Highlights: 31. Januar bis 1. Februar
SAMSTAG
Ski Alpin: Abfahrt Damen in Crans Montana (Schweiz) – 10:00 Uhr
Skispringen: Einzel Herren in Willingen (Deutschland) – 16:00 Uhr
SONNTAG
Ski Alpin: Super-G Damen in Crans Montana (Schweiz) – 11:00 Uhr
Skispringen: Einzel Herren in Willingen (Deutschland) – 16:00 Uhr
Wintersport LIVE
FREITAG, 29. JANUAR
17:58 Uhr - SKISPRINGEN MIXED - Das Mixed-Team hat zum Auftakt der Olympia-Generalprobe in Willingen in einem stark vom Wind beeinflussten Wettkampf den ersten deutschen Saisonsieg im Skisprung-Weltcup knapp verpasst. Bei teilweise unkalkulierbaren und sogar unfairen Bedingungen an der Mühlenkopfschanze im hessischen Upland wurde das Springen nach einem Durchgang abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt lag das DSV-Quartett hauchdünn hinter Slowenien um Topstar Domen Prevc.
Eine Woche vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Norditalien kamen die für Olympia qualifizierten Philipp Raimund (121,0 m), Selina Freitag (132,0) und Agnes Reisch (112,0) sowie der nicht nominierte Karl Geiger (125,0) einigermaßen gut mit dem teils abenteuerlich starken Aufwind zurecht. Nach der Geduldsprobe - alleine Raimund musste vor seinem Sprung rund eine Viertelstunde warten - hatte Deutschland 0,6 Punkte (umgerechnet 38 Zentimeter) Rückstand auf die Slowenen. Dritter wurde Japan. Die vielen Fans beim "Party-Weltcup" hatten trotz des verpassten Siegs und fiesen Wetters viel Spaß.
Neben dem gesetzten Raimund hatte Bundestrainer Stefan Horngacher den nicht für Olympia qualifizierten Geiger aufgeboten, der zuletzt bei der Flug-WM in Oberstdorf aufsteigende Form gezeigt hatte. Bei den Frauen bekam Reisch den Vorzug vor Rekord-Weltmeisterin Katharina Schmid, die ein letztes Mal in ihrer Karriere in Willingen am Start ist.
In Willingen fand das zweite und letzte Mixed-Team-Springen des Weltcup-Winters statt. Zum Saisonstart hatte das DSV-Quartett in gleicher Besetzung beim Sieg Japans Platz vier belegt. In Norditalien gehört das gemischte Team zum zweiten Mal zum Olympia-Programm. Bei der Premiere 2022 in Peking belegte Deutschland nur Platz neun, nachdem Schmid wegen eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert worden war. Am Samstag und Sonntag stehen jeweils Einzelwettkämpfe bei Männern und Frauen an.
16:39 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION HERREN - Kombinations-Olympiasieger Vinzenz Geiger ist gut in die Generalprobe für die Winterspiele gestartet, hat aber zum Auftakt des Nordic Combined Triple in Seefeld sein drittes Podest der Saison verpasst. Der Oberstdorfer fiel in Tirol beim Massenstart mit einem nicht optimalen Sprung von Platz zwei auf vier zurück.
"Ich habe gut trainiert in den letzten zwei Wochen. Und das hat schon in meinem Hasswettbewerb, dem Massenstart, gut funktioniert", sagte Geiger.
Einen Heim-Doppelsieg feierten die Österreicher. Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter setzte sich nach einem starken Sprung auf 105,0 m knapp vor seinem Landsmann Stefan Rettenegger durch, der auf die gleiche Weite kam. Geiger (100,5 m) fehlte letztlich nicht einmal ein Meter auf den drittplatzierten Norweger Andreas Skoglund.
Zweitbester Deutscher war der nicht für Olympia qualifizierte Wendelin Thannheimer auf Platz sechs. Die beiden weiteren Olympia-Fahrer Julian Schmid und Johannes Rydzek landeten auf den Plätzen zwölf und 14.
15:20 Uhr - NORDISCHE KOMBINATION DAMEN - Kombiniererin Nathalie Armbruster hat zum Auftakt des Seefeld-Triples einen Podestplatz im Massenstart verpasst. Nach einem mäßigen abschließenden 93,5-m-Sprung musste sich die 20 Jahre alte Schwarzwälderin in Tirol mit Platz vier begnügen. Zum siebten Podium im zehnten Saisonrennen fehlten der Triple-Titelverteidigerin rund zweieinhalb Meter.
"Ich bin sehr zufrieden. Ich bin ohne große Erwartungen in den Wettkampf gegangen", sagte Armbruster, die bis Anfang der Woche mit den Folgen eines grippalen Infekts zu kämpfen hatte: "Ich kann aber definitiv besser springen."
Ihren ersten Weltcupsieg feierte die US-Amerikanerin Alexa Brabec, die auf 99,5 m sprang und sich damit knapp vor der überraschend starken Tschechin Ema Volavsek (100,5) durchsetzte. Die norwegische Weltcup-Führende Ida Marie Hagen, die zuvor acht von neun Rennen gewonnen hatte, fiel mit 94,0 m von Platz eins auf drei zurück.
Nach dem Skilanglauf über 5 km, der beim Massenstart am Beginn des Wettkampfs ausgetragen wird, hatte Armbruster bereits aussichtsreich auf Platz vier gelegen. Auf der Schanze blieb sie dann aber unter ihren Möglichkeiten. Zweitbeste Deutsche war Jenny Nowak auf Platz 14.
