Ob die Kraichgauer diese Chance gegen den 21-maligen türkischen Meister um den deutschen Nationaltorwart Alexander Nübel nutzen können, erscheint allerdings fraglich. Das TSG-Stadion in Sinsheim dürfte fest in türkischer Hand sein, und Besiktas ist als Tabellenzweiter der heimischen Liga gut in die Saison gestartet. Ganz im Gegenteil zum Bundesliga-Vorletzten aus Hoffenheim, der die zurückliegenden drei Pflichtspiele inklusive des Europacup-Starts bei OFI Kreta (0:2) verloren hat.
"Wir haben nicht den Saisonstart hingelegt, den wir wollten, den wir uns vorgestellt haben. Wir haben zu wenig Punkte für die eigentliche Leistung", äußerte TSG-Kapitän Oliver Baumann: "Und trotzdem muss man sagen: Die Leistung hat am Ende nicht zu 100 Prozent gereicht für viel mehr Punkte. Das ärgert mich schon extrem, das ärgert uns alle."
Match-Center: TSG Hoffenheim vs. Besiktas Istanbul
Ohne Hajdari und Wimmer in Istanbul
Um den Ärger nicht noch größer werden zu lassen, appelliert Geschäftsführer Andreas Schicker an den Zusammenhalt. "Es ist ganz wichtig, dass wir geschlossen bleiben. Wir müssen die Dinge hinterfragen, aber nicht von unserem grundsätzlichen Weg abweichen", sagte der Österreicher: "Die Situation ist natürlich nicht angenehm - da müssen wir nichts schönreden."
Den Einzug eines Schlendrians als Folge des guten Abschneidens in der vergangenen Saison will Schicker nicht erkannt haben. "Wir machen es uns nicht zu gemütlich", antwortete der Sportchef auf die Frage nach einem Comeback der altbekannten Hoffenheimer Wohlfühloase: "Die Mannschaft weiß sehr gut, in welcher Situation wir uns befinden."
Das unterstrich auch der in Istanbul aufgewachsene TSG-Verteidiger Ozan Kabak. "Das wird ein heißes Spiel. Aber wir sind bereit", sagte der türkische Nationalspieler: "Ich habe keine Sorgen. Wir werden eine Reaktion zeigen, gute Ergebnisse kommen sicher bald." Ilzer betonte, dass "wir die Last der zurückliegenden Niederlagen hinter uns lassen wollen". Verzichten muss der Coach auf Albian Hajdari und Patrick Wimmer.
