Zum Hauptinhalt springen

ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 8. Runde

ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 8. Runde
ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 8. RundeČTK / imago sportfotodienst / Yigit Oerme

Nach der langen Länderspielpause setzte Rapid gleich ein Ausrufezeichen beim Meister, während die Austria weiter feststeckt – die 8. Runde hatte es in sich. Nach der Länderspielpause ging es in der ADMIRAL Bundesliga 2026/27 direkt mit einem echten Hit weiter: Rapid nutzte den Schwung und setzte sich an die Spitze, während Red Bull Salzburg im direkten Duell mit dem GAK Federn ließ. Dazu ein Torfestival in Hartberg, ein überfälliger Befreiungsschlag in Altach und eine Austria, die ihre Krise einfach nicht abschütteln kann.

TOP – Rapid gewann den Gipfel beim amtierenden Meister

In der Vergangenheit geriet der Rapid-Motor nach Länderspielpausen oft ins Stocken, dieses Mal kam Rapid so gestärkt zurück und holte sich beim LASK einen wichtigen 2:0-Auswärtssieg. In der ausverkauften Raiffeisen-Arena in Linz blieb es lange torlos, ehe Ercan Kara nach der Pause die Führung besorgte (58.). Den Schlusspunkt setzte Einwechselspieler Claudy Mbuyi mit der ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung bei einem Konter (82.). Zuvor hatte sich der LASK über eine VAR-Entscheidung geärgert, als ein vermeintlicher Führungstreffer von Saša Kalajdžić in der ersten Halbzeit zu Recht aberkannt wurde.

 

 

Für den LASK war es die erste Heimniederlage gegen Rapid seit 2021 und bereits die zweite Saisonniederlage – die Linzer liegen nun fünf Punkte hinter dem neuen Spitzenreiter. Rapid dagegen zog mit dem siebten Saisonsieg an Red Bull Salzburg vorbei, das am Vortag gegen den GAK nur zu einem 0:0 gekommen war und führt die Tabelle nun mit drei Punkten Vorsprung an. Aktuell scheint sich die Geduld, die Johannes Hoff Thorup bekommen hat, auszuzahlen: "Ich bin mehr mit der Leistung zufrieden als mit den drei Punkten. Der LASK ist eine der besten Mannschaften in der Liga. Das war ein großer Schritt für uns als Team. Wichtig ist, ich habe eine Gruppe von Spielern, die pushen wollen, das ist das Mindset, das wir wollen."

 

FLOP – Die Austria kam nicht vom Fleck und verlor gegen Sturm

Die Krise beim FK Austria Wien reißt nicht ab: Gegen Sturm Graz setzte es eine 0:2-Heimniederlage, obwohl die Veilchen über weite Strecken auf Augenhöhe agierten. Oumar Diakite war einmal mehr der Unterschiedsspieler und erzielte beide Treffer der Grazer – zunächst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45+1.), ehe er in der 55. Minute einen vom VAR empfohlenen Elfmeter selbst verwertete. 

 

 

Trainer Stephan Helm sah die Entscheidung in Details begraben: „Wir müssen in der einen oder anderen Situation klarer unser Tor verteidigen und abgeklärter sein. Dann können wir ein Spiel länger offen halten und vielleicht selbst in Führung gehen." Mit nur sieben Punkten aus acht Spielen (zwei Siege, ein Remis, fünf Niederlagen) liegt die Austria auf Rang zehn – von der angepeilten Meistergruppe ist das violette Team damit weit entfernt.

 

TOP – Altach gelang der wichtige Befreiungsschlag

Nach fünf Liga-Niederlagen in Serie durfte Altach endlich wieder jubeln: Gegen den WAC gewannen die Vorarlberger deutlich mit 3:0 und übergaben damit die Rote Laterne an die Kärntner. Ousmane Diawara eröffnete den Torreigen früh (6.) und legte nach der Pause auch den dritten Treffer nach (49.), dazwischen erhöhte Benjamin Böckle (13.). Richtig hitzig wurde die Partie in der Schlussphase: WAC-Verteidiger Simon Piesinger sah in seinem 250. Bundesliga-Spiel wegen einer Notbremse Rot (44.), ehe auch Altachs Mike-Steven Bähre nach einem Tritt gegen Thorsten Schriebl vom Platz musste (62.).

