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Wade gewinnt Flanders Darts Trophy – Erster European-Tour-Titel seit 2016

James Wade
James WadePDC Europe/Jenny Segers

Nach über zehn Jahren ist James Wade einmal mehr ein Titelträger auf der European Tour. Im Endspiel der Flanders Darts Trophy setzte sich der 11-malige Major-Sieger mit 8:4 gegen seinen englischen Landsmann Ross Smith durch.

Wades illustre Karriere umfasst Major-Titel, World-Series-Events und Floor-Turniere, doch auf der European Tour war lange Stille. "The Machine" gewann 2014 die Gibraltar Darts Trophy und 2016 das European Darts Matchplay. Danach? Zwei Finals in 2018, viele Absagen, häufige Nichtqualifikation – und immer wieder frühes Ausscheiden. In Antwerpen hat Wade seine lange Durststrecke nun beendet.

Zum Match-Center: Ross Smith vs. James Wade

Wade erwischte den besseren Start und nutzte es aus, dass Smith 67 Rest nicht checken kann. "The Machine" breakte zum 1:0, kassierte nach schlechtem Scoring aber sofort ein Rebreak. Es blieb lange ein enges Match, in dem beide Spieler trotz Averages von rund 95 nie in Scoring-Phasen kamen. Als Smith bei 64 Rest erneut ausgelassen hat, sicherte sich Wade ein weiteres Break und schließlich ein weiteres zum 6:3.

Spät nahm das Match dann doch noch an Niveau zu – in den letzten fünf Legs fielen sechs 180er –, Smith checkte 123, aber ein Comeback gelang dem "Smudger" nicht mehr. Damit verpasste der Weltranglisten-14. im vierten Eurotour-Finale 2026 den dritten Titel. Smith gewann zuvor die International Darts Open und die Hungarian Darts Trophy.

Schindler schwach – Springer und Clemens mit Pech

Durch Absagen durfte Martin Schindler in Antwerpen erst in der 2. Runde einsteigen. Mit Rob Cross erwischte die deutsche Nummer 1 aber ein schweres Los – und machte es sich mit seiner Leistung auch nicht einfacher. Mit einem Average von 84,67 und nur 26,67 % auf die Doppel blieb "The Wall" weit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Cross reichte bei nahezu identischer Doppelquote ein Average von 92,98 zum 6:4-Sieg.

Niko Springer begann bereits in der 1. Runde. Sein 6:1 gegen Host Nation Qualifier Jaimy Jacobs war aber der schwachen Leistung des Belgiers zu verdanken. Springer spielte mit einem Average von 81,51 und nur 17,14 % auf die Doppel selbst extrem schwach und verbesserte sich auch in der 2. Runde kaum.

Gegen Nathan Aspinall gab es einen Average von 88,78 und 33,33 % auf die Doppel. Beides sollte bei einer Glanzleistung des Engländers aber kaum eine Rolle spielen. "The Asp" überragte mit einem 3-Dart-Schnitt von 105,99 und traf zudem 6/7 Versuche auf Doppel (85,71 %) – 6:1.

Ein gutes Wochenende erwischte Gabriel Clemens. Der einstige WM-Halbfinalist rutschte kurzfristig ins Teilnehmerfeld nach und spielte zwei Average im 90er-Bereich. Gegen Gian van Veen war 98,81 und 42,86 % als Doppelquote aber nicht genug. Der WM-Finalist war mit 101,54 und 60 % noch ein Stück besser und gewann 6:3. Mit 6:4 besiegte der "German Giant" in der 1. Runde noch Cameron Menzies.