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Füllkrug und Dinkci stechen: Werder feiert seine "billigen" Rückkehrer

Dinkci und Füllkrug nach em 1:0
Dinkci und Füllkrug nach em 1:0ČTK / DPA / Carmen Jaspersen

Niclas Füllkrug grinste. Dass ausgerechnet die beiden Rückkehrer das Bremer Weserstadion zum Beben brachten, freute den Torjäger diebisch. "Werder macht es schlau: Verkauft die Spieler für viel Geld und holt sie dann billig zurück", sagte Füllkrug im Doppelinterview am Sky-Mikrofon. Auch Eren Dinkci lachte schelmisch. Die beiden hatten es beim 3:1 (1:0) gegen RB Leipzig allen gezeigt.

Tatsächlich hatte kaum jemand damit gerechnet, dass für Werder Bremen gegen den Champions-League-Klub etwas gehen würde – doch dann legten die Grün-Weißen einen furiosen Auftritt hin und gewannen erstmals seit 13 Jahren wieder das erste Heimspiel einer Saison. Nach dem Fehlstart in Freiburg und der Kritik der vergangenen Tage gelang auch dank der beiden Leihspieler Füllkrug und Dinkci die passende Antwort.

Zum Match-Center: Werder Bremen vs. RB Leipzig

"Beiden hat es mit Sicherheit gutgetan", sagte Trainer Daniel Thioune erleichtert. Insbesondere für Füllkrug freute er sich sehr. Der Ex-Nationalspieler erwies sich vor rund 40.000 Zuschauern nicht bloß als emotionaler Anführer, sondern zeigte das, was Thioune hinterher als "Leading by Performance" beschrieb. Mit ganz viel Einsatzbereitschaft. Und Qualität.

Bremen vs. Leipzig
Bremen vs. LeipzigFlashscore

Für Jubelstürme sorgte aber zunächst Eren Dinkci. Der 24-Jährige, der am Samstag nach zwei Jahren im Breisgau sein Comeback in seiner Geburtsstadt feierte, traf zur frühen Bremer Führung (4.). Füllkrug, der im August nach drei Jahren bei Dortmund, West Ham und Mailand an die Weser zurückgekehrt ist, erhöhte per Distanz-Kopfball aus zwölf Metern zum vorentscheidenden 2:0 (68.).

"Es hat unheimlich viel Spaß gemacht", sagte Füllkrug hinterher: "Das war so ein bisschen die Reaktion, die wir brauchten, so wie es sich gehört."

Nach dem ernüchternden Auftakt in Freiburg in der Vorwoche (1:4) dürfte sich die Stimmung in Bremen nun deutlich aufhellen, schließlich präsentierte sich das Team mit sechs Neuzugängen in der Startelf plötzlich bissig, aggressiv und clever.

Der Prozess, betonte Füllkrug allerdings, sei "noch nicht durch. Genau wie das erste Spiel darf man auch das zweite nicht überbewerten." Dinkci forderte für die nächste Aufgabe beim 1. FC Köln am Samstag "genau dieselbe Intensität. Das ist das A und O momentan. Und dann bin ich zuversichtlich, dass wir auch dort drei Punkte holen können."

Raum sieht verdienten Bremer Sieg

Leipzig hingegen enttäuschte seine mitgereisten Fans, der Mannschaft von Neu-Trainer Martin Demichelis fehlte es fünf Tage vor dem Beginn der Königsklasse bei Como 1907 vor allem an der gewohnten Spritzigkeit und an Ideen – so wurde es nichts mit dem zweiten Sieg im zweiten Bundesliga-Spiel.

"Bremen war eiskalt, war griffig, sie haben ihre Chancen genutzt", sagte Nationalspieler David Raum und stellte seinem eigenen Team kein gutes Zeugnis aus: "Wir haben uns keine guten Chancen rausgespielt, Richtung Tor hat uns auch hier und da ein bisschen die Idee gefehlt."

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