Highlights: 5. bis 7. Dezember 2025
FREITAG
Biathlon: Einzel Frauen 7,5 km in Östersund (Schweden) – SUVI MINKKINEN
Ski Alpin: Super-G Herren in Beaver Creek (USA) – VINCENT KRIECHMAYR
Skispringen: Quali in Wisla (Polen) – RYOYU KOBAYASHI
SAMSTAG
Skispringen: Einzelspringen in Wisla (Polen) – DOMEN PREVC
Biathlon: Einzel Herren 10 km in Östersund (Schweden) – JOHAN-OLAV BOTN
Ski Alpin: Riesenslalom Frauen in Tremblant (Kanada) – ALICE ROBINSON
SONNTAG
Skispringen: Quali und Einzel in Wisla (Polen) – DOMEN PREVC
Biathlon: Verfolgung Frauen 10 km in Östersund (Schweden) – LISA HAUSER | Verfolgung Herren 12, km in Östersund (Schweden) – QUENTIN FILLON MAILLET
Ski Alpin: Riesenslalom Frauen in Tremblant (Kanada) – JULIA SCHEIB | Riesenslalom Herren in Beaver Creek (USA) – MARCO ODERMATT
Wintersport-Tracker LIVE
SONNTAG, 7. DEZEMBER
22:32 Uhr - SKI ALPIN - Fabian Gratz hat im Olympiawinter sein nächstes Top-Ergebnis auf bittere Weise verpasst. Beim Riesenslalom in Beaver Creek/USA schied der 28-Jährige im zweiten Durchgang früh nach einem Innenskifehler aus, im ersten Lauf hatte Gratz mit Rang sieben überzeugt und große Hoffnungen auf das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere geschürt.
Gratz war zuletzt mit Rang 13 im nahegelegenen Copper Mountain sein bisheriges Top-Resultat gelungen, damit schaffte er auch die halbe Norm für die Spiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar). Nun ließ Gratz die Chance liegen, sie ganz abzuhaken.
Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt gewann in Colorado, der Dominator aus der Schweiz setzte sich vor Alex Vinatzer (Italien) und Henrik Kristoffersen (Norwegen) durch. Odermatt, der seinen 49. Weltcupsieg feierte, lag 0,23 Sekunden vor Vinatzer und 0,34 Sekunden vor Kristoffersen.
20:04 Uhr - SKI ALPIN - Gut eine Woche nach dem Highlight von Copper Mountain hat Skirennläuferin Lena Dürr die nächste Top-10-Platzierung im Riesenslalom geholt. Im kanadischen Tremblant fiel die 34-Jährige am Sonntag im zweiten Durchgang zwar von neunten auf den zehnten Rang zurück, bestätigte aber ihre gute Form in der Disziplin.
Der Sieg ging an Julia Scheib, die Österreicherin gewann überlegen vor Sara Hector (Schweden/+0,57 Sekunden) und der Neuseeländerin Alice Robinson (+0,78), die den ersten Riesenslalom in Tremblant am Vortag gewonnen hatte. Nina O'Brien (USA), im ersten Lauf Dritte, schied nach einem Fahrfehler aus. Skikönigin Mikaela Shiffrin (USA) musste sich in der Provinz Québec mit dem vierten Platz begnügen (+1,17).
Slalom-Spezialistin Dürr (Germering), am Samstag nur 21., fehlten 2,10 Sekunden zur Siegerin. Fabiana Dorigo (München) wurde 23., Nachwuchsstar Emma Aicher (Mahlstetten) verpasste als 36. den zweiten Durchgang.
16:52 Uhr - SKISPRINGEN - Skispringer Philipp Raimund hat beim Weltcup im polnischen Wisla erneut seine starke Form bestätigt und ist auch zum Abschluss am Sonntag auf das Podest geflogen. Der 25 Jahre alte Oberstdorfer musste sich in Schlesien nur Sloweniens Weltmeister Domen Prevc und Olympiasieger Ryoyu Kobayashi aus Japan geschlagen geben. Gut drei Wochen vor Beginn der Vierschanzentournee bleibt Raimund die klare deutsche Nummer eins.
