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"Kennen wir leider alle": Haaland schlägt wieder zu – Baumgartner bleibt optimistisch

Erling Haaland war einmal mehr der Mann des Abends für Manchester City in Leipzig.
Erling Haaland war einmal mehr der Mann des Abends für Manchester City in Leipzig.REUTERS/Annegret Hilse

Der Stich ins Herz durch "Tor-Phantom" Erling Haaland schmerzte noch, als Christoph Baumgartner bereits den Finger in die Wunde legte. RB Leipzig hätte, so der Österreicher, den Champions-League-Kracher gegen das Starensemble von Manchester City "einfach nicht verlieren" dürfen. Da müsse sich sein Team, das nun schwer unter Druck steht, "schon an die eigene Nase fassen und nicht alles rosarot sehen".

Trotz einer über weite Strecken beeindruckenden Vorstellung gegen Haaland und Co. setzte es die dritte Pleite im vierten Auftritt in der Königsklasse, das Weiterkommen ist arg in Gefahr. "Wir sind nicht dumm. Wir können auch rechnen. Viel können wir uns nicht mehr erlauben", sagte Baumgartner nach dem 2:3 (0:1) gegen den englischen Vizemeister.

Dabei hatten die Leipziger Haaland, der sie 2023 beim 0:7 schon per Fünferpack aus der Königsklasse geschossen hatte, bis zu dessen Siegtor in der 78. Minute gar komplett aus dem Spiel genommen. "Das kennen wir ja leider alle. Du hast das Gefühl, ihn im Griff zu haben, und dann ist er einfach da", sagte Baumgartner. In jedem Fall braucht RB nun dringend Siege, Siege, Siege, um unter Europas Besten zu bleiben.

Demichelis bleibt optimistisch

Um jene Erfolge einzufahren, bedarf es laut Baumgartner einer Analyse der Versäumnisse gegen City. Man müsse "ehrlich und hart sein, weil uns auf diesem Niveau dieses Quäntchen einfach ein bisschen fehlt. Wir haben ein super Spiel gemacht und gehen mit null Punkten heim", sagte der 27-Jährige. Am 24. November gegen den RC Lens, der jüngst 1:9 gegen Como 1907 unterging, ist ein Dreier folglich alternativlos.

Zum Match-Center: RB Leipzig vs. Manchester City

Auch danach muss RB in den übrigen Partien der Ligaphase bei Manchester United, gegen Schachtar Donezk und bei Feyenoord Rotterdam weitere Punkte sammeln, um die Playoffs noch zu erreichen. Gelänge der Sprung in die nächste Runde nicht, wäre dies eine herbe Enttäuschung, die sicher auch Trainer Martín Demichelis angelastet werden würde.

Der Argentinier zog aus dem City-Spiel derweil viel Hoffnung für die kommenden Aufgaben. Natürlich, gab Demichelis zu, seien drei von zwölf möglichen Punkten und Platz 29 in der Tabelle "nicht genug". Trotzdem beteuerte der 45-Jährige, er sei "stolz" auf seine Profis. Gerade gegen den Ball habe er die beste Saisonleistung seiner Mannschaft gesehen. Im Vergleich zu den Klatschen beim FC Bayern (1:6) in der Liga und Real Madrid (1:4) vor zwei Wochen bescheinigte Demichelis RB eine Entwicklung.

"Wenn du noch weiter so spielst, kommen die Siege von selbst", prophezeite der Coach. Wahrlich darf es den Leipzigern Mut machen, wie aggressiv sie gegen die Skyblues in die Zweikämpfe gingen und durch Ridle Baku (49.) und Antonio Nusa (61.) zweimal einen Rückstand ausglichen. Mit etwas mehr Effizienz bei der Verwertung ihrer Chancen wäre die Überraschung durchaus möglich gewesen. Und natürlich hätte es geholfen, Haaland in der Schlussphase bei der Hereingabe von Elliot Anderson nicht entwischen zu lassen.

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