Sandro Wagner kann seine Rückkehr auf den Fußballplatz kaum erwarten, am Montag legt er endlich los. "Ich freue mich total auf die Aufgabe", sagt der neue Trainer vor dem Start seiner kniffligen Comeback-Mission bei Hannover 96.
Wagners Auftrag hat es in sich: Der Ex-Nationalspieler soll den Traditionsklub schnellstmöglich wieder nach oben führen.

"Natürlich", sagt Wagner, habe er "genau überlegt, was mein nächster Schritt im Fußball sein soll." Am Ende kam er zu dem Schluss, "dass wir hier mit der richtigen Energie sehr viel Gutes bewegen und erreichen können".
96 sei "ein Klub mit Wucht – mit einer großen Tradition, einer sehr lebendigen Fankultur und einem erfolgshungrigen Umfeld".
Match-Center: Hannover vs. Bochum
Chance auf Rehabilitation
Wagner. Allein der Name verspricht Glanz und Glamour für die 2. Bundesliga, einige sprechen schon vom Comeback des Jahres von jenem Ex-Profi, der 2023 mit Unterhaching in die 3. Liga aufstieg, der sich danach seine Sporen als Co-Trainer von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann verdiente, der 2025 in Augsburg allerdings nach elf Spieltagen (sieben Punkte) auch recht unehrenhaft entlassen wurde.
"Im Gespräch hat er deutlich gemacht, dass er daraus gelernt hat", sagte Klubboss Martin Kind der Bild-Zeitung. Der Aufsichtsratschef schwärmte schon von Wagner, bevor der Deal am Wochenende endgültig festgezurrt wurde.
Wagner war in Hannover nach dem Rauswurf von Christian Titz von Beginn an der Top-Kandidat. "Er ist optimistisch, hat Strahlkraft, Persönlichkeit", sagte Kind: "Ich denke schon, dass er Spieler überzeugen und mitnehmen kann."
Für Wagner ist sein Trainer-Comeback eine große Chance, doch der Druck in Hannover ist ebenfalls groß – schließlich träumt der ambitionierte Traditionsverein seit dem Abstieg 2019 von der Rückkehr in die Bundesliga.
"Was uns extrem überzeugt hat, war, dass er sich wirklich intensiv mit Hannover 96, unserem Kader und dem bisherigen Saisonverlauf auseinandergesetzt hatte und so in den Gesprächen außergewöhnlich gut vorbereitet war", sagte Sportvorstand Jonas Boldt. Wagner sei "ein Typ, der akribisch arbeitet und für die Aufgabe brennt".

