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NHL Weekly: Torhüter-Schock in New York, leere Ränge in Vegas und ein Riesen-Hotdog

In Montreal landete ein unerwarteter Gegenstand auf dem Eis.
In Montreal landete ein unerwarteter Gegenstand auf dem Eis.NHL.com

Eine ereignisreiche NHL-Woche liegt hinter uns – vollgepackt mit spektakulären Geschichten. Wer sammelte die meisten Punkte? Welcher Schlussmann ragte heraus? Was ging in den sozialen Netzwerken viral, und wer lief zur Höchstform auf? Das erfährst du in unserer Montagsrubrik "NHL Weekly".

Produktivster Spieler der Woche

Auston Matthews ist zurück! Nach einer verletzungsgeprägten Seuchen-Saison, in der er mit 27 Toren und 53 Punkten in 60 Spielen persönliche Tiefstwerte hinnehmen musste, präsentiert sich Torontos US-Star wieder in absoluter Topform.

In zwei von drei Partien glänzte er mit jeweils vier Scorerpunkten und schloss die Woche mit einer überragenden Bilanz von drei Toren und sechs Vorlagen ab – ein Schnitt von drei Punkten pro Spiel. Beim 5:4-Erfolg nach Verlängerung gegen Nashville erzielte er nicht nur den Siegtreffer, sondern verbuchte auch einen Wert von +3 in der Plus-Minus-Bilanz.

Torhüter der Woche

Der US-Olympiateilnehmer Jake Oettinger im Trikot von Dallas glänzte auf ganzer Linie: In drei Spielen kassierte er lediglich einen einzigen Gegentreffer aus dem laufenden Spiel heraus und hielt die angriffsstarken Teams aus San Jose und Buffalo komplett schadlos.

Erst Connor Dewar (Pittsburgh) konnte ihn überwinden – da war Oettinger bereits seit 166 Minuten und 54 Sekunden ohne Gegentor geblieben, was eine neue persönliche Bestmarke bedeutet.

Mit 58 Paraden bei 59 Schüssen schraubte er seine Fangquote auf überragende 98,3 Prozent hoch. Zum Vergleich: In der gesamten Vorsaison verbuchte er vier Shutouts. Nun hat er diese Marke nach nicht einmal zwei Wochen bereits zur Hälfte erreicht.

Highlight der Woche

Noch unter der Woche war Igor Shesterkin der gefeierte Held in New York: Beim 5:1-Sieg gegen Tampa Bay erzielte er als erster Torhüter der Rangers-Historie selbst ein Tor. Nur wenige Tage später steuerte er beim 4:2-Erfolg gegen Utah einen Assist bei. Damit hat er vorübergehend zwei Punkte mehr auf dem Konto als Floridas prominenter Sommer-Neuzugang Brady Tkachuk. Zu Recht zeichnete die NHL den Russen als ersten "Spieler der Woche" aus.

Doch dann die Hiobsbotschaft: Im Spiel gegen Washington am Freitag verletzte er sich am Knie. Die bitter Diagnose: Saisonaus. Für die Rangers ist das der denkbar schwerste Schlag.

Erschwerend kommt hinzu: Auch Ersatzkeeper Joonas Korpisalo fällt mit einer Verletzung noch rund vier Wochen aus. Die Gerüchteküche brodelt bereits: Kommt jetzt der mürrische Connor Hellebuyck? (Im Netz sorgt derzeit eine Website für Schmunzeln, die sekundengenau anzeigt, wie viel Geld Hellebuyck durch seinen Streik verliert – worüber wohl alle lachen können, nur nicht der langjährige Jets-Schlussmann.)

Sollte Hellebuyck kommen, stünde New York vor einem Luxusproblem für die nächste Saison, da beide Torhüter hochdotierte Verträge bis 2031 besitzen. Vorerst übernimmt der talentierte 24-jährige Dylan Garand die Verantwortung. Vor der Saison absolvierte er erst drei NHL-Einsätze. An seiner Seite steht Spencer Martin.

