Der dreimalige Vezina-Trophy-Gewinner war zu Saisonbeginn vom Team auf unbestimmte Zeit suspendiert worden, nachdem er dem Trainingslager ferngeblieben war. Hellebuyck hatte in der Offseason trotz eines laufenden Kontrakts einen Trade gefordert. Dabei befand er sich erst im dritten Jahr seines 2023 unterzeichneten Siebenjahresvertrags über 59,5 Millionen US-Dollar.
Mit dem Wechsel endet die Suspendierung für den 32-Jährigen. Er stößt zu einem Devils-Team, das mit einer Bilanz von 6-4-0 und zuletzt zwei Siegen in Folge solide gestartet ist. Winnipeg steht ohne seinen Star-Goalie derzeit bei einer 4-3-3-Bilanz.
Sinkende Formkurve und olympischer Triumph
Hellebuycks Leistungen schwankten zuletzt stark: In der Saison 2024/2025 stellte er mit einem Gegentorschnitt von 2,00, acht Shutouts und 47 Siegen noch persönliche Karrierebestmarken auf und führte die NHL an. Die darauffolgende Spielzeit verlief für ihn jedoch enttäuschend. Eine Fangquote von 89,5 Prozent bedeutete den schwächsten Wert seiner Karriere, während der Gegentorschnitt von 2,86 so hoch lag wie seit der Saison 2020/2021 (2,97) nicht mehr.
Sein absolutes Highlight feierte der US-Amerikaner hingegen auf internationaler Bühne: Er führte das Team USA zum ersten olympischen Eishockey-Gold seit dem legendären "Miracle on Ice" von 1980. Bei den Winterspielen dominierte Hellebuyck das Turnier und war mit einer Fangquote von 95,6 Prozent sowie einem Gegentorschnitt von 1,18 der überragende Torhüter des Turniers. Den historischen Triumph krönte er im Finalspiel gegen Kanada, als er beim 2:1-Sieg 41 von 42 Schüssen entschärfte.
Ende einer Ära in Winnipeg
Aufgrund des langen Restvertrags stieß Hellebuycks Wechselwunsch in der Öffentlichkeit auf erhebliche Kritik. ESPN-Experte Michael Wilbon fand deutliche Worte: "Ich würde ihm und seinem Agenten klar sagen: Wir haben dir diesen Vertrag gegeben. Du willst einen Trade? Dann fahr zur Hölle."
Damit geht in Winnipeg eine Ära zu Ende. Seit Hellebuyck 2016 die Rolle des Stammtorhüters übernahm, erreichten die Jets in sieben von zehn Spielzeiten die Stanley-Cup-Playoffs – der größte Erfolg war der Einzug ins Conference-Finale 2018. In seinen elf Jahren im Trikot der Jets verbuchte er insgesamt 345 Siege (bei 208 Niederlagen und 55 Overtime-Niederlagen). Höhepunkte waren die überragende Saison 2024/2025 (56-22-4) und der damit verbundene erste Gewinn der Presidents’ Trophy in der Franchise-Geschichte.
Bereits im August hatte Hellebuyck seine Wechselabsichten öffentlich formuliert: "Ich glaube, dass ein Neuanfang für mich und meine Familie der beste Weg nach vorne ist." Dieser Neuanfang beginnt für ihn nun in New Jersey.