"Das ist schon sehr gut vom Philipp", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF. Nach seinem zweiten Platz am Samstag hinter Prevc zeigte Raimund erneut zwei starke Flüge auf 131,5 und 129,0 m (276,8 Punkte). Prevc, der im ersten Durchgang bei der Landung gewackelt hatte, sprang noch von Platz vier zu seinem elften Weltcupsieg (282,3/137,0+132,0) und fing den führenden Kobayashi (281,4) knapp ab.
Als Nummer zwei im DSV-Team etabliert sich weiter Felix Hoffmann. Der deutsche Meister landete nach Platz fünf im ersten Springen zum Abschluss auf dem achten Rang - in keinem der sieben bisherigen Weltcupspringen war der 27 Jahre alte Thüringer schlechter als Zwölfter. In der Qualifikation am Sonntagmittag hatte Hoffmann sogar hinter Prevc und vor Raimund Platz zwei belegt.
Routinier Pius Paschke, der im Vorjahr in seinem Traum-Dezember auch eines der beiden Wisla-Springen gewonnen hatte, wurde am Sonntag Zwölfter, zeigte dabei wie am Vortag (17.) nach einem mäßigen ersten einen starken zweiten Sprung.
Keinen einzigen guten Sprung brachte in Wisla Andreas Wellinger zustande. Nach Platz 39. am Samstag verpasste der zweimalige Olympiasieger auch am Sonntag als 47. den zweiten Durchgang der besten 30. Ein erneutes noch größeres Desaster erlebte Karl Geiger, der als 54. wie schon am Freitag in der Qualifikation scheiterte.
16:06 Uhr - BIATHLON - Die deutschen Biathleten sind der Weltspitze auch in der Verfolgung von Östersund deutlich hinterher gelaufen. Philipp Nawrath rutschte nach Rang zwölf im Sprint noch auf Platz 13 ab, im Rennen ums Podest war er trotz nur einem Fehler auf den 12,5 Kilometern gänzlich chancenlos. Vor allem in der Loipe können die Skijäger des Deutschen Skiverbandes (DSV) weiter nicht mit den Besten mithalten, auf Sieger Quentin Fillon Maillet fehlten letztlich 1:10,9 Minuten.
Der als Dritter gestartete Franzose konnte mit zwei Strafrunden als Erster in dieser Saison die norwegische Dominanz nach deren beiden Doppelsiegen zum Auftakt durchbrechen. Zweiter wurde der schwedische Lokalmatador Sebastian Samuelsson (2 Strafrunden/+6,7 Sekunden), Einzel- und Sprintsieger Johan-Olav Botn landete diesmal auf Rang drei.
Außer Nawrath ließen die deutschen Biathleten neben dem Laufen auch am Schießstand diesmal gewaltig Zeit liegen. Philipp Horn (4/+2:09,5) fiel um vier Ränge auf Platz 20 zurück, Justus Strelow (4/+2:21,4) büßte als 23. zehn Positionen ein. Auch Danilo Riethmüller (3/+2:53,8) fiel auf Rang 31 zurück, lediglich Simon Kaiser (3/+3:19,5) machte als 36. ein paar Plätze gut.
14:57 Uhr - KOMBINATION - Olympiasieger Vinzenz Geiger lief bei seinem überraschenden Comeback schon wieder in die Top 10, seine Oberstdorfer Teamkollegen setzten derweil die Podestserie der deutschen Kombinierer fort: Zum Abschluss des Weltcups in Trondheim sorgte Julian Schmid nach einer grandiosen Aufholjagd als Dritter für das saisonübergreifend 13. Rennen in Serie mit Podiumsplatz für den DSV, nachdem Wendelin Thannheimer am Samstag als Zweiter das beste Ergebnis seiner Karriere erzielt hatte.
"Ich habe versucht schnell anzugehen, war in der zweiten Runde aber schon gut am Sack. Aber meine Ski sind sensationell gewesen, da ging es am Schluss doch noch etwas", sagte Schmid im ZDF. Beim dritten Sieg des Österreichers Johannes Lamparter im vierten Saisonrennen war der Allgäuer noch von Platz neun nach dem Springen nach vorne gestürmt und verwies Thannheimer auf Platz vier.
"Für mich war es dennoch ein tolles Wochenende", sagte der geschlagene Thannheimer. Zweiter wurde am Sonntag Lamparters Landsmann Franz-Josef Rehrl, das erste Rennen in Trondheim hatte in Thomas Rettenegger ebenfalls ein Österreicher gewonnen.
