Für Clayton ist es im fünften Finale bereits der vierte Tagessieg gewesen. Nach Nacht 10 ist es zudem der zweite Tagessieg in Folge. Dies gelang 2026 zuvor nur Littler, der die Nächte 7 und 8 gewann. Für den Engländer ist es im vierten Finale die erste Niederlage.
Zum Match-Center: Luke Littler vs. Jonny Clayton
Littler erwischte einen herausragenden Start und sicherte sich direkt eine 2:0-Führung. Im Anschluss ließ er jedoch auf 80 und 20 Rest aus und erlaubte Clayton so das Rebreak. Der Waliser wurde stärker und ging selbst mit einem Break in Führung, ehe Littler wieder ausglich.
Es war jedoch Clayton, der die Oberhand behielt und von schlechtem Scoring Littlers profitierte. So gab es ein beinahe müheloses Break zum 4:3 und anschließend ein von vorne weg gespieltes Match. Im zehnten Leg ließ der Weltmeister 62 Rest aus und erlaubt Clayton so drei weitere Matchdarts.
Auch nach Woche 11 ist Clayton (29 Punkte) Tabellenführer, dahinter setzt sich Littler (24 Punkte) als klarer Verfolger ab. Weiterhin auf Play-off-Plätzen sind Gerwyn Price (19 Punkte) und Michael van Gerwen (16 Punkte). Erster Verfolger der Play-off-Plätze ist jetzt Luke Humphries (13 Punkte), der sich vor Gian van Veen (12 Punkte) und Stephen Bunting (11 Punkte) geschoben hat. Josh Rock (8 Punkte) schließt langsam wieder auf.
Humphries-Aufholjagd verpufft
Im ersten Halbfinale kam es zum Duell der beiden besten Spieler der Weltrangliste: Nummer 1 Littler traf auf Nummer 2 Humphries. Der 6:5-Sieg von "The Nuke" wurde einmal mehr zum Beweis, dass einem Statistiken keine Matches gewinnen. Der Weltmeister war in sämtlichen Kategorien unterlegen, doch der Anwurfvorteil machte am Ende den Unterschied. Mit Averages im dreistelligen Bereich lieferten sich beide Spieler aber ein insgesamt hochklassiges Match.
Einen Leistungsabfall zeigte dann das zweite Halbfinale, als Clayton trotz eines Average von 87,96 mit 6:5 gegen Rock gewann. In einem ausgeglichenen Match verpasste der Nordire jedoch zu viele Doppel und war im Decider dann zu spät gefährlich.
Littler erneut ausgebuht
Auch wenn seine Auseinandersetzung mit van Veen bereits zwei Wochen her ist, musste Littler von Anfang an feststellen, dass ihm das Publikum in Rotterdam noch nicht ganz vergeben hat. Im Viertelfinale gegen Price kam er erneut mit einem Pfeifkonzert auf die Bühne. Zudem wurden gute Würfe des "Iceman" bejubelt, während der amtierende Weltmeister nur bei Würfen, die ihr Ziel verfehlten, Jubel bekam. Im Verlauf des Abends wurde es weniger, hörte aber nie ganz auf.
Sportlich ließ sich Littler in dieser Woche aber weniger irritieren als noch in Brighton. Zwar ging es mit Breaks hin und her, aber zwei 124er-Checkouts waren ein solider Start in den Tag. Gegen Price reichte es zu einem 6:3-Sieg.
Lokalheld van Veen musste bereits in der 1. Runde die kurze Heimreise antreten. Gegen Humphries fand er kaum zu seinem Spiel und war im Average klar unterlegen. Der Engländer spielte 100,51 im Average und konnte sich so drei Breaks erspielen. Van Veen reichte bei der 2:6-Niederlage auch ein Rebreak zum 2:2 nichts.
Auch der zweite Niederländer kam nicht über sein Auftaktmatch hinaus. Gegen Clayton verlor van Gerwen klar mit 2:6. Zwar gelangen dem Rekordsieger zwei Ton-plus-Finishes, doch dafür ließ er in entscheidenden Momenten aus. "The Ferret" beendete das Match schließlich mit einem "Big Fish" – dem 170er-Checkout.
Das deutlichste Ergebnis des Viertelfinals gab es zum Abschluss als Josh Rock ein klares 6:1 über Stephen Bunting bejubeln durfte. Beide Spieler kamen auf Averages von über 100 (Bunting: 104,81, Rock: 102,55), aber der Nordire war auf die Doppel deutlich präziser. Seine 50 % stachen die 14,29 % von "The Bullet" klar aus.
