich die sofortige Leistung.

Nélson Veríssimo beim Training der
Nélson Veríssimo beim Training derSL Benfica

Unsere Aufgabe ist es daher, Trainingsbedingungen zu schaffen, die dem Niveau der Primeira Liga so nahe wie möglich kommen. So bekommen die Spieler das Werkzeug an die Hand, um sofort zu funktionieren, wenn sich das Fenster öffnet. Es geht immer um das Zusammenspiel aus Chance und Bereitschaft. Die Spieler gieren nach ihrer Möglichkeit, müssen dann aber auch auf den Punkt vorbereitet sein. Diese Bereitschaft entsteht durch die tägliche Arbeit. Ein guter erster Eindruck ist entscheidend – er gibt dem Trainer den Impuls, einem Talent ein zweites Mal zu vertrauen.

Anspruchsvoller Sprung zu den Profis

Eine hervorragende Leistung in der 2. Liga garantiert noch keinen Erfolg im A-Kader. Was unterscheidet die beiden Ebenen voneinander?

Sehr wichtig ist das direkte Feedback des Erstliga-Trainerstabs. Es ist eine Sache, wie ein Spieler in der Segunda Liga agiert, und eine völlig andere, wie er sich gegen die Besten behauptet. Meistens fällt das Feedback positiv aus, da unsere Talente neben ihrer Technik auch über die nötige Mentalität verfügen. Dennoch ist der Leistungssprung enorm.

Wir haben Beispiele wie João Neves oder Gonçalo Ramos gesehen, die ihre Chance sofort genutzt haben. Aber der Weg verläuft keineswegs immer linear. Manchmal braucht es eine Zwischenstation auf mittlerem Niveau – wie bei Tomás Araújo, der sich bei Gil Vicente entwickelte und gestärkt zurückkehrte. Wir müssen jeden Fall individuell bewerten: Für manche führt der Weg direkt nach oben, andere benötigen den Umweg über eine Leihe. Beides ist völlig legitim.

Junge Profis stehen heute unter Dauerbeobachtung – auch durch soziale Medien und das Umfeld. Wie steuern Sie die Erwartungen von 18- bis 20-Jährigen, die auf ihren Durchbruch warten?

Das ist eine der größten Herausforderungen. Als Trainer bin ich am Tag vielleicht ein bis zwei Stunden mit den Spielern auf dem Platz. Die restliche Zeit verbringen sie in ihrem privaten Umfeld – bei Familie, Freunden und Beratern mit all deren Erwartungen. Durch die Schnelllebigkeit der Medien vergleichen sich junge Spieler ständig: Sie wissen genau, wer wo spielt, was verdient und welchen Vertrag besitzt.

Unsere Aufgabe ist es, sie auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und den Fokus auf das zu lenken, was sie selbst beeinflussen können: Training, Kraftraum, Ernährung und Regeneration. Das klingt simpel, erfordert aber ständige Arbeit. Einige Spieler sind emotional gefestigt genug, um diesen Weg geduldig zu gehen, andere lassen sich stärker von den Nebengeräuschen ablenken.

Kompliziert wird es auch, wenn Talente nach einer Phase bei den Profis wieder zu uns zurückkehren. Da müssen wir als Organisation sehr feinfühlig sein: Welches Mindset bringt der Spieler mit? Manche verarbeiten das völlig gewohnt, andere interpretieren die Rückkehr fälschlicherweise als Scheitern. Dabei ist es oft schlicht der sinnvollere Schritt für ihre weitere Entwicklung.

Zwischen Ausbildungsauftrag und Siegermentalität

Was bereitet Ihnen persönlich mehr Genugtuung: ein wichtiger Sieg im Ligabetrieb oder die Nachricht, dass einer Ihrer Spieler bei den Profis debütiert?

Man erwartet wahrscheinlich, dass ich das Debüt nenne, aber für mich gehört beides untrennbar zusammen. Wir bilden Spieler für die Spitze aus – und erfolgreich zu sein bedeutet eben auch, zu gewinnen. Mein Ansatz ist die individuelle Entwicklung, aber ich arbeite mit Sportlern, die am Wochenende auf den Platz gehen, um Siege einzufahren. Wenn wir ein Spiel gewinnen und zeitgleich ein Talent den Sprung nach oben schafft, ist das der maximale Erfolg.

In der Liga 2 trifft eine blutjunge Benfica-Auswahl oft auf erfahrene Männermannschaften. Wie bereitet man das Team auf diesen physischen und taktischen Schock vor?

