Infantino hatte bei der mit Spannung erwarteten Council-Sitzung des Fußball-Weltverbandes am Donnerstag um Entschuldigung gebeten, aber wichtige Fragen offengelassen. Er rief in der Sitzung zur Einheit auf und bekräftigte, dass Fußball für alle und überall da sei. Der FIFA-Präsident war infolge seines gescheiterten Investorenvorhabens massiv unter Druck geraten.
FIFA plant Milliardenfonds für Mitgliedsverbände
Die FIFA bestätigte, dass ein sogenannter Entwicklungsfonds für die 211 Mitgliedsverbände in Höhe von 6,35 Milliarden US-Dollar aus ihren Rücklagen eingerichtet und bei der Sitzung im Dezember finalisiert werden soll. Im nächsten Vierjahreszyklus erhielte jeder Mitgliedsverband damit rund 25 Millionen US-Dollar (etwa 22 Millionen Euro), bisher waren es zehn Millionen US-Dollar. Eine ähnliche Forderung hatte zuvor unter anderem die UEFA gestellt.
Blatter hält das Vorgehen Infantinos für durchschaubar. "Im Fußball gilt wie in der Kirche: Glaubwürdigkeit lässt sich nicht erkaufen", schrieb der Schweizer.