Geiger lief direkt hinter Altmeister Johannes Rydzek (7.) auf den achten Platz. Der Oberstdorfer hatte sich kurz vor Saisonstart drei knöcherne Bandausrisse am rechten Fuß zugezogen, war aber überraschend schon in Trondheim in den Weltcup zurückgekehrt - im Hinblick auf Olympia liegt er wieder voll im Plan. Auch Rydzek war versöhnt: Am Vortag hatte er beim Massenstart nach dem Auftakt-Langlauf noch geführt, hatte dann aber im Springen gepatzt und war auf Rang 22 durchgereicht worden.
14:47 Uhr - RODELN - Rodel-Vizeweltmeisterin Merle Fräbel ist beim Weltcup-Auftakt zum Start in die olympische Saison in Winterberg auf Platz zwei gerast. Die 22-Jährige arbeitete sich im zweiten Durchgang nach vorne und musste sich am Ende nur der Österreicherin Hannah Prock geschlagen geben. Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin Julia Taubitz blieb als Zwölfte dagegen weit hinter den Erwartungen zurück.
Taubitz nahm das Ergebnis mit Galgenhumor und zog ein eindeutiges Fazit: "Für'n Arsch", resümierte die 29-Jährige lachend. Fräbel war dagegen "glücklich" und mit ihren Läufen "mega zufrieden", erklärte die Rodlerin vom RT Suhl, die im Mixed-Team-Event am Freitag mit Weltmeister Max Langenhan noch das Podest verpasst hatte: "Das war ein super Saisonstart."
Hinter Fräbel, der am Ende drei Hundertstelsekunden auf Prock fehlten, verpasste Anna Berreiter (+0,298 Sekunden) im Hochsauerland als Vierte das Podest zudem nur knapp. Die erst 20 Jahre alte Anka Jänicke (+0,439) schloss das Rennen auf einem respektablen sechsten Platz ab.
14:15 Uhr - BIATHLON - Rückkehrerin Vanessa Voigt hat in der Verfolgung von Östersund eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt. Im vierten Rennen nach ihrer gesundheitlichen Zwangspause lief die Thüringerin von Rang 32 auf zehn nach vorne und wurde in Abwesenheit der erkrankten Franziska Preuß beste deutsche Biathletin. Die 28-Jährige lief die fünftbeste Zeit des Tages und erfüllte damit die halbe Norm für die Olympischen Spiele.
Auch Janina Hettich-Walz holte eine Teilnorm, lief trotz zwei Strafrunden im letzten Anschlag von Platz 37 vor auf 15. Vorne setzte sich die von Rang drei gestartete Lisa Hauser mit fehlerfreiem Schießen und starker Schlussrunde vor Sprint-Siegerin Suvi Minkkinen (1 Strafrunde/+2,5 Sekunden) aus Finnland durch. Für die Österreicherin war es der erste Weltcupsieg seit mehr als drei Jahren. Dritte wurde die Schwedin Anna Magnusson (1/+31,8).
Toptalent Julia Tannheimer (5/+1:59,6 Minuten) fiel nach ihrem starken achten Platz aus dem Sprint auf Rang 20 zurück. Anna Weidel (1/+2:13,00) machte als 24. letztlich 18 Ränge gut, Marlene Fichtner (3/+3:40,7) kam für Weltcuppunkte nicht mehr weit genug nach vorne. Selina Grotian hatte nach Platz 30 im Sprint aufgrund von Infektsymptomen für das Jagdrennen absagen müssen.
11:07 Uhr - SKILANGLAUF - Skilangläuferin Helen Hoffmann hat ihr erstes Top-10-Ergebnis im Weltcup erreicht. Die U23-Weltmeisterin aus Oberhof wurde in Trondheim beim Intervallstart über 10 km im freien Stil Neunte und ließ bei ihrem besten Karriere-Ergebnis Norwegens Topläuferin Heidi Weng (10.) hinter sich.
Die 23 Jahre alte Hoffmann lag nur 35,5 Sekunden hinter der sechsmaligen Weltmeisterin Ebba Andersson aus Schweden, die sich vor ihrer Landsfrau Moa Ilar (2,0 Sekunden zurück) und Weltcup-Spitzenreiterin Jessie Diggins (USA/+16,5) durchsetzte.
