Dass es für die stark ersatzgeschwächte Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis nicht zu einem Überraschungserfolg gereicht hatte, lag vor allem am schlechten Spiel der Special Teams. "Überzahl, Unterzahl, wenn du da einen schießt, dort einen verteidigst, dann bist du dran", sagte Moritz Seider, "das war eiskalt der Unterschied."
Während die Finnen ihre ersten beiden Powerplays zu Toren nutzten, blieb das Team von Bundestrainer Harold Kreis in zehn Minuten Überzahl ohne Erfolg.

Lediglich zwei Großchancen durch NHL-Stürmer Joshua Samanski brachte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zustande. "Wenn Josh die Scheibe über die Linie drückt, stehen wir da, und alles ist gut", sagte Seider, "dann haben wir diese Unterhaltung gar nicht."
Match-Center: Finnland vs. Deutschland
Keine neue Problematik
Dass es mit einem Mann mehr oder weniger auf dem Eis nicht gut läuft, ist nicht neu. Schon bei der WM vor einem Jahr in Dänemark hatte die deutsche Mannschaft doppelt so viele Tore in Unterzahl kassiert, wie in Überzahl selbst erzielt. Bei Olympia in Mailand hatte vor allem das Penalty Killing geschwächelt.
"Wenn wir eine Lösung parat hätten, hätten wir die Dinger reingemacht", meinte Seider, "hoffentlich haben wir nächstes Mal einen besseren Plan und ein bisschen mehr Scheibenglück."
Am Sonntag (20:20 Uhr/ProSieben und MagentaSport) gegen Lettland wäre das ein oder andere Überzahltor hilfreich, denn ein Sieg ist Pflicht, wenn die deutsche Mannschaft das angestrebte Ziel Viertelfinale erreichen will.
