Nachdem Duplantis die 6,15 Meter im ersten Versuch gemeistert hatte, versuchte sein schärfster Konkurrent Emmanouil Karalis vergeblich, die 6,20 Meter zu überqueren. Damit stand Duplantis’ Sieg fest. Auf den Versuch, seinen eigenen Weltrekord von 6,31 Metern weiter zu schrauben, verzichtete der Ausnahmesportler jedoch diesmal bewusst.
"Ich hatte vor ein paar Wochen ein kleines Problem, deshalb wollte ich kein unnötiges Risiko eingehen. Außerdem war es nicht besonders warm. Das hat mir für heute gereicht", erklärte Duplantis im Anschluss an den Wettkampf.
Duplantis: "Das Dümmste, was ich je gemacht habe"
Doch nicht nur die kühlen Temperaturen machten dem 26-Jährigen zu schaffen, sondern vor allem die Wahl seines Mittagessens am Vortag.
"Das war das Dümmste, was ich je gemacht habe", gestand der Weltstar lachend gegenüber dem schwedischen Medium Aftonbladet. "Wenn man Magenprobleme heraufbeschwören will... Ich kann mir selbst nicht erklären, wie ich vor einem Wettkampf indisch essen gehen konnte."
Die Quittung folgte prompt: „Ich habe den halben Tag auf der Toilette verbracht. Ich hätte nie gedacht, dass es so schlimm wird, aber es lief wirklich nicht gut. Ich hätte es besser wissen müssen: Iss niemals Chicken Tikka Masala direkt vor einem Finale!“, lautet sein pragmatischer Rat an Sportkollegen.
Trotz der denkbar ungünstigen Vorbereitung unterstrich Duplantis einmal mehr seine absolute Dominanz in der Leichtathletik. Der Schwede hält nun bei vier EM-Titeln, drei Weltmeistertiteln und zwei olympischen Goldmedaillen. Für den Ausnahmeathleten war es bereits die 13. Goldmedaille in Folge bei einem Großereignis.
