Detroit Pistons 116:94 Orlando Magic
Orlando brach wie schon in Spiel sechs, als das Team von Trainer Jamahl Mosley eine 24-Punkte-Führung und das Weiterkommen noch aus der Hand gab, nach einem guten Start ein. Im dritten Viertel zog Detroit davon, die Magic kamen nicht mehr zurück. Auch der starke Alleinunterhalter Paolo Banchero (38 Punkte) konnte das Aus nicht verhindern.
Bei den Pistons, bestes Team der Hauptrunde der Eastern Conference, überzeugten vor allem Cade Cunningham (32) und Tobias Harris (30). Bei Orlando kam Moritz Wagner, der erstmals seit Spiel zwei der Serie wieder eingesetzt wurde, auf fünf Zähler, Tristan da Silva blieb ohne Punkte.
Das Fehlen von Franz Wagner machte sich nicht nur in der Offensive bemerkbar. Sein Gegenspieler Cade Cunningham drehte nach der Verletzung des Berliners mit über 30 Punkten im Schnitt auf. Nach Spiel vier musste Wagner mit einer Wadenzerrung aussetzen.
Cleveland Cavaliers 114:102 Toronto Raptors
Im Conference-Halbfinale wird Detroit auf die Cleveland Cavaliers um den deutschen Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder treffen. Auch die Cavs haben ihre Fans bis aufs Äußerste strapaziert, bevor sie im alles entscheidenden Game 7 gegen die Toronto Raptors den Sack endgültig zumachten. Beim 114:102-Sieg steuerte der Braunschweiger von der Bank zwei Punkte, einen Assist und einen Rebound bei. Dabei blieb die Serie ihrem Gesetz treu: In allen sieben Partien verließ am Ende die Heimmannschaft das Parkett als Sieger.
Der Mann des Abends war zweifellos Jarrett Allen, der unter den Körben aufräumte, als gäbe es kein Morgen. Mit 22 Punkten egalisierte er seinen Playoff-Karrierebestwert und krallte sich zusätzlich unfassbare 19 Rebounds. Zusammen mit dem gewohnt treffsicheren Donovan Mitchell (ebenfalls 22 Punkte) und einem routinierten James Harden, der 18 Zähler beisteuerte, bildete Allen das Rückgrat eines Teams, das im entscheidenden Moment kühlen Kopf bewahrte.
Dabei sah es lange Zeit gar nicht nach einer Party für die Cavs aus. Die Raptors, angeführt von einem starken Scottie Barnes (24 Punkte) und RJ Barrett (23 Punkte), dominierten die erste Halbzeit fast nach Belieben und lagen zwischenzeitlich zweistellig in Führung. Cleveland wirkte zunächst verkrampft, traf kaum einen Distanzwurf und musste zusehen, wie Toronto die erste Playoff-Teilnahme seit 2022 mit purer Energie krönen wollte. Doch dann folgte ein 15-minütiger Sturm, der alles veränderte.
Mit einem fulminanten 49:21-Lauf zwischen dem zweiten und dritten Viertel drehten die Cavaliers die Partie komplett. Plötzlich fielen auch die Dreier durch Harden, Strus und Tyson, während Allen offensiv wie defensiv den Ton angab. Aus einem Neun-Punkte-Rückstand wurde im Handumdrehen ein komfortabler 19-Punkte-Vorsprung. Nun wartet auf Cleveland im Halbfinale der Eastern Conference ein echtes Schwergewicht: Am Dienstag geht es zum Top-Seed nach Detroit.
