Operiert: Polnische Shorttrackerin von Kufe im Gesicht getroffen

Aktualisiert
Kamila Sellier musste sofort behandelt werden.
Kamila Sellier musste sofort behandelt werden.REUTERS/Amanda Perobelli

Schlimme Bilder beim Shorttrack: Die Polin Kamila Sellier ist bei einem Sturz bei den Olympischen Winterspielen in Mailand von einer Kufe im Gesicht erwischt worden. Die 25-Jährige kam während des Viertelfinals über 1500 m in einer Kurve zu Fall, eine Gegnerin traf sie unbeabsichtigt unter dem linken Auge. Das Rennen wurde umgehend unterbrochen, Sellier musste minutenlang behandelt und anschließend mit einer Trage abtransportiert werden.

Auf dem Eis blieb eine Blutspur zurück. "Die Schnittwunde an der Wange ist bereits genäht. Das Jochbein ist höchstwahrscheinlich verletzt. Es besteht eine deutliche Schwellung. Das Auge ist geschwollen, und es ist schwer zu sagen, was genau damit los ist, bis eine gründliche Untersuchung durchgeführt wurde", hatte Konrad Niedzwiedzki – Chef de Mission der Polen – am Freitagabend mitgeteilt.

Sellier und die US-Amerikanerin Santos-Griswold wurden disqualifiziert, zuvor hatten beide Athletinnen unerlaubt geschoben. Das Rennen wurde mit vier Teilnehmerinnen wieder aufgenommen.

OP hat bereits stattgefunden

Nach ihrem schlimmen Kufentreffer ist Kamila Sellier schließlich operiert worden. "Kamila wurde operiert, um den beschädigten Knochen zu reparieren. Alles wurde gereinigt", berichtete Niedzwiedzki bei Eurosport.

Sellier (25) sei am Samstagmorgen mit starken Schwellungen aufgewacht und habe nicht viel geschlafen. Im weiteren Tagesverlauf solle die Beweglichkeit ihres Auges überprüft werden.

Im Finale feierten Kim Gilli und Choi Minjeong einen südkoreanischen Doppelsieg, Bronze ging an Corinne Stoddard (USA). Für Gilli war es bereits die zweite Goldmedaille, die 21-Jährige hatte schon mit der Staffel über 3000 m triumphiert.