Die österreichischen Volleyball-Herren haben beim zweiten Turnier der CEV European League in Tallinn die erhoffte Reaktion auf die Auftaktniederlagen gezeigt. Gegen Kosovo setzte sich die Auswahl von Teamchef Adam Swaczyna souverän mit 3:0 (25:19, 25:18, 25:12) durch und feierte damit den ersten Erfolg der laufenden Kampagne.
Nach den Niederlagen gegen Finnland und Montenegro beim Heimturnier in Schwechat präsentierte sich Österreich deutlich verbessert. Von Beginn an kontrollierte die ÖVV-Auswahl das Geschehen und ließ den Kosovaren kaum Möglichkeiten, ins Spiel zu finden.
Starker Block und effiziente Offensive
Besonders die Arbeit am Block und in der Verteidigung legte den Grundstein für den Erfolg. Österreich setzte den Gegner früh unter Druck und überzeugte gleichzeitig mit einer hohen Effizienz im Angriff. Topscorer der Partie waren Lukas Glatz und Paul Buchegger mit jeweils elf Punkten. Dahinter reihten sich Paul Nusterer und Mathäus Jurkovics mit jeweils neun Zählern ein.
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Vor allem im dritten Satz demonstrierte die ÖVV-Auswahl ihre Überlegenheit eindrucksvoll. Die Kosovaren kamen lediglich auf zwölf Punkte, während Österreich die Partie nach nur 69 Minuten Spielzeit souverän beendete.
Swaczyna blickt bereits auf Estland
Teamchef Adam Swaczyna zeigte sich nach dem ersten Sieg zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben gut begonnen, waren gut am Block und in der Verteidigung. Im zweiten Satz war es dann enger, ehe wir im zweiten Teil des Satzes wieder das Kommando übernahmen. Im dritten haben wir schließlich dominiert“, analysierte der ÖVV-Coach.
Lange Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht. Bereits am Sonntag wartet mit Gastgeber Estland die nächste Herausforderung.
Geburtstagskind Nusterer warnt vor nächstem Brocken
Für Paul Nusterer hatte der Erfolg eine besondere Bedeutung. Der ÖVV-Spieler feierte am Samstag seinen 21. Geburtstag und durfte sich über ein gelungenes Geschenk freuen.
„Ein besseres Geburtstagsgeschenk kann man sich nicht wünschen“, sagte Nusterer nach dem Spiel. Gleichzeitig hob er die Leistungssteigerung gegenüber den ersten beiden Partien hervor: „Wir sind gut in die Partie gestartet, haben gut geblockt und gut verteidigt. Auch im Angriff waren wir recht effizient und haben gut serviert. Das Ergebnis entspricht unserer Leistung.“
Mit Blick auf das Duell gegen Estland erwartet Nusterer jedoch eine deutlich schwierigere Aufgabe: „Estland wird am Sonntag ein harter Brocken. Sie spielen auf einem ähnlichen Niveau wie Finnland, daher müssen wir eine ganz starke Leistung zeigen.“
Mit dem ersten Sieg im Gepäck reist Österreich nun jedenfalls mit neuem Selbstvertrauen in das Duell mit dem Gastgeber und darf weiter auf wichtige Punkte in der European League hoffen.
ÖVV-Damen lassen Georgien keine Chance
Österreichs Damen haben in der CEV European League bereits den zweiten Sieg im laufenden Bewerb eingefahren. Beim Turnier in Kriens ließ die Mannschaft von Teamchef Roland Schwab Georgien keine Chance und setzte sich nach einer überzeugenden Vorstellung in nur 76 Minuten mit 3:0 (25:19, 25:18, 25:16) durch.
Nach der Auftaktniederlage gegen die Slowakei und dem klaren 3:0-Erfolg über Island feierten die EuroVolley-Fighterinnen damit bereits ihren zweiten Sieg und bleiben im Kampf um die erstmals über die European League vergebenen EM-Tickets voll im Rennen.
Schaberl führt Österreich zum Erfolg
Von Beginn an kontrollierte die ÖVV-Auswahl das Geschehen und setzte den Gegner konstant unter Druck. Überragende Akteurin auf österreichischer Seite war Kora Schaberl, die mit 20 Punkten einmal mehr ihre Offensivqualitäten unter Beweis stellte und zur entscheidenden Spielerin der Partie avancierte.
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Starke Unterstützung erhielt sie von Diana Vavrek, die auf der Diagonalposition zum Einsatz kam und zehn Punkte beisteuerte. Vavrek rückte für Anamarija Galić ins Team, die nach einer Fingerverletzung im Training noch nicht wieder vollständig matchfit war.
Österreich bestimmte das Spielgeschehen über alle drei Sätze hinweg und ließ Georgien kaum Möglichkeiten, für Spannung zu sorgen.
Entscheidungsspiel gegen die Schweiz wartet
Entsprechend zufrieden zeigte sich Teamchef Roland Schwab nach dem Schlusspfiff. „Das war ein stabiles Spiel von uns. Angeführt von Kora Schaberl, die uns in der Offensive getragen hat. Diana Vavrek hat von Beginn an auf der Diagonale gespielt und Anamarija Galić ersetzt, die sich diese Woche im Training am Finger verletzt hat und noch nicht matchfit war. Wir haben alle drei Sätze kontrolliert“, bilanzierte Schwab.
Bereits am Sonntag wartet mit Gastgeber Schweiz die nächste Herausforderung. Die Bedeutung der Partie ist dem ÖVV-Team bewusst.
„Jetzt haben wir den zweiten Sieg eingefahren. Gegen die Schweiz erwartet uns ein cooles Match in einer tollen Halle, die ausverkauft sein wird. Es geht praktisch um die Chance, weiter im Rennen zu bleiben“, blickte Schwab voraus.
Mit dem überzeugenden Erfolg gegen Georgien haben sich die österreichischen Damen jedenfalls eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das richtungsweisende Duell mit den Gastgeberinnen erarbeitet.
