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DFB-Pokal: Bayern schießt Magdeburg ab – Nürnberg verpasst Überraschung in Leverkusen

Aktualisiert
Bischof jubelt nach dem 3:1 mit Torschütze Olise
Bischof jubelt nach dem 3:1 mit Torschütze OliseREUTERS/Kai Pfaffenbach

Titelverteidiger Bayern München hat erwartungsgemäß das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Am Mittwochabend besiegte der Rekordmeister den 1. FC Magdeburg trotz zwischenzeitlichen Ausgleichs mit 6:1 (2:1). Der 1. FC Nürnberg arbeitete an einer Überraschung, verspielte bei Bayer Leverkusen aber ein 2:0 und verlor deutlich mit 2:5 (2:1). Im Zweitliga-Duell zwischen Hannover 96 und dem 1. FC Kaiserslautern setzten sich die Roten Teufel mit 2:0 (1:0) durch.

Bayern München vs. 1. FC Magdeburg 6:1 (2:1)

Inspiriert vom Ballon d'Or für Harry Kane hat der FC Bayern standesgemäß das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Obwohl der frisch gekürte Weltfußballer nur auf der Bank saß, gelang dem Titelverteidiger auch durch einen Doppelpack von Michael Olise ein weitgehend souveränes 6:1 (2:1) gegen den 1. FC Magdeburg – mit einigen Schlampigkeiten und dem zwischenzeitlichen Ausgleich der mutigen Gäste als Schönheitsfleck.

Olise brachte die Münchner früh in Führung (10.), nach dem plötzlichen Ausgleich durch ein Traumtor von Mateusz Zukowski (15.) beruhigte Ismael Saibari, der für Kane die Position der zentralen Sturmspitze eingenommen hatte, umgehend die Münchner Gemüter (21.). Danach fehlte bisweilen die Zielstrebigkeit – ehe erneut Olise mit einem frechen "Panenka" (50., Foulelfmeter) die Weichen auf Sieg stellte. Der eingewechselte Alphonso Davies (70.), Nathaniel Brown (73.) und Santos Daiber (90.+3) hübschten den Sieg weiter auf.

Noten: Bayern vs. Magdeburg
Noten: Bayern vs. MagdeburgFlashscore

"Natürlich ist gegen jeden Gegner ein Stück Arbeit. Aber wir haben sie auf jeden Fall nicht unterschätzt", sagte Tom Bischof in der ARD: "Wir wussten, dass sie kicken können. Am Ende ist es ein hochverdienter Sieg für uns".

Die positive Energie war deutlich zu spüren. Ein herrlicher Pass von Lennart Karl auf Saibari führte zur Führung: Völlig uneigennützig legte der Marokkaner den Ball quer auf Olise, der nur noch einschieben musste. Magdeburg, das gut gegen den Ball arbeitete und jederzeit mutig und oft auch gefährlich nach vorne spielte, ließ sich jedoch nicht beirren und kam durch Zukowskis Sonntagsschuss am Mittwochabend zum Ausgleich.

Nachdem der umtriebige Saibari mit einem schönen Lupfer nach Pass von Olise zur erneuten Führung getroffen hatte, wirkten die Bayern, bei denen Joshua Kimmich erwartungsgemäß erneut nicht im Kader stand, bisweilen etwas zu lasch in ihrem Auftreten. Auch in der Defensive waren sie keineswegs unverwundbar, wenn sich Magdeburg, 1974 Gewinner des Europapokals der Pokalsieger, nach vorne wagte.

Statistiken: Bayern vs. Magdeburg
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Zeugnis dafür: Ein Pfostenschuss von Baris Atik (45.+2) – und weitere gefährliche Aktionen selbst nach dem Strafstoß-Treffer von Olise in die Tormitte. Erst nach dem 4:1, das Karl auflegte, war bei den Gästen die Luft raus.

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Bayer Leverkusen vs. 1. FC Nürnberg 5:2 (1:2)

Der Kapitän geht voran: Bayer Leverkusen hat ein blamables Pokal-Aus dank "Torjäger" Edmond Tapsoba gerade noch abgewendet. Die Werkself drehte einen 0:2-Rückstand gegen den aufmüpfigen 1. FC Nürnberg nach einem Ecken-Doppelpack ihres Kapitäns in ein 5:2 (1:2) und zog zum vierten Mal in Folge ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Der Club von Trainer Miroslav Klose konnte sich für eine starke Leistung nicht belohnen.

