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BVB setzt mit Sieg im Top-Spiel ein "Ausrufezeichen" in der Tabelle

Der BVB befindet sich in guter Laune
Der BVB befindet sich in guter LauneREUTERS/Heiko Becker

Borussia Dortmund geht als Tabellenführer in die Länderspielpause. Ist der Traumstart doch mehr als eine Momentaufnahme?

Ole Book konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ob es in dieser Saison nicht doch etwas werden könnte mit einem offenen Meisterschaftskampf, wurde der Sportdirektor von Borussia Dortmund gefragt. Jetzt, wo der BVB endlich zurück ist an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga.

"Wir sollten nicht schon auf den Mai gucken", mahnte Book nach dem bestandenen Härtetest beim VfB Stuttgart. Schließlich, fügte er lachend an, kenne er "zumindest eine Mannschaft in Deutschland, die auch gewisse Ansprüche auf den Titel hat".

Der FC Bayern aber ist aktuell nur Verfolger – und der BVB nach 1212 ewig langen Tagen: Wieder mal Tabellenführer. Nach dem 1:0 (0:0) in Stuttgart, nach vier Siegen aus vier Spielen zum Saisonstart liegt die Mannschaft von Trainer Niko Kovac zwei Punkte vor dem großen Rivalen und Titelfavoriten aus München.

Tabellenspitze Bundesliga
Tabellenspitze BundesligaFlashscore

Das Ganze sei erstmal "nur eine Momentaufnahme", betonte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken zwar, "aber wir brauchen keinen Hehl daraus machen, dass sich das ganz gut anfühlt".

Spielbericht: Stuttgart vs. Dortmund

Überzeugung ist groß

Wie so vieles beim aktuellen BVB. Da wäre etwa die Selbstverständlichkeit, mit der die Dortmunder diesen Saisonstart bestritten haben. Auch in Stuttgart, wo über weite Strecken der Partie offensiv nur sehr wenig klappte, schien nie jemand ernsthaft an einem Sieg zu zweifeln.

Statistiken zum Spiel
Statistiken zum SpielFlashscore

Diese "breite Brust", die Kovac schon vor der Reise in den Süden angepriesen hatte, gepaart mit einer gnadenlosen Effizienz und hohen Widerstandsfähigkeit, hat den BVB nun dahin geführt, wo er zuletzt nach dem 33. Spieltag 2022/23 gestanden hatte: auf Platz eins.

Die Mannschaft wirke derzeit "extrem stabil", lobte Book. Der Sieg gegen den VfB, immerhin Champions-League-Teilnehmer und mit entsprechenden Ambitionen in die Saison gestartet, sei "ein Ausrufezeichen" gewesen, meinte Kovac. Zumal er in Person von Maximilian Beier (70.) von einem Spieler herbeigeführt wurde, der alles andere als eine leichte Woche hinter sich hatte. Auch das: ein Sinnbild des aktuellen BVB.

Jubel von Maxi Beier
Jubel von Maxi BeierREUTERS/Heiko Becker