Ein Fallrückzieher-Treffer von Sankara Karamoko für den WAC zählte wegen vorangegangenem Abseits nicht, Denizcan Cosgun traf für Altach zudem die Latte. Beim WAC feierte Giacomo Vrioni nach Verletzungspause sein Comeback, half aber auch nicht gegen die bereits vierte Saisonniederlage in Serie der Wolfsberger, die seit dem Auftakt-3:0 gegen die Austria auf einen Sieg warten. Altach dagegen steht nun als Elfter einen Punkt vor dem WAC.

 

FLOP – Salzburg ließ gegen den GAK Punkte liegen

Red Bull Salzburg verpasste in Graz die Chance, sich vorzeitig an die Tabellenspitze zu setzen und kam beim GAK nur zu einem 0:0. Dabei hätte die Partie für beide Seiten durchaus kippen können: Der GAK traf insgesamt dreimal das Aluminium – Oberleitner köpfte an die Latte (46.), kurz darauf scheiterte Anderson nach einer Michorl-Ecke ebenfalls per Kopf am Aluminium, später traf auch Italiano aus der Distanz nur die Latte (76.). Auf der anderen Seite erwischte es Salzburgs Karim Konaté, der in der 38. Minute ebenfalls nur die Stange traf. Dazu zeigten beide Torhüter gute Paraden: GAK-Schlussmann Stankovic hielt gegen Lindström (7.) und Diakite (86.), Salzburgs Früchtl parierte einen Nachschuss von Sollbauer (28.).

 

 

„Ich denke, dass es von beiden Seiten ein gutes Spiel war, beide hätten gewinnen können", resümierte GAK-Trainer Gerald Scheiblehner zufrieden mit dem Punktgewinn, sah seine Mannschaft aber durchaus auch mit drei Punkten im Lot. Salzburgs Trainer Danny Röhl sah es ähnlich: „Im Endeffekt ist das Unentschieden für beide Mannschaften verdient", kritisierte aber die Entscheidungen seines Teams in den letzten 20 Minuten. Durch das Remis musste Salzburg tags darauf die Tabellenführung an Rapid abgeben.

 

TOP – Hartberg gewann das Torfestival gegen Lustenau

Sieben Tore, ein Hattrick und ein Debütant mit Sonntagsschuss – das Spiel zwischen Hartberg und Austria Lustenau hatte alles zu bieten. Marco Hoffmann brachte die Steirer früh in Front (8.), ehe Albin Gashi (11.) und kurz vor der Pause Dominik Weixelbraun (43.) die Partie für Lustenau drehten. Nach dem Seitenwechsel schlug Hoffmann postwendend zurück und glich mit seinem zweiten Treffer zum 2:2 aus (55.), ehe Startelfdebütant Nikolaus Feldhofer mit einem Sonntagsschuss aus rund 30 Metern – Lustenau-Goalie Schierl war weit aus seinem Tor herausgekommen – die Führung besorgte (60.). Hoffmann komplettierte seinen Dreierpack zum 4:2 (86.), ehe Weixelbraun mit seinem zweiten Tor in der Nachspielzeit nur noch das Ergebnis schönte (93.).

„Ich kann mit einem 4:3 gut leben, wenn wir die vier Tore machen", zeigte sich Hartberg-Trainer Markus Schopp trotz der zittrigen Schlussphase zufrieden, mahnte aber Verbesserungen bei den drei Gegentoren ein. Lustenaus Trainer Markus Mader war dagegen bedient: „Es ist eine bittere Niederlage, weil sie unnötig ist" – er kritisierte vor allem die Ballverluste im Angriff und die mangelnde Defensivarbeit nach dem Seitenwechsel. Hartberg bleibt damit als Fünfter im oberen Tabellenfeld und ist vor dem Auswärtsspiel bei Rapid seit sechs Spielen ungeschlagen, während Lustenau als Neunter drei Punkte zurückfällt.

Flashscore bei Google bevorzugenSo siehst du unsere News öfter
HinzufügenBei Google hinzufügen