In der Nachwuchsakademie haben die Spieler meist viel Ballbesitz und messen sich mit Gleichaltrigen. In der B-Mannschaft treffen sie plötzlich auf Routiniers. Kürzlich spielten wir gegen Académica gegen Akteure, die altersmäßig die Väter unserer Jungs sein könnten. Oder nehmen Sie Nenê von AFS – ein 41-jähriger Sturmveteran, dem ich nach dem Spiel persönlich zu seiner Einstellung gratuliert habe.

Um die Mannschaft darauf vorzubereiten, erzeugen wir schon im Training gezielt Unbehagen. Die Segunda Liga verzeiht keine Nachlässigkeiten. Erfahrene Gegner lesen das Spiel besser und versuchen manchmal auch, unsere jungen Spieler emotional zu provozieren.

Die B-Mannschaft von Benfica spielt in der zweiten Liga Portugals
Die B-Mannschaft von Benfica spielt in der zweiten Liga PortugalsSL Benfica

In der vergangenen Saison hatten wir die jüngste Mannschaft der Liga und holten erst am 8. Spieltag den ersten Sieg. Wir mussten durch eine hartzusätzliche Lernphase. Strategisch haben wir damals von einem 4-2-3-1 auf ein 5-4-1 umgestellt, um mehr defensive Stabilität zu bekommen – immer in Abstimmung mit dem damaligen Cheftrainer José Mourinho. Das wich zwar von der klassischen Benfica-Struktur ab, war aber notwendig, um den Spielern Halt zu geben und die Klasse zu halten. Am Ende haben wir unser Ziel erreicht.

Flexibilität in der Spielidee

Das System lässt sich also an die Eigenschaften des Kaders anpassen?

Die Grundwerte von Benfica sind unumstößlich: Wir wollen den Ball haben, aktiv sein und hoch pressen. Das ist unsere DNA. Aber innerhalb dieses Rahmens müssen wir flexibel bleiben.

In den letzten Jahren haben wir die Grundordnung immer wieder adaptiert: Vom 4-3-3 über ein 4-2-3-1 bis hin zur Fünferkette in der vergangenen Saison, um den Offensivkräften mehr Freiheit zu geben. Ein Taktikmodell muss sich nach den Spielern richten, nicht umgekehrt. Das geschieht immer in enger Abstimmung mit der sportlichen Leitung und dem Cheftrainer der Profis.

Erkennt man bei einem 18-Jährigen sofort, ob er eine Weltkarriere machen wird?

Nein, der Weg verläuft selten geradlinig. Es gibt Talente, die vom ersten Tag an herausragen und das später bestätigen – wie João Carvalho oder João Neves. Aber es gibt auch Gegenbeispiele wie Alexandre Penetra, die erst auf den zweiten Blick aufblühen.

Ich erinnere mich an Renato Sanches: Sein Debüt für die B-Mannschaft war unterirdisch. Er verlor Bälle, Pässe misslangen. Aber seine Reaktion war bemerkenswert: Er versteckte sich nicht ein einziges Mal, sondern forderte sofort wieder den Ball. Diese Charakterstärke war ein entscheidender Indikator. Auch bei Rúben Dias gab es in der Jugend Phasen, in denen ungewiss war, ob er dieses absolute Topniveau erreichen würde. Entwicklung verläuft nicht linear.

Ein Spieler wie Gianluca Prestianni sammelte bei Ihnen erste Erfahrungen in Europa. Überrascht Sie seine aktuelle Entwicklung bei den Profis?

Überhaupt nicht. Wer seine Qualitäten kennt, ist nicht überrascht. Als er aus Südamerika zu uns kam, brauchte er naturgemäß etwas Eingewöhnungszeit. In der B-Mannschaft zeigte er anfangs sporadisch seine Extraklasse, gegen Ende war er dann der prägende Spieler der Liga. Seine aktuelle Leistung bei den Profis ist die logische Konsequenz seines Potentials und der harten Arbeit. Er macht derzeit sowohl mit als auch ohne Ball den Unterschied aus.

Auch Beispiele wie Banjaqui, José Neto oder Anísio zeigen den übrigen Nachwuchsspielern, dass die Tür zur Profimannschaft offensteht. Es ist ein steiniger Weg – vor 60.000 Zuschauern im Estádio da Luz zu spielen, ist eine andere Welt als vor 1.000 Zuschauern auf Platz 1 des Campus. Aber die Durchlässigkeit ist da.

Prestianni versucht, sich von Borja Sainz und Alberto Costa freizulaufen
Prestianni versucht, sich von Borja Sainz und Alberto Costa freizulaufenREUTERS/Pedro Nunes

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Marco Silva?