Innenverteidiger Tapsoba (41., 49.), Edel-Joker Patrik Schick (70./Foulelfmeter), Jonas Hofmann (78.) und Lucas Vásquez (89.) sorgten für die Wende zugunsten der Werkself, die nach der 0:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückfand – über weite Strecken aber eine dürftige Vorstellung zeigte.

Noten: Leverkusen vs. Nürnberg
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Doch Bayer entwickelt sich immer mehr zur Pokal-Mannschaft: Der Double-Gewinner von 2024 hat in den vergangenen drei Jahren immer mindestens das Halbfinale des Wettbewerbs erreicht. Rafael Lubach (14.) und Sigurd Haugen (30.) ließen den Club von der Überraschung träumen, der Tabellenzweite der 2. Bundesliga konnte aber auch das vierte Pflichtspiel in Serie nicht gewinnen.

"Wir sind nicht gut gestartet. Wenn wir so spielen wie in der zweiten Hälfte, hätten sie keine Chance gehabt", sagte Aleix Garcia: "Wir haben Qualität, die haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt."

Statistiken: Leverkusen vs. Nürnberg
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Bayer war zunächst in der Defensive gefordert, die Nürnberger liefen früh an. Die erste Chance der Partie hatte aber der Favorit: Nathan Tella köpfte nach einer Flanke von Lucas Vázquez nur knapp vorbei (11.). Doch dann wurde Bayer kalt geduscht: Lubach schoss nach schöner Kombination flach aus 18 Metern ein.

Bayer versuchte zu antworten, in der neuformierten Offensive mit Tella in der Sturmspitze fehlte es aber häufig an der richtigen Abstimmung. Nürnberg blieb aggressiv und stellte die Rheinländer vor große Probleme. Und der Club konterte erfolgreich: Nach einem Fehlpass von Garcia schaltete Nürnberg schnell um, Haugen musste nach einem Querpass von William Böving nur noch einschieben.

Bayer wirkte kurz geschockt, bäumte sich aber noch vor der Pause auf: Tella scheiterte freistehend an FCN-Keeper Jan Reichert (40.); bei der anschließenden Ecke drückte Tapsoba den Ball mit der Schulter über die Linie.

Nach dem Seitenwechsel sollten die Leistungsträger Schick und Ibrahim Maza das Offensivspiel der Werkself beleben. Der Favorit drückte sofort mächtig auf den Ausgleich und kam zum 2:2: Tapsoba staubte nach einer Ecke ab. Leverkusen wollte mehr, ein Abschluss von Aleix Garcia wurde in letzter Sekunde geblockt (60.). Schick verwandelte dann einen an ihm verursachten Foulelfmeter sicher. Hofmann traf aus der Distanz, Vásquez per wuchtigem Volley.

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Hannover 96 vs. 1. FC Kaiserslautern 0:2 (0:1)

Sandro Wagner gerät bei Hannover 96 zunehmend unter Druck. Der neue Trainer schied mit dem ambitionierten Fußball-Zweitligisten in der zweiten Runde des DFB-Pokals mit 0:2 (0:1) gegen den 1. FC Kaiserslautern aus. Nach vier Spielen an der Seitenlinie der 96er wartet Wagner weiter auf den ersten Sieg.

Noten: Hannover vs. Kaiserslautern
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Milos Lukovic (14.) und Ivan Prtajin (86.) sorgten für den Achtelfinaleinzug der Lauterer. Wagners Mannschaft war zwar über weite Strecken überlegen, scheiterte aber immer wieder an Gästetorhüter Julian Krahl, der im fünften Pflichtspiel nacheinander ohne Gegentor blieb. Zum fünften Mal in Serie kam Hannover nicht über die zweite Runde hinaus.

Auf den frühen Rückstand antwortete Wagners Elf mit großem Offensivdrang. Ein Treffer in der ersten Halbzeit wurde aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt. Im zweiten Durchgang ließen die Pfälzer weniger zu. Als die Gastgeber doch durchkamen, war Krahl zur Stelle. Dann machte Prtajin den Deckel drauf.

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Statistiken: Hannover vs. Kaiserslautern
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