DFB Pokal am Freitagabend
18:00 Uhr: Waldhof Mannheim vs. 1. FC Kaiserslautern (Sky/Flashscore-Audioreportage - Kommentar: Stephan Gabele)
18:00 Uhr: SC St. Tönis vs. Eintracht Frankfurt (Sky)
18:00 Uhr: Preußen Münster vs. Karlsruher SC (Sky)
20:45 Uhr: Hansa Rostock vs. VfB Stuttgart (ZDF/Sky/ Flashscore-Audioreportage - Kommentar: Dean Müller)
DFB Pokal LIVE
14:56 Uhr - In den vergangenen Jahren verlief die Pokalhistorie von Hansa Rostock und dem VfB Stuttgart sehr unterschiedlich. Während die Süddeutschen in den letzten Jahren einen rasanten Aufstieg erlebten – von der Vizemeisterschaft 2023/24 über den Pokalsieg 2024/25 bis hin zur erneuten Champions-League-Qualifikation –, schied Rostock in den letzten beiden Spielzeiten jeweils deutlich in der 1. Pokalrunde aus (1:5 gegen Hertha BSC und 0:4 gegen Hoffenheim).
Historisch gesehen ist das Pokal-Duell zwischen den beiden Traditionsvereinen jedoch eng: Während Hansa 2018 noch mit 2:0 gewann, setzten sich die Stuttgarter in den Jahren 2019 und 2020 jeweils knapp mit 1:0 durch.

Personell kann Rostock auf eine eingespielte Mannschaft setzen. Besonders Angreifer Andreas Voglsammer, der mit drei Toren aus zwei Spielen herausragend in die Saison gestartet ist, sowie Neuzugang Bernie Lennemann versprechen Torgefahr. Zudem sorgen die starken Außenverteidiger Niklas Kölle und Florian Bohnert für Stabilität in der Defensive.
Beim VfB Stuttgart gibt es hingegen noch einige Fragezeichen in der Abwehr um Luca Jaquez und Ramon Hendriks sowie bei Jamie Leweling. Dennoch ist die Offensivabteilung der Schwaben rund um Deniz Undav, Neuzugang Dzenan Pejcinovic und Chris Führich extrem hochkarätig besetzt. Offen ist unterdessen die Zukunft von Ermedin Demirovic, der von Galatasaray umworben ist.
Auf dem Papier sprechen alle Vorzeichen für einen souveränen Erfolg des Champions-League-Teilnehmers aus Baden-Württemberg. Doch wenn Hansa Rostock das gewohnte Chaos und die Leidenschaft der ersten Ligawochen im heimischen Ostseestadion auf den Platz bringt, könnte dem VfB eine harte Aufgabe bevorstehen.
VORSCHAU FREITAG - Der VfB Stuttgart möchte im DFB-Pokal an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen, als man erst im Finale dem späteren Pokalsieger Bayern München unterlag. Nach einer soliden Vorbereitung mit Siegen über Teams wie den Premier-League-Klub Everton reisen die Schwaben mit ambitionierten Zielen an die Ostsee.
Alles andere als ungewohntes Terrain, denn bei Hansa Rostock sind die Stuttgarter bereits zum vierten Mal in den letzten zehn Jahren in Runde eins zu Gast. Die Kogge zeigte zum Start der 3. Liga spektakuläre Spiele wie einen 3:2-Sieg gegen Hoffenheim II und ein 3:3-Unentschieden gegen Mannheim. Ob die Rostocker den Bundesligisten ins Straucheln bringen können oder der VfB seiner Favoritenrolle gerecht wird, sehen wir ab 20:45 Uhr.
Zuvor wird es aber bereits richtig heiß: Auch wenn die Paarung zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern heute erst zum 26. Mal ausgespielt wird, so hat die Partie aufgrund der geografischen Nähe und der gegenseitigen Abneigung der Fangruppen eine große Brisanz.
Nicht umsonst hat der DFB mit Robert Schröder einen Bundesliga-Schiedsrichter nach Baden-Württemberg geschickt, das Spiel dürfte sowohl auf den Rängen als auch auf dem Feld immer wieder hitzig werden.
Sportlich aufgeladen ist die Atmosphäre bei Eintracht Frankfurt, das nach einer mehr als durchwachsenen Saisonvorbereitung nach Halt sucht. Die enttäuschende letzte Spielzeit ohne Europa-Qualifikation wirkt nach, im Testspiel setzte es zuletzt ein 0:7 gegen den FC Brentford und die Torhüter-Frage ist mehr als ungeklärt.
Viel zu tun für den neuen/alten Trainer Adi Hütter bei seiner Rückkehr, die er gegen den Oberligisten SC St. Tönis feiern darf. Der Außenseiter vom Niederrhein, der wiederum die ersten beiden Spiele der neuen Saison gewonnen hat, darf aufgrund der DFB-Regularien nicht im heimischen YAYLA-Sportpark spielen, sondern muss auf die Krefelder Grotenburg ausweichen.
Während am Ort früherer Großtaten (1986 gelang Bayer Uerdingen gegen Dynamo Dresden mit 7:3 das "Wunder von der Grotenburg") das alte Pokal-Motto "David gegen Goliath" gelebt wird, ist die Ausgangslage in Münster deutlich knapper: In der vergangenen Saison trafen sich die Preußen und der Karlsruher SC noch zweimal in Liga zwei, nach dem Abstieg in die 3. Liga hat Münster nun das Etikett des "Underdogs" auf seiner Seite.
Da beide Mannschaften mit vier Punkten aus zwei Pflichtspielen aber gut in die Saison gestartet sind, dürfte die Mannschaft des neuen Karlsruher Trainers Maximilian Senft aber gewarnt sein.
