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Trotz Finals-Frust: Frankreich-Star Wembanyama schickt Kampfansage an die NBA

Victor Wembanyama auf einer Pressekonferenz in der Preseason der San Antonio Spurs
Victor Wembanyama auf einer Pressekonferenz in der Preseason der San Antonio SpursRonald Cortes / GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Die schmerzhafte Niederlage in den NBA-Finals gegen die New York Knicks wirkt bei Victor Wembanyama immer noch nach. Der französische Superstar der San Antonio Spurs gab offen zu, nach dem verpassten Titel im Juni bis heute manchmal unter Schlafproblemen zu leiden. Dennoch blickt der 22-Jährige voller Tatendrang nach vorne – und schickt eine deutliche Warnung an die Konkurrenz.

„Wir kämpfen um den Spitzenplatz auf dem Gipfel“, erklärte Wembanyama am Montag selbstbewusst. „Wir müssen jeden aus dem Weg räumen, der sich uns entgegenstellt.“

Für den Ausnahmekönner auf der Center-Position war das Erreichen der Finalserie in seiner erst dritten NBA-Saison ein Meilenstein. Dass sich die Spurs den Knicks am Ende nach fünf Spielen geschlagen geben mussten, dient dem ehemaligen Nummer-1-Pick nun als Extra-Motivation: "Ich kann mir keinen besseren Ansporn vorstellen. Wir sind in einer großartigen Position – voller Hoffnung, ehrgeizig und bereit. Wir haben in der vergangenen Saison den Westen gewonnen und wollen dieses Jahr nicht weniger erreichen. Unser Ziel ist die Bestplatzierung und der Kampf um die Spitze."

Dass der Weg zurück an die Spitze mentalkräftezehrend ist, verhehlt der Franzose nicht. "Es gibt Emotionen, die man durchleben und teilweise alleine verarbeiten muss. Manchmal fällt das Einschlafen schwer. Aber irgendwann akzeptiert man, dass man da durch muss. Wir stellen uns diesen Gefühlen und der Realität, dass 100 Spiele vor uns liegen."

Sportlich hat sich "Wemby" längst in der Elite etabliert. In der vergangenen Saison wurde er zum Defensive Player of the Year gekürt und sicherte sich zum dritten Mal in Folge den Liga-Höchstwert bei den Blocks. Zudem verbuchte er mit durchschnittlich 25,0 Punkten und 11,5 Rebounds pro Spiel Karrierebestwerte, ergänzt durch 3,5 Assists, 3,1 Blocks und 1,1 Steals.

Wembanyama: "Überraschen werden wir niemanden mehr"

Besonders die intensive Playoff-Phase mit 22 Spielen hat den 22-Jährigen reifen lassen. "Man spürt, dass man etwas von großer Bedeutung durchmacht. Ich habe noch nie so viele Spiele oder Minuten absolviert, aber wir haben uns durchgebissen. Allein durch diese Erfahrung bin ich in einer besser Form, als ich es je hätte erwarten können."

In der kommenden Spielzeit wechseln die Spurs nun von der Rolle des Jägers in die des Gejagten – eine Rolle, die Wembanyama begrüßt: "Es fühlt sich an, als wären wir genau dort, wo wir hingehören. Die Erwartungen sind hoch. Wir werden jeden Abend auf Gegner treffen, die ihr bestes Basketball zeigen wollen. Überraschen werden wir niemanden mehr."

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