"Da geht es von Null los, und wir möchten gewinnen. Wir wollen uns nicht hintenrein stellen und Angsthasenfußball spielen", sagte Freiburgs Igor Matanovic trotz des 3:0-Vorsprungs vor dem Rückspiel in der Europa League bei Celta Vigo. Ähnlich sehen es die Mainzer mit ihrem 2:0-Polster gegen Racing Straßburg in der Conference League. "Wir müssen mutig sein", sagte Torhüter Daniel Batz dem SWR: "Wir haben keine Angst. Wir wollen nicht auf Ergebnishalten spielen, sondern wir wollen das Spiel gewinnen."
Fünfter Champions-League-Platz winkt
Ziehen beide deutsche Teams ins Halbfinale ein, wäre dies auch ein riesiger Schritt zum möglichen fünften Champions-League-Platz für die Bundesliga in der kommenden Saison. Doch die Gedankenspiele der Spieler gehen eher Richtung Trophäe. "Wenn man da steht, wo wir jetzt stehen, wäre es schlecht, wenn man nicht von etwas Großem träumt", sagte der Mainzer Paul Nebel: "Aber trotzdem müssen wir die Arbeit auf den Platz bringen, damit wir dann auch dahin kommen, was wir uns vorstellen."
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Im "Hexenkessel" Stade de la Meinau warte am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) trotz der Rückkehr der Leistungsträger Nadiem Amiri und Anthony Caci noch ein ganz heißer Tanz. "Das wird ein ganz anderes Spiel", mahnte Trainer Urs Fischer: "Da wird die Stimmung wirklich explosiv sein im Stadion. Da musst du dagegenhalten. Straßburg ist eine Mannschaft, die wirklich zockt, die versucht, übers Spielen zu Möglichkeiten zu kommen." Er rechne "mit einem Feuerwerk von Straßburg ab der ersten Sekunde", es werde deshalb "eine hohe Leidensfähigkeit" brauchen.
Drückt Freiburg den Reset-Knopf?
Selbiges gilt für die Freiburger am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL) im extrem engen Estadio Balaídos. "Wir wissen schon, dass erst Halbzeit ist. Vigo wird zu Hause sicher ein anderes Spiel zeigen", betonte Abwehrchef Matthias Ginter. So ein 3:0-Vorsprung könne "echt gefährlich" sein, warnte Philipp Treu: "Wir wissen, was in Vigo abgehen kann und dass sie dort schon Topteams geschlagen haben." Die schier erdrückende Dominanz aus dem Hinspiel dürfe niemanden blenden.
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Es werde noch "sehr tricky", mutmaßte Trainer Julian Schuster, der einen Tag nach seinem 41. Geburtstag dennoch auf den großen Coup hofft: "Ein Schritt weniger und es geht in eine andere Richtung. Deshalb darf es nicht weniger werden, und wir müssen richtig scharf sein." Und: "Die Kunst ist es, nach solchen Siegen den Reset-Knopf zu drücken". Doch an fehlender Motivation dürfte es angesichts der riesigen sich bietenden Chance ohnehin kaum scheitern.
