Der WAC hat auf seine anhaltende sportliche Krise reagiert. Nach fünf Niederlagen in Folge musste Cheftrainer Thomas Silberberger seinen Posten räumen. Die Entscheidung fiel bereits am Mittwoch nach einem Gespräch mit Vereinspräsident Dietmar Riegler. Mit Manfred Schmid präsentierten die Kärntner unmittelbar darauf einen alten Bekannten als Nachfolger.
Silberberger hatte die Wolfsberger erst im vergangenen Frühjahr in einer schwierigen Situation übernommen. Mit vier Siegen in Serie sicherte er den Klassenerhalt und führte die Mannschaft sogar noch ins Halbfinale des Europacup-Play-offs.
Nach einem vielversprechenden Start in die neue Spielzeit mit einem Sieg gegen Austria Wien und einem Remis gegen Salzburg folgte allerdings der sportliche Einbruch.
Silberberger: „Der Abschied fällt mir alles andere als leicht“
Der scheidende Trainer zeigte sich in einer persönlichen Stellungnahme enttäuscht, aber auch verständnisvoll gegenüber der Entscheidung des Vereins. „Mir ist bewusst, dass die sportliche Entwicklung zuletzt eine Dynamik angenommen hat, die die Entscheidung des Vereins nachvollziehbar macht. Auch wenn ich diese Entscheidung persönlich sehr bedaure, gehört das zum Fußballgeschäft dazu“, erklärte Silberberger.
Besonders der erfolgreiche Abstiegskampf in der vergangenen Saison werde ihm in Erinnerung bleiben. Der Verein sei ihm während seiner Amtszeit ans Herz gewachsen.
Auch Präsident Riegler würdigte die Verdienste des bisherigen Trainers: „Wir sind Thomas zu großem Dank verpflichtet, da er uns in der letzten Saison in einer äußerst schwierigen Situation geholfen und uns vorm Abstieg gerettet hat.“
Aufgrund der jüngsten Ergebnisse habe sich die Vereinsführung dennoch zu einer Veränderung gezwungen gesehen. Neben Silberberger verlassen auch die bisherigen Co-Trainer Hannes Jochum, Jonas Hildebrandt und David Sencar den Klub.
Schmid setzt auf Kommunikation und schnelle Trendwende
Mit Manfred Schmid übernimmt ein Trainer, der den WAC bereits bestens kennt. Der 55-jährige Wiener stand von März 2023 bis Sommer 2024 an der Seitenlinie der Kärntner und führte die Mannschaft in beiden Spielzeiten zum Sieg in der Qualifikationsgruppe der ADMIRAL Bundesliga.
Bei seiner Rückkehr sieht Schmid die Vertrautheit mit dem Verein als entscheidenden Vorteil. „Ich kenne den Verein in- und auswendig. Das ist gerade in dieser Phase ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da sich dadurch die Einarbeitungszeit erheblich verkürzt“, erklärte der neue Cheftrainer.
Seine ersten Tage im Amt will Schmid vor allem für Gespräche mit den Spielern nutzen. „Der Fokus liegt auf offener Kommunikation“, betonte der Wiener. Anschließend gelte die volle Konzentration der Vorbereitung auf das nächste Bundesligaspiel am Samstag.
Unterstützt wird Schmid von Christian Mayrleb und Andreas Biritz. Beide gehörten bereits bei seiner letzten Trainerstation in Hartberg zu seinem Betreuerteam.
WAC-Präsident Riegler ist überzeugt, mit der Rückkehr des ehemaligen Trainers die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Manfred Schmid hat schon mal bewiesen, dass er die Mannschaft nach einer schwierigen Phase auf einen guten Weg bringen kann.“
Nach fünf Niederlagen in Serie soll der neue Trainerstab nun möglichst rasch für die erhoffte Trendwende im Lavanttal sorgen.
