Bayern nach Punktverlusten im Angriffsmodus: "Werden auf dem Platz reagieren"

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Der FC Bayern will im Spitzenspiel gegen Hoffenheim ein Ausrufezeichen setzen.
Der FC Bayern will im Spitzenspiel gegen Hoffenheim ein Ausrufezeichen setzen.REUTERS/Fabian Bimmer

Mit den zwei überraschenden Rückschlägen in der Liga wollte sich Vincent Kompany vor dem Topduell gegen die Mannschaft der Stunde erst gar nicht groß beschäftigen. "Jetzt", betonte der Trainer des FC Bayern, "werden wir genau das machen, was wir immer machen: Wir werden auf dem Platz reagieren." Da ist es Kompany auch egal, dass es am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) ausgerechnet gegen die aktuell bärenstarke TSG Hoffenheim geht.

Auch Torwart Manuel Neuer, dessen Einsatz fraglich ist, schaltete vor dem Spitzenspiel gegen den seit sieben Partien ungeschlagenen Tabellendritten, vor dem die Münchner um Torjäger Harry Kane bangen, trotzig in den Angriffsmodus. "Wenn ich in die Gesichter der Kollegen schaue, dann ist das ein gutes Zeichen, dass wir wieder angreifen wollen", sagte der Kapitän.

Zum Match-Center: FC Bayern vs. TSG Hoffenheim

Kompany und Neuer wissen, dass ein dritter Ausrutscher nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg und dem 2:2 beim Hamburger SV beim erfolgsverwöhnten Rekordmeister zu erster leichter Unruhe in dieser Saison führen könnte. Noch ist eine Krise nicht in Sicht. Es fühle sich "nicht so an, als würden wir in einer schlechten Phase stecken", sagte Nationalspieler Jonathan Tah bei Sky mit Nachdruck. Es herrsche der Geist vor, "dass wir jeden Gegner schlagen können. In dieser Saison ist alles drin für uns."

Immerhin waren die Münchner froh, dass sie in dieser Woche nach dem Stresstest im Januar mit sieben Spielen etwas durchatmen konnten. Man könne, meinte Sportvorstand Max Eberl, "vom Kopf her mal abspannen, mal runterfahren" und "die Akkus aufladen".

Auch Torjäger Harry Kane soll rechtzeitig wieder fit sein. Er ist am Freitag nach einer Erkältung wieder ins Training zurückgekehrt. Sein Einsatz wäre wichtig – zumal die Bayern auf einen Gegner in Topform und mit großem Selbstvertrauen treffen. "Wenn wir die Leistung der vergangenen Wochen zeigen, können wir etwas holen", sagte Stürmer Andrej Kramaric, der die zweite TSG-Teilnahme an der Champions League anstrebt: "Wir haben den besten Kader seit zehn Jahren." Die TSG wolle "Großes erreichen".

Baumann bei Hoffenheim im Fokus

Das wollen auch die Münchner in den kommenden Monaten. Da trifft es sich gut, dass sich einige Personalfragen langsam klären. Serge Gnabry verlängerte am Donnerstag bis 2028, Abwehrchef Dayot Upamecano soll nach monatelangem Hin und Her zeitnah folgen. Und auch mit Kane (Vertrag bis 2027) haben erste Gespräche begonnen, bei Neuer soll nach dessen 40. Geburtstag Ende März Klarheit herrschen.

Gegen Hoffenheim ist allerdings noch unklar, ob der Weltmeister von 2014 dabei sein kann. Der 39-Jährige konnte am Freitag nicht trainieren. Sein Einsatz sei fraglich. Jonas Urbig steht als Ersatz bereit.

Damit würde auch das Duell von Neuer mit Oliver Baumann ausfallen. Der ist zwar die Nummer eins in der deutschen Nationalmannschaft, doch wegen der Verletzung des etatmäßigen Neuer-Erben Marc-André ter Stegen waren in den vergangenen Monaten immer wieder Stimmen laut geworden, Neuer ins DFB-Team zurückzuholen.

"Das Thema nervt ein bisschen", sagte allerdings Torwart-Legende Sepp Maier diese Woche bei Sport1. Man müsse vielmehr "nach vorne schauen. Die Mannschaft braucht Ruhe, Vertrauen und Klarheit. Oliver Baumann ist die Nummer eins, dahinter gibt es weitere gute Torhüter. Wir sind nicht hilflos."

Der FC Bayern schon gar nicht.