Weil sie nicht bei Olympia zugelassen sind, ist das Seefeld-Triple der Saisonhöhepunkt für die Kombiniererinnen. Auch am WM-Schauplatz von 2019 protestierten die Frauen wieder gegen ihre Nichtberücksichtigung für die Winterspiele ab der kommenden Woche in Norditalien.
Armbruster hatte 2025 die Triple-Premiere der Frauen gewonnen, nachdem ihre große Konkurrentin Hagen disqualifiziert worden war. Damit legte Armbruster den Grundstein für den späteren Gewinn des Gesamtweltcups.
14:21 Uhr - SKICROSS HERREN - Die deutschen Skicrosser haben ihre Medaillenambitionen bei der Olympia-Generalrobe mit einem historischen Dreifacherfolg eindrucksvoll unterstrichen. Florian Wilmsmann raste im ersten von zwei Weltcup-Rennen im italienischen Val di Fassa zu seinem ersten Saisonsieg - direkt vor seinen Teamkollegen Cornel Renn und Tim Hronek.
"Es ist verrückt! Erster, Zweiter und Dritter, das gab's noch nie", sagte Wilmsmann und betonte: "Wir hatten richtig gute Ski."
Tatsächlich fuhren erst zum zweiten Mal drei deutsche Skicrosser ins Finale der schnellsten vier Athleten. Erstmals war dies demselben Trio im März 2021 im Schweizer Veysonnaz gelungen: Damals gewann auch schon Wilmsmann. Hronek wurde Dritter, Renn Vierter.
In Val di Fassa feierte Wilmsmann, der WM-Zweite von 2023, nun seinen sechsten Weltcup-Sieg. Renn fuhr erstmals aufs "Stockerl", für Hronek war es das siebte Podium. Der Italiener Simone Deromedis, immerhin Weltmeister 2023, hatte im Endlauf das Nachsehen.
Daniela Maier konnte das überraschend frühe Aus von Seriensiegerin Sandra Näslund (Schweden/25.) nicht nutzen und scheiterte im Halbfinale im Fotofinish. Im "kleinen Finale" sicherte sie sich Rang fünf, Veronika Redder wurde Siebte. Die Italienerin Jole Galli feierte ihren dritten Weltcup-Sieg.
Leonie Bachl-Staudinger (12.) und Luisa Klapproth (15.) schieden wie Kilian Himmelsbach (16.) im Viertelfinale aus. Im Fassatal in den Dolomiten steht am Samstag jeweils ein weiterer Wettkampf an. Die Olympia-Rennen steigen am 20. (Frauen) und 21. (Männer) Februar in Livigno.
11:32 Uhr - BIATHLON DAMEN - Biathletin Franziska Preuß hat das Ende ihrer erfolgreichen Karriere angekündigt. "Nach dieser Saison ist definitiv Schluss", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres am Freitag in einer virtuellen Medienrunde. Ob sie unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Antholz bereits aufhört oder das letzte Weltcup-Trimester noch mitnimmt, ließ die Gesamtweltcupsiegerin offen. Es habe sich in den vergangenen Wochen so entwickelt, dass sie "fein" mit der Entscheidung sei.
9:48 Uhr - SKI ALPIN DAMEN - Speed Queen Lindsey Vonn ist bei der letzten Abfahrt vor den Olympischen Spielen schwer gestürzt. Die Skirennläuferin aus den USA verlor neun Tage vor dem Goldkampf in Italien beim Weltcup-Rennen in Crans-Montana nach dem ersten Sprung das Gleichgewicht, geriet in Rückenlage und schlug schließlich im Fangnetz ein. Ob sie sich verletzte, blieb zunächst unklar. Das Rennen wurde danach wegen schlechter Sicht bei zunehmendem Schneefall abgebrochen.

06:00 Uhr - SKISPRINGEN HERREN - Andreas Wellinger hat keine Lust mehr aufs Zuschauen. In Ruhpolding feuerte er zuletzt Biathletin Franziska Preuß von der Tribüne aus an, in Oberstdorf musste er seinen Teamkollegen bei der Skiflug-WM tatenlos zusehen. "Nicht einfach" sei diese ungewohnte Rolle für ihn gewesen, sagte der zweimalige Skisprung-Olympiasieger später, "aber das gehört zum Sport dazu."
Nun startet er ab Freitag in Willingen. Es wird die letzte Chance, vor Olympia unter Wettkampfbedingungen an der Form zu feilen. Und wo sollte das gelingen, wenn nicht auf der Mühlenkopfschanze?
Schon 2013 flog der damals 17 Jahre alte Wellinger dort mit der Mannschaft aufs Podest, 2017 und 2024 gewann er im Einzel. "Ich durfte in Willingen schon zweimal ganz oben stehen und freue mich sowohl auf die Schanze als auch auf die Kulisse", sagt er nun.
Ein Sieg ist in diesem Jahr nicht zu erwarten. Genau genommen wäre es schon ein Erfolg, wenn Wellinger in die Nähe der Top 10 springen würde. Denn bislang liegt eine verkorkste Saison hinter ihm: Im Gesamtweltcup belegt der 30-Jährige derzeit den 37. Platz, bei der Vierschanzentournee war er nur auf dem 36. Rang gelandet.
Die Skiflug-WM am vergangenen Wochenende – bei der er weder im Einzel noch im Team aufgestellt wurde und am Sonntag als Vorspringer zum Einsatz kam – war der nächste Tiefpunkt.
Und doch gibt Wellinger nicht auf. "Ich werde weiter pushen, jedes Detail verbessern und mich auf das konzentrieren, was als nächstes kommt. Ich weiß, wozu ich fähig bin, und ich arbeite jeden einzelnen Tag hart, um dorthin zurückzukehren", schrieb er bei Instagram.
