Anlass für den Vorstoß ist der Auftakt der neuen Pokalsaison, in dessen ersten Runden ohne den technischen Assistenten gespielt wird. "In der nun anstehenden 1. Hauptrunde des DFB-Pokals erleben wir den Fußball so, wie er sein sollte: ohne VAR und damit authentisch, unmittelbar und voller Emotionen", heißt es in der Stellungnahme. Das erklärte Ziel der Anhänger: "Diesen Zustand wollen wir dauerhaft zurückhaben und fordern daher die Abschaffung des Video Assistant Referee im deutschen Fußball."
Appell an kritische Vereinsbosse
Wie die Abendzeitung unter Berufung auf ein Rundschreiben der Münchner Südkurve berichtet, zielt die Aktion nicht nur auf die Ränge ab, sondern soll gezielt die Führungsetagen der Klubs ansprechen. Hinter den Kulissen, so das Schreiben, wachse auch bei einigen Funktionären die Unzufriedenheit mit der Technologie. Sogar über Anträge an den DFB zur kompletten Abschaffung oder zumindest einer drastischen Einschränkung des VAR werde intern bereits nachgedacht.
Diesen Funktionären wollen die Fangruppen nun "den Rücken stärken". Öffentliche Schützenhilfe gab es zuletzt bereits vom FC Augsburg, dessen Geschäftsführer Michael Ströll sich klar gegen den Videobeweis positionierte. Ob die Initiative der Fanszene tatsächlich das Ende des VAR im deutschen Profifußball einläuten kann, bleibt vorerst abzuwarten – der Druck auf die Verbände steigt jedoch spürbar.
