"Zirkus" oder "Großartiges Niveau"? Gemischte Gefühle nach Battle of the Sexes

Aryna Sabalenka (l.) und Nick Kyrgios (r.)
Aryna Sabalenka (l.) und Nick Kyrgios (r.)AMR ALFIKY / POOL / AFP

Das "Battle of the Sexes" zwischen Tennis-Exzentriker Nick Kyrgios und der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka hat bei der internationalen Presse eher für Kopfschütteln als Begeisterung gesorgt. Die beiden Profis lassen die Kritik jedoch an sich abprallen.

Der britische Guardian schrieb nach dem Showmatch in Dubai, das Nick Kyrgios locker mit 6:3, 6:3 gewann, von einem "Duell, das unangenehm zwischen Zurschaustellung, Spielerei und regelrechtem Zirkus schwankte".

The Athletic sah – 52 Jahre nach dem legendären Sieg von Billie Jean King über Bobby Riggs – auch aufgrund zwischenzeitlicher Übertragungsprobleme eine "Farce".

Die BBC zog einen Vergleich zum jüngsten Schwergewichtskampf zwischen YouTuber Jake Paul und Ex-Weltmeister Anthony Joshua – über allem stand die Show.

Sabalenka versteht Kritik nicht

Zufrieden waren hingegen die beiden Protagonisten. "Ich finde, es war ein großartiges Niveau", sagte die chancenlose US-Open-Siegerin Aryna Sabalenka nach der Niederlage gegen den dauerverletzten 671. der Weltrangliste: "Ich verstehe nicht, wie man an diesem Event etwas Negatives finden kann."

Sabalenka spielte mit einem neun Prozent kleineren Feld spielte. Der Australier Kyrgios ging augenscheinlich nicht in jedem Ballwechsel an seine Leistungsgrenze. "Ich habe das Gefühl, dass wir unserem Sport mehr Aufmerksamkeit verschafft haben", sagte Sabalenka: "Und ich sehe nicht, wie das schlecht sein kann."