Mit seinem Goldwurf krönte Weber einen Sommer, der für ihn zunächst überhaupt nicht gut begonnen hatte. Nach einigen gesundheitlichen Problemen konnte der Sportsoldat lange gar nicht richtig werfen und legte erst Mitte Juli los - dann aber gleich richtig. Mit seinen starken 87,04 Metern von Luzern katapultierte er sich dann sofort an die Spitze der europäischen Jahresbestenliste.
Am Samstagabend übernahm Weber im ersten Versuch mit mäßigen 83,71 Metern die Führung, dann drehte Youngster Thumm mächtig auf. Der verdrängte Weber im fünften Versuch zunächst von der Spitze, doch der Altmeister konnte noch einmal kontern.
Weber dreht schwierige Saison noch rechtzeitig
Weber war schon so oft als Favorit zu einer großen Meisterschaft gefahren. Für eine Medaille reichte es dann aber häufig nicht, so auch im Vorjahr bei der WM in Tokio. Doch diesmal behielt Weber die Nerven und lieferte ab. Vier Jahre nach Gold bei der Heim-EM in München holte er sich nun seinen Titel zurück, nachdem er 2024 in Rom EM-Silber gewann. Zudem steht für Weber privat noch ein weiteres Highlight an: Die Hochzeit mit seiner Verlobten.
Der ehemalige Europameister und Rio-Olympiasieger Thomas Röhler (Jena) war in der Qualifikation ausgeschieden.
Auch ohne Ansah: Sprintstaffel stürmt zu Silber
Angefeuert von "Edelfan" Owen Ansah haben die deutschen Sprinter bei der Leichtathletik-EM in Birmingham die Silbermedaille über 4x100 m geholt. Auch ohne den frischgebackenen 200-m-Europameister musste sich die DLV-Staffel mit Kevin Kranz, Marvin Schulte, Heiko Gussmann und Lucas Ansah-Peprah in 38,64 Sekunden im Finale nur Großbritannien (38,45) geschlagen geben. Bronze ging an Belgien (38,70).
Vor zwei Jahren hatten die deutschen Männer in Rom Bronze geholt. Die deutschen Frauen waren am Mittag im Vorlauf nach einem verunglückten Wechsel auf Schlussläuferin Gina Lückenkemper nicht ins Ziel gekommen.