Für Garand waren es turbulenten zwei Wochen: Erst auf die Waiver-Liste gesetzt, zog er kurzfristig beim Farmteam in Hartford ein, übernachtete einmal – und wurde umgehend zurück in den NHL-Kader berufen. Bei seinem ersten Start feierte er direkt einen 2:0-Shutout gegen Detroit. Die Chancen stehen gut, dass die Rangers ihm vertrauen, bis Korpisalo zurückkehrt.

Dennoch bleiben viele Optionen offen: Auf dem Free-Agent-Markt wartet noch Petr Mrázek, und es wird gemunkelt, dass Veteran Jonathan Quick aus dem Ruhestand zurückkehren könnte. In der AHL parken zudem mit Vítek Vaněček (Islanders) und David Rittich (New Jersey) zwei bewährte Kräfte.

Statistik der Woche

Das Donnerstagsspiel zwischen Vegas und Toronto (4:3 n.V.) sahen 15.977 Zuschauer. Damit war die T-Mobile Arena erstmals seit dem NHL-Einstieg der Golden Knights vor neun Jahren nicht ausverkauft. Eine beeindruckende Serie von 354 Hauptrunden- und 66 Playoff-Spielen in Folge geht damit zu Ende.

In den sozialen Netzwerken saß der Frust bei vielen Fans tief: "Ich hatte sieben Jahre lang eine Dauerkarte, aber zuletzt war ich nur noch drei Mal pro Saison da. Es ist einfach zu teuer geworden und die An- und Abreise ist mühsam. Oder ich werde einfach alt", kommentierte Fan "Tommy Vegas" auf X. Viele Anhänger machen vor allem die gestiegenen Ticketpreise und die allgemeinen Lebenshaltungskosten für den Besucherrückgang verantwortlich.

Aus den sozialen Netzwerken

Eigentlich wollte Cam Talbot seine Karriere nach der vergangenen Saison beenden. Mit 39 Jahren hätte ihm das niemand verübelt. Doch dann flatterte das Angebot aus Columbus herein – und der Kanadier hängte noch ein Jahr dran. Was für logistische Probleme das mit sich bringt, erzählte er schmunzelnd dem Columbus Dispatch.

"Ich dachte, ich höre auf, also haben wir uns einen Hund angeschafft. Jetzt haben wir einen drei Monate alten Welpen, der im Hotelzimmer sitzt. Es ist verrückt – ich glaube, meine Frau bringt mich bald um!"

Sportlich lief es immerhin nach Maß: Beim 3:2-Sieg nach Penaltyschießen gegen Pittsburgh feierte Talbot sein Debüt für die Blue Jackets. Damit schrieb er NHL-Geschichte: Er ist der erste Torhüter überhaupt, der für neun verschiedene Teams ein Spiel absolviert und gewonnen hat (NY Rangers, Edmonton, Philadelphia, Calgary, Minnesota, Ottawa, Los Angeles, Detroit und Columbus).

Foto der Woche

Kurioses Szene in Montreal: Während einer Werbepause im letzten Drittel des Spiels zwischen den Canadiens und Detroit (1:0 n.P.) versuchten die Heimfans, einen riesigen aufblasbaren Hotdog in ein ebenso großes Plastikbrötchen zu manövrieren. Das Spektakel geriet jedoch außer Kontrolle: Ein Teil des XL-Gummigebäcks landete auf dem Eis und traf sogar einige Spieler.

So etwas sieht man in der NHL nicht jeden Tag.
So etwas sieht man in der NHL nicht jeden Tag.NHL.com

"Es war verrückt! Ich musste mir wirklich den Mund zuhalten, weil ich gefühlt der Einzige im Team war, der gelacht hat. So etwas habe ich noch nie erlebt, aber die Fans hatten ihren Spaß – und das ist schließlich die Hauptsache", schmunzelte Montreals Verteidiger Kaiden Guhle gegenüber The Athletic nach seinem ersten Saisonspiel.

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