Zum Hauptinhalt springen

Zu viel Belastung, zu wenig Rhythmus: Der Fußball dreht am Rad

Kovac hatte die Länderspielpause scharf kritisiert
Kovac hatte die Länderspielpause scharf kritisiertČTK / imago sportfotodienst / HMB Media/Madeleine Fantini

Niko Kovac war Bayern-Coach und trainiert nun Borussia Dortmund - er kennt das Gefühl des verwaisten Platzes in Länderspielpausen nur zu gut. Ein paar Jugendspieler freuen sich, mal edles Profi-Gras unter ihren Schuhen zu spüren, vielleicht laufen nebenan noch zwei Rekonvaleszenten ihre Runden im Nieselregen. Ansonsten ist bei den Top-Klubs nichts los. Und das neuerdings zweieinhalb quälende Wochen lang. Das kostet Rhythmus und nimmt dem Bundesliga-Start jeden Schwung.

Niko Kovac war allerdings auch kroatischer Nationaltrainer. Er kennt also den Druck, mit der Nationalmannschaft ständig an Ergebnissen gemessen zu werden, immer die Besten spielen lassen zu wollen, auch wenn diesen vielleicht die Wade noch ein bisschen zwickt. Geht es nicht doch? Das erhöht die Verletzungsgefahr. Von Reisestrapazen und Klimaanlagen-Erkältungen ganz abgesehen.

Mit Flashscore zur Bundesliga-Saison 2026/27 immer auf dem Laufenden bleiben!

Der Bundesliga-Tracker zum aktuellen Spieltag | Zur Bundesliga-Page

Bastian Schweinsteiger hat das eiskalt gelöst. Der Weltmeister der taktischen Zerrung vor Freundschaftsspielen wäre wahrscheinlich Rekordnationalspieler, hätte er seine Belastung nicht einfach selbst gesteuert. Doch Freundschaftsspiele gibt es mit Einführung der Nations League nicht mehr: Jedes Spiel soll wichtig sein.

Ob 4+2 oder 2+2+2: Das Problem bleibt

Im modernen Fußball wird an den Top-Spielern von allen Seiten gezerrt, das Dilemma ist unauflösbar. Die Vereine zahlen die Millionen, sie profitieren im Gegenzug, wenn ihre Stars mit der Nationalmannschaft in Titelnähe kommen. Keine Seite kann der anderen wirklich gerecht werden. Bis das Rad vollends überdreht ist.

Ob sechs Länderspiele als 4+2, als 3+3 oder als 2+2+2 getaktet werden, ist dabei völlig unerheblich.

Flashscore bei Google bevorzugenSo siehst du unsere News öfter
HinzufügenBei Google hinzufügen