Zum Hauptinhalt springen

"Das war wichtig": Bayer lässt Fehlstart mit Kantersieg über Union vergessen

Leverkusen durfte gegen Union vier Mal jubeln.
Leverkusen durfte gegen Union vier Mal jubeln.Foto von MARIUS BECKER / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Bayer Leverkusen zeigt gegen Union Berlin eine starke Leistung - es feiert seine zwei Argentinier und einen Rückkehrer.

Rückkehrer Moussa Diaby ließ sich ausgelassen vor der Nordkurve feiern, der erleichterte Trainer Carles Martínez schloss im Bauch der BayArena mit breitem Grinsen seine Ehefrau Maria in die Arme. Die Stimmung bei Bayer Leverkusen ist wieder gelöst - nach dem absolut überzeugenden 4:0 (2:0) gegen Union Berlin am Samstag war das blamable 2:3 zum Auftakt beim Neuling SV Elversberg so gut wie vergessen.

Dass Diaby wieder da ist, heizte die Party beim Einkaufsmeister (160 Millionen Euro Transferausgaben) noch mehr an. "Das war wichtig für die Mannschaft und für das Selbstbewusstsein. Dafür, dass wir gezeigt haben, dass wir wirklich Ziele haben diese Saison", sagte Torschütze Ibrahim Maza bei Sky. "Und dafür, dass der erste Spieltag nur ein Ausrutscher war."

In der spielstarken Elf von Trainer Martínez setzten sonst zwei Argentinier die Akzente: Ezequiel Fernández und Facundo Medina erzielten ihre Premierentore in der Bundesliga - sie sicherten Bayer die ersten Punkte. Der Sieg "war wichtig, ohne Frage", sagte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes, der Vize-Weltmeister Medina ein "gutes Spiel" bescheinigte. Trainer Martínez zeigte sich "sehr glücklich" und betonte: "Wir haben die Mentalität gezeigt, die wir brauchen."

Zum Match-Center: Bayer Leverkusen vs. Union Berlin

Traumstart nach 43 Sekunden

Die Rheinländer bogen schon nach 43 Sekunden auf die Siegerstraße ein, als Fernández zur frühen Führung traf. Medina (28.) erhöhte für den Europa-League-Teilnehmer, Patrik Schick (48.) und Maza (66.) besorgten den Endstand. Diaby kam in der 67. Minute ins Spiel.

Die Berliner warten auf ihren ersten Ligasieg - in der Vorwoche hatten sich die Eisernen ein 3:3 gegen Eintracht Frankfurt erkämpft. Am Samstag war ein Sieg für die harmlosen Köpenicker nie in Reichweite.

Bayer hatte noch einmal ordentlich auf dem Transfermarkt zugeschlagen - und die rechte Seite mit Diaby und Guela Doué für 60 Millionen Euro aufgerüstet. Während Doué noch angeschlagen fehlte, nahm Flügelstürmer Diaby zunächst auf der Bank Platz. Medina gab in der Innenverteidigung sein Startelf-Debüt.

Diaby sorgt für Ekstase

Die Leverkusener starteten perfekt ins Spiel. Miguel Gutierrez kratzte eine abgefälschte Flanke von der Linie und gab nach innen, wo Fernández nach nur 43 Sekunden zur Führung einschob. Bayer blieb brandgefährlich, Maza (6.) und Schick (9.) scheiterten an Union-Keeper Frederik Rönnow.

Die Berliner kamen in der Folge etwas besser in die Partie, ohne wirklich gefährlich zu werden. Bayer kontrollierte das Spielgeschehen. Vor allem der Linksverteidiger Gutierrez schaltete sich immer wieder offensiv ein - er bereitete auch das 2:0 vor: Eine starke Flanke des Spaniers köpfte Medina wuchtig ein. Kurz zuvor war Schick mit einem Kopfball noch an der Latte gescheitert (28.). Bayer blieb spielfreudig, verpasste es aber, vor der Pause das 3:0 zu erzielen.

Das gelang kurz nach dem Seitenwechsel, als Schick einen Querpass von Jarell Quansah locker einschob. Bayer verwaltete den Vorsprung in der Folge clever, der auffällige Maza traf sehenswert. Als Diaby ins Spiel kam, wurde es mächtig laut in der BayArena.