Am Donnerstag treffen sich die Chefs der europäischen Verbände in Berlin, um über das weitere Vorgehen im FIFA-Machtkampf zu beraten. Neuendorf plädiert für die Aufstellung eines Gegenkandidaten bei der Wahl im März 2027 in Rabat/Marokko. Dieser müsse nicht unbedingt ein europäischer sein, sondern könne auch von einer anderen Konföderation kommen. Die Frist für die Nominierung einer Alternative läuft am 18. November ab.
Infantino habe an der FIFA-Spitze eine Kultur etabliert, "die eines grundlegenden Wandels bedarf", sagte Neuendorf, der seit dem "Fall Balogun" bei der WM einen Kurswechsel vollzogen hat: "Wir können aber nicht den Bock zum Gärtner machen. Es kann nicht sein, dass derjenige, der die heutigen Zustände zu verantworten hat, den dringend nötigen Reformprozess steuert."
UEFA, AFC und CONCACAF gegen Infantino
Vor dem gescheiterten WM-Investorendeal, der Infantino in Bedrängnis gebracht hat, hatte der DFB ein Unterstützerschreiben für die Wiederwahl des FIFA-Chefs verweigert. Weitere Schritte würden im Präsidium beraten, hieß es.
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Die Europäische Fußball-Union (UEFA), der asiatische Verband AFC sowie die Konföderation für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) haben sich im Machtkampf gegen Infantino positioniert. Schon jetzt erscheint aber sicher, dass die drei oppositionellen Kontinentalverbände nicht alle ihre Mitglieder hinter sicher vereinen können. Infantino stellte zuletzt Reformbereitschaft sowie Auszahlungen aus den FIFA-Reserven an die Mitgliedsverbände in Aussicht und verkleinerte damit die Angriffsfläche.
