Winnipeg Jets 3:4 (OT) Boston Bruins
In der vierten Minute der Overtime traf Peterka nach einem Zuspiel des tschechischen Starstürmers David Pastrnak. Der 24-Jährige, der im Sommer von den Utah Mammoth zu Sturms Bruins gewechselt war, hatte bereits beim 3:0 zum Saisonstart gegen die Rangers sein erstes Tor für seinen neuen Klub erzielt.
"Er ist großartig, seit Tag eins kommt er immer mit einem Lächeln", sagte der ehemalige Bundestrainer Sturm über Peterka, "er liebt die Stadt, er liebt die Mannschaft, und er liebt es, mit David zu spielen. Es gibt einen guten Grund, warum wir ihn geholt haben, nicht weil er Deutscher ist, sondern weil er ein richtig guter Eishockeyspieler ist."
Die Jets erwischten zwar den besseren Start, gerieten dann aber durch Treffer von Hampus Lindholm und Rookie James Hagens ins Hintertreffen. Nach einem munteren Hin und Her schien Mario Ferraro die Kanadier mit seinem Führungstreffer im zweiten Drittel bereits auf den Siegespfad gesteuert zu haben. Der Schwede Elias Lindholm erzwang mit dem Ausgleich zum 3:3 98 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit die Verlängerung.
Detroit Red Wings 0:2 New York Rangers
Leer ging dagegen Nationalmannschaftskapitän Seider aus. "Ich denke, wir haben die zweite Hälfte des ersten Drittels und das zweite Drittel bestimmt", sagte der Verteidiger, "aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Und im letzten Drittel waren wir immer ein, zwei Pässe davon entfernt, etwas geschehen zu lassen."
Ex-Kapitän Dylan Larkin wurde von den eigenen Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert empfangen, da sein Wechselwunsch das Klima im Team belastet. Auf dem Eis passte sich das Spiel der Hausherren der Kulisse an: Sean Durzi brachte die gastierenden New York Rangers früh im Powerplay in Führung und ebnete damit den Weg für einen recht ungefährdeten Arbeitssieg der Blueshirts.
Der 25-jährige Seider verbuchte mit 25:16 Minuten die meiste Eiszeit aller Feldspieler, stand auch beim entscheidenden 0:2 des Finnen Eeli Tolvanen 76 Sekunden vor Schluss auf dem Eis, als Detroit den Torhüter herausgenommen hatte.
Zum eigentlichen Matchwinner der Partie avancierte jedoch Rangers-Rookie-Keeper Dylan Garand. Der 24-Jährige, der erst vor wenigen Tagen über die Waiver-Liste geschickt worden war und wegen einer Verletzung von Joonas Korpisalo zurückgerufen werden musste, entschärfte alle 22 Schüsse der Wings.
Vegas Golden Knights 3:4 Anaheim Ducks
Die Anaheim Ducks erwischten in der T-Mobile Arena einen absoluten Traumstart und zogen den Vegas Golden Knights bereits früh den Stecker. Mit einer eiskalten Chancenverwertung schraubten Beckett Sennecke, Alex Killorn, Jeff Malott und Schweden-Star Leo Carlsson das Ergebnis bis zum zweiten Drittel auf eine komfortable 4:0-Führung hoch.
Während Noah Warren bei seinem NHL-Debüt direkt seinen ersten Karrierepunkt verbuchen konnte, sah Vegas-Goalie Carter Hart bei den Gegentreffern nicht gut aus.
Wer die Golden Knights kennt, weiß jedoch, dass man sie niemals zu früh abschreiben darf. Begünstigt durch eine missglückte Offside-Challenge der Ducks blies Vegas im Schlussabschnitt zur Aufholjagd: Shea Theodore, Tomas Hertl und Braeden Bowman verkürzten die Partie im Hexenkessel von Las Vegas noch einmal auf 3:4. Am Ende rettete Ducks-Schlussmann Lukas Dostal mit 27 Saves den knappen Vorsprung über die Zeit und bescherte den Enten einen geglückten Saisonauftakt.
Carolina Hurricanes 2:5 Washington Capitals
Die Washington Capitals haben den Carolina Hurricanes im Lenovo Center das erste Heimspiel vermiest. Neuzugang Alex Tuch zeigte sofort, warum die Caps ihn im Sommer mit einem Megavertrag ausgestattet hatten: Mit einem Doppelpack im ersten Drittel schoss er die Gäste früh auf die Siegerstraße. Cole Hutson legte nach, ehe Jakob Chychrun im zweiten Spielabschnitt per gewaltigem Schlagschuss im Powerplay sogar auf 4:0 erhöhte.
Carolina fand gegen eine bissige Washingtoner Mannschaft kaum wirksame Mittel. Zwar konnten Sebastian Aho und Logan Stankoven Ergebniskosmetik betreiben, doch Ryan Leonard antwortete postwendend auf den ersten Canes-Treffer.
Dallas Stars 0:4 St. Louis Blues
Die St. Louis Blues feierten einen überzeugenden Einstand in die neue Spielzeit und beendeten die beeindruckende Auftaktsieg-Serie der Dallas Stars nach sechs Jahren. Bereits nach 94 Sekunden zappelte der Puck im Netz der Hausherren, als Neuzugang Mason McTavish bei seinem Debüt gedankenschnell abstaubte. Im zweiten Drittel nutzte Dalibor Dvorsky einen Abstimmungsfehler der Stars-Hintermannschaft aus und schraubte das Ergebnis auf 2:0 hoch.
Dallas rannte in der Folge verzweifelt an, scheiterte aber immer wieder am glänzend aufgelegten Blues-Goalie Joel Hofer. Der Kanadier parierte alle 25 Torschüsse souverän und feierte seinen bereits neunten NHL-Shutout. Auch das Comeback von Stars-Star Tyler Seguin nach schwerer Knieverletzung konnte die Niederlage nicht mehr abwenden. Zwei späte Empty-Net-Treffer von Jimmy Snuggerud und Pius Suter besiegelten schließlich den verdienten Auswärtserfolg für St. Louis.
