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Havertz nach Finalniederlage trotzig: Treffer "bringt jetzt nicht viel"

Aktualisiert
Der niedergeschlagene Havertz läuft an der Trophäe vorbei
Der niedergeschlagene Havertz läuft an der Trophäe vorbeiČTK / DPA / Tom Weller

Kai Havertz hat niedergeschlagen auf die Finalpleite in der Champions League mit dem FC Arsenal reagiert. "Wir können stolz auf die Saison sein. Wir haben die Meisterschaft gewonnen, aber natürlich ist man direkt nach dem Spiel ein bisschen angeschlagen", sagte der frustrierte Havertz bei Sky nach dem 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain.

"Am Ende ist es so gekommen, wie es gekommen ist. Das muss man akzeptieren. Nächstes Jahr versuchen wir es erneut", kündigte der deutsche Nationalspieler an, nachdem er Arsenal früh in Führung gebracht hatte. Dass er wie schon 2021 in einem Champions-League-Endspiel getroffen habe, sei "natürlich ein Top-Gefühl": "Aber trotzdem bringt es mir jetzt nicht sehr viel, muss ich sagen."

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Vorfreude auf WM

Kai Havertz war nach der regulären Spielzeit entkräftet ausgewechselt worden, beim Elfmeterschießen fieberte der Offensivspieler von der Bank aus mit. "Mir fällt es immer schwer, zuzuschauen, anstatt selber da zu stehen", sagte Havertz.

Havertz im Zweikampf mit Willian Pacho
Havertz im Zweikampf mit Willian PachoREUTERS/Bernadett Szabo

Seinen Mitspielern Eberechi Eze und Gabriel, die im Duell vom Punkt vergeben hatten, machte er keinen Vorwurf: "Aber trotzdem Respekt an jeden Einzelnen, der sich da so einen Ball nimmt. Es ist keine einfache Situation, ich weiß es selber. Deswegen kann da jeder stolz auf sich sein."

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Mit Verspätung zum DFB-Team

Trotz der Niederlage wolle er am Sonntag bei einer Parade in London "eine überragende Saison" feiern. Danach geht es zur Nationalmannschaft, mit einer "Riesenvorfreude", wie Havertz zugab: "Ich habe mir schon ein paar Videos auf YouTube angeguckt von den Jungs. Ich kann es kaum erwarten, zu den Jungs zu stoßen. Jetzt ein, zwei Tage nochmal Pause und dann geht es am Dienstag los."

Der frührere DFB-Kapitän Michael Ballack macht sich keine Sorgen um Havertz. Topspieler könnten "auch Negativerlebnisse schnell verarbeiten. Das müssen sie, weil sie es gewohnt sind und es Teil des Jobs ist." Ballack lobte die Leistung des 26-Jährigen: "Er kann nicht mehr machen, als ein wegweisendes Tor zu schießen. Das war erstklassig, er hat wieder mal bewiesen, dass er auf ganz hohem Niveau entscheidende Tore schießen kann."

Havertz hatte Arsenal mit einem schönen Schuss zunächst in Führung gebracht
Havertz hatte Arsenal mit einem schönen Schuss zunächst in Führung gebrachtREUTERS/Angelika Warmuth