Der Erfolg kommt keineswegs überraschend, schließlich glänzt das Ausnahmetalent – Tochter des ehemaligen Profis Nabil Baha – schon länger durch Frühreife. Bereits bei der U17-Weltmeisterschaft lief sie mit gerade einmal 14 Jahren als jüngste Spielerin des Turniers auf. Auch in der spanischen Liga ist das plötzliche Auftauchen junger Talente keine Seltenheit, doch Baha bricht reihenweise Maßstäbe: Bereits am ersten Spieltag sicherte sie sich bei ihrer Einwechslung den Titel der jüngsten Debütantin der Ligageschichte.
Barcelona befindet sich derzeit in einer Phase des Umbruchs. Nach namhaften Abgängen wie Alexia Putellas oder Salma Paralluelo nutzt der Klub verstärkt den eigenen Nachwuchs, um sich neu zu erfinden. Trotz solidester Finanzen verzichtet Barça auf astronomische Gehaltsschlachten mit der englischen WSL oder investorengeführten Klubs und setzt stattdessen gezielt auf Talente wie Martina González, Carolina Ferrera und allen voran Mayssa Baha.
Pajor & Co. von Baha begeistert
Die Geschichte ihrer Verpflichtung ist dabei fast schon anekdotisch: Im Alter von 13 Jahren wechselte Baha von Málaga nach Katalonien, nachdem die Verantwortlichen von Barça ihren Vater schlicht über Facebook kontaktiert hatten. Nachdem der Verein auf der Suche nach einer langfristigen Lösung für die Mittelstürmer-Position mehrere Anläufe brauchte und im Sommer Platz im Kader frei wurde, schlägt nun die Stunde des jungen Sturmtalents.
Die Rückendeckung im Team ist riesig. Star-Stürmerin Ewa Pajor sparte nicht mit Lob und traut der 15-Jährigen zu, die beste Neun der Welt zu werden. Auch Führungsspielerinnen wie Patri Guijarro und Aitana Bonmatí unterstützen den Teenager nach Kräften. Baha selbst zeigt sich bodenständig und dankbar für die Chance, täglich von den besten Spielerinnen der Welt lernen zu dürfen.
In der Kabine gilt Baha zwar immer noch als "die Kleine", doch ihre Rolle dürfte schnell wachsen. Sollte sie ihre Entwicklung im aktuellen Tempo fortsetzen, wird die Marokkanerin ihre Nachwuchs-Rückennummer 31 wohl schon bald gegen eine der etablierten Nummern in der ersten Mannschaft eintauschen.