Pia Fink konnte als 14. ebenfalls überzeugen. Die in der Saisonvorbereitung gesundheitlich angeschlagene Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler war nach Platz 31 im schweren Skiathlon am Samstag nicht am Start.
SAMSTAG, 6. DEZEMBER
21:13 Uhr - SKI ALPIN - Deutschlands Nachwuchsstar Emma Aicher hat sich beim Riesenslalom-Weltcup im kanadischen Tremblant die bisher beste Karriere-Platzierung in dieser Disziplin gesichert. Beim Sieg der überragenden Neuseeländerin Alice Robinson (2:16,18) fuhr die 22-Jährige (Mahlstetten) auf den zwölften Rang (+2,28) und sicherte sich so erstmals einen Platz unter den Top-15. Lena Dürr musste sich nach ihrer starken Leistung in der Vorwoche dagegen mit Rang 21 begnügen.
Beim dritten Riesenslalom des Winters leistete sich Robinson, die bereits in Copper Mountain triumphierte, keine Schwäche und siegte mit großem Vorsprung vor Zrinka Ljutic (Kroatien/+0,94) und Lokalmatadorin Valerie Grenier (Kanada/+1). Superstar Mikaela Shiffrin fiel im zweiten Durchgang noch von Rang drei auf Platz sechs zurück. Beste Österreicherin wurde Stephanie Brunner als Elfte.
18:52 Uhr - EISSCHNELLLAUF - Eisschnelllauf-Hoffnung Finn Sonnekalb hat beim Weltcup in den Niederlanden erneut für Furore gesorgt. Der 18 Jahre alte Erfurter überzeugte in Heerenveen als Zweiter über 1000 m in 1:07,42 Minuten, beim Sieg des US-Amerikaners Jordan Stolz sicherte sich Sonnekalb so seinen ersten Podestplatz über diese Distanz. Auf den erneut überragenden Dominator Stolz fehlten Sonnekalb 1,04 Sekunden, Dritter wurde der Niederländer Tim Prins in 1:07,49.
"Heute morgen habe ich mich gut gefühlt, aber lasch in den Beinen. Darum bin ich vorher nochmals zum Training aufs Eis gegangen, um Härte in die Beine zu kriegen", sagte Sonnekalb dem SID: "Das Ergebnis hat mich überrascht. Ich überrasche mich selbst gerne."
17:43 Uhr - BIATHLON - Die deutschen Biathleten müssen weiter auf den ersten Podestplatz der Saison warten. Philipp Nawrath kam als bester DSV-Skijäger im Sprint von Östersund auf Rang zwölf, trotz fehlerfreiem Schießen fehlten nach zehn Kilometern letztlich fast 40 Sekunden aufs Podest. Mit seiner zweiten Platzierung unter den besten 15 knackte der Bayer beim zweiten Saisonsieg von Shootingstar Johan-Olav Botn aus Norwegen die Olympia-Norm.
Selbiges gelang auch Justus Strelow (0 Strafrunden/+1:01,0 Minuten), der direkt dahinter auf Rang 13 landete. Philipp Horn (2/+1:06,2) ließ nach seinem achten Rang im Einzel nun mit zwei Fehlern im Stehendanschlag eine Topplatzierung liegen, kam auf Position 16 ein. Noch weiter zurück lagen Danilo Riethmüller (1/+1:37,7) und Simon Kaiser (2/+2:11,5), Lucas Fratzscher (4/+2:54,5) verpasste nach einem kompletten Aussetzer im Stehendschießen sogar die Verfolgung.
Vorne dominierten trotz des Rücktritts der Bö-Brüder die Norweger, wie am Mittwoch siegte der fehlerfreie Botn vor seinem Landsmann Martin Uldal (0/+11,1 Sekunden). Das rein norwegische Pobotndest verhinderte der Franzose Quentin Fillon Maillet (0/+14,3) vor Sturla Holm Lägreid (1/+25,0).
16:54 Uhr - KOMBINATION - Kombinierer Wendelin Thannheimer ist beim Comeback des Olympiasiegers Vinzenz Geiger überraschend auf das Podest geflogen, Altmeister Johannes Rydzek vergab hingegen in Trondheim die große Chance auf seinen ersten Weltcup-Sieg seit einem Jahr. Team-Weltmeister Thannheimer musste sich beim Massenstart am Samstag nur dem Österreicher Thomas Rettenegger geschlagen geben und stand als Zweiter erstmals auf dem Stockerl.
Der 26 Jahre alte Thannheimer hatte nach dem 10-km-Langlauf auf Platz sechs gelegen und danach seine Stärke auf der Schanze ausgespielt. Julian Schmid, beim Auftakt in Kuusamo zweimal auf dem Podest, musste sich diesmal mit Platz sieben begnügen.
16:37 Uhr - SKISPRINGEN - Philipp Raimund ist beim Weltcup im polnischen Wisla auf das Podest geflogen und hat sich nach seinem schwachen Abschneiden in Kuusamo eindrucksvoll zurückgemeldet. Der 25-Jährige aus Oberstdorf musste sich auf der Adam-Malysz-Schanze in Schlesien nur dem überragenden Slowenen Domen Prevc geschlagen geben und egalisierte als Zweiter sein bestes Karriere-Ergebnis.
Nach Sprüngen auf 129,0 und 130,5 m (279,4 Punkte) fehlten Raimund knapp vier Meter zu seinem ersten Weltcup-Sieg. "Ja, Mann!!!", brüllte er deshalb völlig gerechtfertigt: "Nach dem zweiten Sprung habe ich kurz gedacht, dass es für den Sieg reichen könnte. Aber auch so kann ich sehr happy sein", sagte Raimund.
Weltmeister Prevc sicherte sich seinen zehnten Karriere-Erfolg souverän mit Sprüngen auf 136,0 und 130,0 m (286,2). Dritter wurde der japanische Olympiasieger Ryoyu Kobayashi (267,2).
Starker Fünfter wurde am Samstag Felix Hoffmann (265,7). Der deutsche Überraschungsmann zeigte erneut keinen Wackler, in keinem der bisherigen sechs Saisonspringen war er schlechter als Rang zwölf und dürfte für die am 29. Dezember beginnende Vierschanzentournee gesetzt sein. Daniel Tschofenig wurde als bester Österreicher Sechster.
15:43 Uhr - KOMBINATION - Nathalie Armbruster hat am zweiten Tag des Weltcup-Auftakts in Trondheim erneut das Podium erreicht. Im Massenstart-Wettbewerb kam die Weltcup-Gesamtsiegerin des Vorwinters auf Rang drei und bestätigte damit ihre starke Frühform.
Den Sieg sicherte sich überraschend die erste 17 Jahre alte Österreicherin Katharina Gruber, die mit einem Traumsprung auf 97,0 m noch von Platz 13 nach dem Langlauf ganz nach vorne flog. Zweite wurde die Norwegerin Ida Marie Hagen, die am Freitag den ersten Wettkampf vor Armbruster gewonnen hatte. Armbruster gelang am Samstag mit 93,5 m der drittweiteste Sprung. Als zweitbeste Deutsche wurde Jenny Nowak Zehnte.
12:48 Uhr - RODELN - Rodel-Rekordweltmeister Felix Loch hat seinen womöglich letzten Olympia-Winter mit einer echten Kampfansage eröffnet. Der 36-Jährige gewann am Samstag den Weltcup-Auftakt in Winterberg und verwies dabei den starken Österreicher Jonas Müller und Weltmeister Max Langenhan auf die Plätze zwei und drei.
Loch ließ damit gleich im ersten Rennen die großen Konkurrenten mit Blick auf die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) hinter sich. Er überzeugte in beiden Durchgängen jeweils mit Start- und Laufbestzeit. Langenhan vergab den möglichen zweiten Platz mit einem schwächeren zweiten Lauf.
12:18 Uhr - LANGLAUF - Nach Sieg Nummer 100 gleich Sieg Nummer 101: Norwegens nordischer Skilanglauf-Star Johannes Hösflot Kläbo hat einen Tag nach seinem historischen Sprint-Erfolg beim Weltcup in Trondheim auch den Skiathlon gewonnen und seine Erfolgsbilanz ausgebaut. Bei einem norwegischen Achtfach-Triumph (!) lag der 29-Jährige im Endspurt nach jeweils 10 km im klassischen und freien Stil 0,7 Sekunden vor Harald Östberg Amundsen. "Der muss schon krank werden, damit er nicht gewinnt", sagte der deutsche Bundestrainer Peter Schlickenrieder im ZDF.
Dritter wurde Emil Iversen - der viermalige Weltmeister (34) hat es in dieser Saison nicht ins Weltcup-Team der Norweger geschafft und ist nur über das B-Kontingent beim Heimspiel am Start. Die besten Deutschen waren chancenlos, Friedrich Moch wurde 29., Florian Notz kam auf Platz 30.
Kläbo hatte vor neun Monaten bei der WM an gleicher Stelle Geschichte geschrieben und Gold in allen sechs Langlauf-Wettbewerben gewonnen. Am Freitag erreichte er als erster Skilangläufer die magische Marke von 100 Weltcup-Siegen - als Zweiter in dieser Rangliste kommt sein großer Landsmann Björn Dählie auf 46 Siege.
FREITAG, 5. DEZEMBER
22:00 Uhr - SKI ALPIN - ÖSV-Star Vincent Kriechmayr hat das Super-G in Beaver Creek gewonnen. Der Oberösterreicher gewann deutlich vor dem Norweger Fredrik Møller und Landsmann Raphael Haaser. Die Deutschen Simon Jocher, Routinier Romed Baumann und Maximilian Schwarz kamen aufgrund der Wetterbedingungen nicht mehr zum Einsatz. Zum Bericht.
21:37 Uhr - SKISPRINGEN - Skispringer Karl Geiger sucht im Olympiawinter weiter seine Form. Der ehemalige Skiflug-Weltmeister scheiterte am Freitag im polnischen Wisla als 56. der 69 Teilnehmer bereits in der Qualifikation. Damit ist Geiger am Samstag (14.45/ZDF und Eurosport) im Wettkampf der besten 50 nicht am Start, sein bislang bestes Saisonergebnis ist Rang 23 in Lillehammer.
Auch Andreas Wellinger enttäuschte als 43., für das erste von zwei Springen auf der Adam-Malysz-Schanze reichte das aber. Besser lief es für die DSV-Adler Pius Paschke (7.), Philipp Raimund (9.) und Felix Hoffmann (11.). Gewinner der Qualifikation wurde der Japaner Ryoyu Kobayashi mit einem Sprung auf 133,0 m, Zweiter wurde der Österreicher Daniel Tschofenig. Auch Jonas Schuster erreichte als Fünfter eine starke Platzierung.
19:00 Uhr - RODELN MIXED - Die deutschen Rodlerinnen und Rodler haben einen soliden Start in die neue Weltcup-Saison hingelegt. Beim Mixed-Event in Winterberg rasten Rekordweltmeister Felix Loch und Weltmeisterin Julia Taubitz auf den zweiten Rang hinter Jonas Müller und Lisa Schulte aus Österreich (+0,123 Sekunden). Weltmeister Max Langenhan und Merle Fräbel verpassten als Vierte (+0,619) das Podest.
"Wirklich ein guter Einstand", sagte Loch: "Ich glaube, ich kann morgen gut mithalten. Es ist ein Schritt nach vorne." Das Mixed-Event, das vom Weltverband FIL 2024 eingeführt worden war, diente als erste Standortbestimmung der neuen Saison. Am Samstag und Sonntag stehen in Winterberg die klassischen Rennen an. Die Bahn im Sauerland war nach Sicherheitsbedenken beim umgebauten Eiskanal in Innsbruck-Igls für den Saisonstart eingesprungen. Das Podium komplettierten am Freitag Wolfgang Kindl und Hannah Prock aus Österreich.
Im Mixed-Event der Doppelsitzer setzten sich die sechsmaligen Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt zusammen mit Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal knapp vor der Konkurrenz aus Österreich (+0,071) und Lettland (+0,608) durch. Das zweite deutsche Team, bestehend aus Toni Eggert/Florian Müller und Dajana Eitberger/Magdalena Matschina, kam nicht ins Ziel.
"Das Material stimmt bei uns, es geht in die richtige Richtung. Das war eine geile Teamleistung", sagte Wendl.
17:12 Uhr - BIATHLON DAMEN - Die deutschen Biathletinnen müssen weiter auf ihren ersten Podestplatz im Olympiawinter warten. In Abwesenheit der erkrankten Franziska Preuß kam Julia Tannheimer als beste DSV-Läuferin im Sprint von Östersund auf Rang acht, nach einem Schießfehler fehlte eine halbe Minute für ihr erstes Karriere-Treppchen. Vorne feierte die fehlerfreie Finnin Suvi Minkkinen in 20:11,9 Minuten ihren Premieren-Sieg, das Podest komplettierten die Schwedin Anna Magnusson (0 Strafrunden/+16,6 Sekunden) und Oceane Michelon (0/+20,8) aus Frankreich.
Tannheimer erfüllte mit Rang acht als erste Deutsche die Norm für die Olympischen Spiele. "Das ist natürlich mega", sagte das Toptalent im ZDF: "Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung." In die Punkte kamen nach 7,5 Kilometern auch Selina Grotian (2/+1:30,6 Minuten) und Vanessa Voigt (1/+1:32,0). Janina Hettich-Walz (+1:43,3) vergab mit drei Fehlern im Stehendanschlag das greifbare Topergebnis, Anna Weidel (1/+1:48,0) und Marlene Fichtner (2/+1:53,5) erreichten zumindest das Jagdrennen.
15:38 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Die in Beaver Creek ausgefallene zweite Männer-Abfahrt wird Mitte Dezember beim Weltcup in Gröden/Italien nachgeholt. Das gab der italienische Wintersportverband am Freitag bekannt. Damit finden in den Dolomiten drei Wettbewerbe der Skirennläufer statt.
Am 18. Dezember steht auf der Saslong nun eine Sprint-Abfahrt auf dem Programm, tags darauf ein Super-G und zum Abschluss die traditionelle Abfahrt am 20. Dezember. In Beaver Creek/USA konnte aufgrund der Witterungsverhältnisse nur die Abfahrt am Donnerstag durchgeführt werden, bei der der Schweizer Skistar Marco Odermatt triumphierte. Am Freitagabend (19.15 MEZ) findet ein vorgezogener Super-G in Beaver Creek statt.
14:58 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION - Kombiniererin Nathalie Armbruster hat beim Weltcup-Auftakt in Trondheim einen Traumstart nur hauchdünn verpasst, ist aber gleich als Zweite auf dem Podest gelandet. Die Weltcup-Titelverteidigerin aus dem Schwarzwald musste sich nach einem Sprung und fünf Lauf-Kilometern im Foto-Finish nur ihrer norwegischen Rivalin Ida Marie Hagen geschlagen geben. 0,1 Sekunden fehlten zum vierten Karrieresieg.
"Ich denke, so kann man mal in die Saison starten", sagte die dennoch sehr glückliche 19-Jährige: "Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit meinem Sprung." Bei der WM 2025 an gleicher Stelle hatte Armbruster in beiden Einzelwettbewerben die ersehnte Medaille verpasst, sich wenig später aber mit dem historischen Triumph im Gesamtweltcup als erste Deutsche trösten können.
14:01 Uhr - RODELN - Rodel-Legende Georg Hackl (59) zieht sich nach fast 40 Jahren als Aktiver und Trainer aus dem Spitzenbereich seines Sports zurück. Der Berchtesgadener kündigte im Interview mit chiemgau24.de und der Mediengruppe Münchner Merkur/tz an, dass die an diesem Wochenende in Winterberg beginnende Saison seine letzte wird.
"Dem Rodeln will ich in irgendeiner Form erhalten bleiben, aber nicht mehr in dieser Intensität", sagte der dreimalige Olympiasieger: "Im Nachwuchsbereich könnte ich mir ein Engagement durchaus vorstellen. Aber wie gesagt, genau weiß ich es selbst noch nicht. Noch liegt mein Fokus komplett auf der Saison, danach kann ich guten Gewissens abtreten."
Das deutsche Eisrinnen-Idol arbeitet seit 2022 für den österreichischen Verband, sein Vertrag läuft offiziell bis nach den Olympischen Winterspielen 2026.
13:59 Uhr - LANGLAUF HERREN - Neun Monate nach seiner Wunder-WM hat Norwegens nordischer Wintersport-Star Johannes Hösflot Kläbo erneut in Trondheim Skilanglauf-Geschichte geschrieben. Beim Klassiksprint in der norwegischen Küstenstadt feierte der 29 Jahre alte Ausnahme-Athlet seinen 100. Weltcup-Sieg im Einzel - kein Langläufer war zuvor auch nur in die Nähe der magischen Marke gekommen.
Der im Sprint nahezu unschlagbare Kläbo, der seit seinem siebten Platz in Oberhof im Januar 2024 nun seinen 18. Weltcup-Sieg in Serie in dieser Disziplin feierte, setzte sich beim Heimspiel vor seinem Landsmann Oskar Vike und dem Schweden Alvar Myhlback durch. Kein deutscher Mann hatte am Freitag die Qualifikation überstanden.
13:51 Uhr - LANGLAUF DAMEN - Pech statt Präsent: Skilangläuferin Laura Gimmler hat ausgerechnet an ihrem 32. Geburtstag das zweite Podestergebnis ihrer Karriere unglücklich verpasst. Beim Klassiksprint im norwegischen Trondheim zog die Oberstdorferin als Halbfinal-Schnellste ins Finale der besten sechs ein - und wurde dort nach einem frühen Sturz Letzte.
"Es sind gerade ganz gemischte Emotionen. Über den Final-Einzug bin ich überglücklich, es ging supergut", sagte Gimmler im ZDF: "Ich war bereit anzugreifen, deshalb tut es gerade schon ein wenig weh."
Gimmler hatte nach ihrem frühen Malheur zwar wieder den Anschluss an die Konkurrentinnen geschafft, dabei aber zuviel Kraft gelassen. "Es war ein kleiner Schockmoment, das tut mir leid für sie. Es war genau die Stelle, an der man nicht stürzen darf", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder.
Johanna Hagström führte einen schwedischen Vierfachsieg an. Olympiasiegerin und Weltmeisterin Jonna Sundling musste sich dabei mit Rang vier begnügen - auch die Topfavoritin war im turbulenten Finale gestürzt.
Sprintspezialistin Coletta Rydzek, die im März in Lahti ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, schaffte es bis ins Halbfinale und belegte Platz acht in der Endabrechnung. Für Teamsprint-Olympiasiegerin Katharina Hennig Dotzler war der Viertelfinal-Einzug (Platz 28) ein Erfolg.
11:29 Uhr - Nächster Rückschlag für Franziska Preuß: Die Gesamtweltcupsiegerin muss auf die beiden ausstehenden Rennen beim Weltcup in Östersund wegen einer Erkältung verzichten. "Sie fühlt sich seit Donnerstag krank, verbunden mit Halsschmerzen. Um den weiteren Saisonverlauf nicht zu gefährden, haben wir gemeinsam mit ihr beschlossen, kein Risiko einzugehen, um schnellstmöglich wieder eine Wettkampffähigkeit herzustellen", sagte DSV-Mannschaftsarzt Jan Wüstenfeld.

10:51 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION - Es könnte alles so schön sein für Nathalie Armbruster. Seit dem Frühjahr hat die 19-Jährige das Abitur mit der Traumnote 1,0 in der Tasche, seit einem Jahr ist sie mit dem Kombinierer Nico Zarucchi zusammen, daheim steht die Kristallkugel für den Triumph im Gesamtweltcup. Der Saisonstart am Wochenende kann also kommen - wäre da nicht diese Sache mit Olympia.
8:45 Uhr - RODELN - Der Rodel-Tross biegt auf die Zielgerade in Richtung Olympia in Mailand und Cortina d'Ampezzo ein. Die Weltcup-Saison, die durch die Winterspiele im Februar geteilt wird, umfasst insgesamt neun Stationen; der Startschuss fällt am Freitag in Winterberg. Aufgrund von Sicherheitsbedenken beim umgebauten Eiskanal in Innsbruck-Igls wurde der Auftakt ins Sauerland verlegt. Wir haben Fragen und Antworten zur neuen Rodel-Saison zusammengetragen.

7:32 Uhr - SKI ALPIN HERREN - Der Schweizer Skistar Marco Odermatt hat die Konkurrenz in der ersten Abfahrt des Olympiawinters mit einem Fabellauf geschockt. Der 28-Jährige sicherte sich in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado auf verkürzter Strecke seinen 48. Weltcupsieg und den dritten in dieser Saison.