Sehr professionell und eng. Obwohl er mitten in der laufenden Saison übernommen hat, zeigt er großes Interesse an der B-Mannschaft und deren Dynamiken. Der Austausch läuft direkt – per Telefon oder über Schnittstellen wie Ricardo Rocha und Simão Sabrosa. Marco Silva war auch schon persönlich bei unseren Spielen vor Ort. Wir verstehen uns als Dienstleister für das A-Team und richten unsere Arbeit darauf aus, die Profis jederzeit optimal zu unterstützen.

20 Jahre Campus und die Benfica-DNA

Was bedeutet die berühmte "Benfica-DNA" für Sie persönlich?

Es bedeutet, sich der enormen Strahlkraft und Geschichte dieses Klubs bewusst zu sein. Benfica steht für eine mutige, mitreißende Spielweise. Mit Ball wollen wir zielstrebig nach vorne spielen, Torchancen kreieren und den Spielern die Freiheit für kreative Lösungen im letzten Drittel lassen. Gegen den Ball streben wir nach sofortiger Rückeroberung durch aggressives Gegenpressing.

Ein früherer Trainer sagte einmal zu mir: "Mein Traum ist es, ein Spiel zu sehen, in dem Benfica ohne Trikots aufläuft – und man das Team trotzdem sofort an seiner Spielweise erkennt." Genau diese Identität versuchen wir zu vermitteln.

Nélson Veríssimo gibt Anweisungen bei einem Training der B-Mannschaft von Benfica
Nélson Veríssimo gibt Anweisungen bei einem Training der B-Mannschaft von BenficaSL Benfica

Sie stehen kurz vor Ihrem 50. Geburtstag. Welcher Mensch und Trainer ist Nélson Veríssimo heute?

Ich fühle mich rundum wohl in meiner Haut. Die Fünfzig bringt eine gewisse Gelassenheit mit sich, aber auch viel Energie. Ich bin heute ein deutlich kompletterer Trainer als zu Beginn meiner Laufbahn. Ich lebe im Hier und Jetzt, genieße die tägliche Arbeit auf dem Platz und verschwende keine Gedanken an ungelegte Eier.

Wie blicken Sie heute auf Ihre zwei Etappen als Chefcoach der Profimannschaft zurück?

Es waren extrem intensive Phasen. Mein zweites Engagement fiel in eine schwierige Zeit für den Verein. Persönlich war es der wohl schwerste Moment meines Lebens: Mein allererstes Training bei den Profis leitete ich an dem Tag, an dem meine Mutter verstorben war. Ich musste meine Emotionen komplett ausblenden, um für die Mannschaft da zu sein.

Rein an Titeln gemessen waren diese Amtszeiten bei Benfica nicht erfolgreich – denn bei diesem Klub zählen nur Pokale. Dennoch gab es sportliche Highlights wie das Erreichen des Ligapokal-Finals oder das Champions-League-Viertelfinale gegen Liverpool. Zudem haben wir Spielern wie Gonçalo Ramos, Tiago Gouveia oder Sandro Cruz zum Durchbruch verholfen, und auch Darwin Nunez hat unter uns den letzten Schritt gemacht. Das gibt mir im Nachhinein ein gutes Gefühl.

Nélson Veríssimo ist Trainer der B-Mannschaft von Benfica
Nélson Veríssimo ist Trainer der B-Mannschaft von BenficaSL Benfica

Auch die anschließende Zeit bei Estoril war eine wertvolle Erfahrung. Der Fußball ist ein schnelles Geschäft – man trennt sich, bleibt aber in bestem Einvernehmen. Dass ich danach zur B-Mannschaft zurückgekehrt bin, war für mich keine Frage des Egos. Es gibt für mich keine Trainer erster oder zweiter Klasse, sondern einfach nur Trainer, die eine Aufgabe mit Leidenschaft ausfüllen.

Wenn Sie in zehn Jahren auf Ihre Zeit auf dem Campus zurückblicken: Was sollen Ihre ehemaligen Spieler über Sie sagen?

Ich hoffe, dass sie mich als jemanden in Erinnerung behalten, der zu ihrer Entwicklung beigetragen hat – nicht nur als Sportler, sondern vor allem als Mensch. Wenn ich ihnen durch Gespräche und Erfahrungen dabei helfen konnte, gute Entscheidungen für ihr Leben zu treffen, habe ich meine Aufgabe erfüllt.

Wenn der Fußball eine Person wäre – was würden Sie ihm sagen?

Ich würde ihm sagen: "Hör niemals auf, Magie zu verbreiten." Fußball ist mehr als reine Wissenschaft – er ist Kunst. Das Spiel lebt von Emotionen, von den Spielern und den Menschen auf den Rängen. Der Fußball hat eine gesellschaftliche Strahlkraft, die weit über den Sport hinausreicht. Wenn wir diese Strahlkraft positiv nutzen, gewinnt die gesamte Gesellschaft.

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