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Vierter EM-Titel für Stabhochsprung-Überflieger Duplantis: Mit neuem Rekord zu Gold

Armand Duplantis feiert seinen neuen EM-Rekord
Armand Duplantis feiert seinen neuen EM-RekordTT News Agency / Alamy / Profimedia

Armand "Mondo" Duplantis unterstreicht bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 in Birmingham einmal mehr seine Ausnahmestellung. Trotz eines bisher schwierigen Jahres übersprang der Schwede 6,15 Meter, stellte einen neuen Meisterschaftsrekord auf und sicherte sich seine insgesamt 14. Goldmedaille bei den Senioren.

Nach einer ungewohnten Niederlage in Stockholm und einer Verletzung in London verflief das Jahr 2026 für Duplantis keineswegs reibungslos. Doch in Birmingham präsentierte er sich rechtzeitig in Topform: Schon die Qualifikation hakte er mühelos mit nur einem Versuch über 5,60 Meter ab. Im Finale stieg er bei 5,55 Metern souverän ein und ließ – genau wie sein stärkster Verfolger Emmanouil Karalis aus Griechenland – die 5,70 Meter aus.

Anschließend überquerte Mondo 5,85 Meter mit reichlich Luft zur Latte. Nachdem beide Favoriten auch die 5,95 Meter ausließen, schied der Franzose Baptiste Thiery mit drei Fehlversuchen aus und nahm Bronze mit nach Hause.

Spannendes Duell um Gold

Bei 6,00 Metern – einer Höhe, die stolze 31 Zentimeter unter seinem Weltrekord liegt – leistete sich Duplantis überraschend einen Fehlversuch. Er korrigierte den Ausrutscher jedoch postwendend im zweiten Anlauf und meisterte im Anschluss direkt die 6,10 Meter im ersten Versuch, womit er seinen eigenen EM-Rekord aus dem Jahr 2024 einstellte.

Der Grieche Karalis blieb ihm lange dicht auf den Fersen und benötigte ebenfalls zwei Versuche für die 6,00 Meter. Bei 6,10 Metern scheiterte er nur hauchdünn, als er die Latte beim Herunterfallen touchierte. Duplantis erhöhte daraufhin den Druck, verlangte sich 6,15 Meter ab und meisterte diese trotz eines leichten Wacklers – neuer Meisterschaftsrekord! Karalis pokerte, sparte sich seine verbleibenden Versuche für 6,20 Meter auf, konnte den Schweden aber nicht mehr abfangen.

Auf einen Weltrekordversuch verzichtete der 26-jährige Duplantis diesmal. Seine Goldmedaille verhalf Schweden am Ende zu Platz acht im Medaillenspiegel (zwei Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen).